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Auftaktspiel ohne Sieger

Drittligasaison beginnt mit Remis zwischen Alemannia und Bielefeld


Im Auswärtsblock der Bielefelder SchücoArena war nicht mehr viel Luft, als am Freitagabend der Auftakt der neuen Drittligasaison gefeiert wurde. Über 1.500 in Schwarz und Gelb Gekleidete hatten den Weg nach Ostwestfalen gefunden und machten schon in den ersten Minuten klar, dass sie der Abstieg nicht gefrustet hatte. Das bekannte »Marmor, Stein und Eisen bricht« war eines der ersten Lieder, die an diesem Abend angestimmt wurden.

Doch nicht nur auf den Rängen sollte sichtbar werden, dass von nun an der Blick nicht mehr auf das was war, sondern nach vorne gerichtet wird. Alemannia wollte glänzen, im ersten Spiel unter neuen Vorraussetzungen, und startete wie folgt: Tim Krumpen hatte das Rennen um die Nummer 1 gemacht und sollte über neunzig Minuten den Kasten von Schwarz-Gelb behüten. In der Viererkette starteten Fabian Baumgärtel und Kai Schwertfeger auf den Außenbahnen, in der Mitte begannen Seyi Olajengbesi und Thomas Stehle. Aimen Demai bildetet zusammen mit Kapitän Albert Streit die Doppelsechs, während Marcel Heller und Oguzhan Kefkir über die Außen kamen. Sascha Rösler kam hinter Timmy Thiele zum Einsatz, der Alemannias einzige Spitze markierte. Freddy Borg, der schwedische Neuzugang von Hansa Rostock, hatte die Reise ebenfalls wie Sascha Herröder gar nicht erst angetreten. Den 28-Jährigen plagten Knie-, Herröder muskuläre Probleme. 

Von den beiden Ausfällen nicht geschwächt startete Schwarz-Gelb gut in das erste Drittligaspiel seit dreizehn Jahren. Den Aachenern war nicht anzumerken, dass sie erst vor wenigen Wochen aus der zweiten Bundesliga abgestiegen waren und machten einen guten Eindruck. Auch wenn sie in den Anfangsminuten die Nase vorn hatten, waren es die Bielefelder, die ihre nahezu einzige Chance nutzen konnten und zum ersten Mal in dieser Saison in Führung gingen. Hiller hatte einen Aussetzer von Baumgärtel und Olajengbesi genutzt und Krumpen auf dem falschen Fuß erwischt, als auf der Anzeigetafel das 1:0 für die Hausherren auftauchte. Nicht ganz verdient ging Schwarz-Blau in Führung, musste wenige Minuten später dann aber auf den Torschützen zum 1:0 verzichten, der nach einem Foul humpelnd den Platz verließ.

Bis zur Pause passierte nichts mehr. Alemannia hatte klar die Nase vorn, konnte ihre Chancen aber nicht verwerten. Unter tosendem Applaus der mitgereisten Fans ging es in die Kabine.
Zum Wiederbeginn in Hälfte Zwei bot sich den Anhängern ein ähnliches Bild wie zu Anfang der Partie. Alemannia kam besser ins Spiel, spielte bis zum Strafraum guten Fußball, doch darüber hinaus kam man nicht zum Torerfolg. Es dauerte bis in die 78. Minute, bis dass die mitgereisten Fans endlich jubeln konnten. Nach Vorlage von Marcel Heller verwandelte Timmy Thiele zum längst fälligen 1:1 und gab damit den Startschuss für eine spannende Schlussphase in der Bielefelder SchücoArena. Denn jetzt drängte Schwarz-Gelb auf das 2:1, während sich die Arminen mehr und mehr in die eigene Hälfte drücken ließen. Ralf Aussem hatte mit Andersen, Pozder und Müller noch einmal drei neue Kräfte für die letzten Minuten gebracht, doch all das änderte nichts mehr am Endergebnis. Nach neunzig Minuten musste sich die Alemannia mit einem Punkt zufrieden geben, obwohl durchaus mehr drin gewesen wäre. Am kommenden Samstag trifft die Elf vom Tivoli nun beim ersten Heimspiel auf Wacker Burghausen.

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Die Karten werden neu gemischt

Alemannia startet in Bielefeld in die neue Drittligasaison


Nach dem Abriss des alten Tivolis im vergangenen Jahr endete auch am neuen Tivoli vor gut drei Monaten eine Ära. Denn die Alemannia, Spitzenreiter der ewigen Tabelle der zweiten Bundesliga, kehrte nach dreizehn Jahren in die Drittklassigkeit zurück - und möchte dort nun einen Neuanfang wagen.

Die vergangene Spielzeit ist passé. Von den Elf, die am letzten Spieltag Tränen ließen, blieben der Alemannia lediglich vier treu. Weitere drei aus dem alten Kader schnüren auch heute noch ihre Schuhe für Schwarz-Gelb.
Doch nicht alle der 23 Jungs, die bei der morgigen Partie zur Verfügung stehen, sind neu am Tivoli. Auch aus der eigenen Jugend konnte aufgerüstet werden. Mit Keeper Mark Flekken, Sascha Marquet, Dario Schumacher, Robert Leipertz und Torschützenkönig Denis Pozder schafften gleich fünf Jungtalente den Sprung in den Profikader.

Wie in den vergangenen Jahren setzt die Alemannia nämlich auch in diesem Jahr auf eine Mischung aus Youngstern und "alten Hasen" mit Erfahrung im Profibereich. Denn die dritte Liga ist keinenfalls zu unterschätzen. Davor warnt nur Cheftrainer Ralf Aussem, der Schwarz-Gelb nach dem Abstieg wieder auf die richtige Spur bringen soll. Auch Neu-Manager Uwe Scherr, der das Amt von Erik Meijer nach dem Abstieg übernahm, weiß einzuschätzen, was auf die Alemannia zukommt, wenn ab Freitag der Ball wieder rollt.
"Diese Liga ist hart.", sagt Scherr und hat es damit eindeutig auf den Punkt gebracht.

Denn die Aufgabe, in Liga 3 zu bestehen, ist neu am Tivoli. Keiner weiß, was die Saison mit sich bringen wird, was man erwarten kann und wohin es gehen wird. So hat sich die Alemannia keine großen Ziele gesetzt. Aufwärts soll es gehen. Der direkte Wiederaufstieg bleibt nur ein Traum, der so gut es geht in erreichbare Nähe gebracht werden soll.

Der Gegner aus Ostwestfalen, der nach dem Abstieg im Jahre 2011 nun schon die zweite Saison in der Drittklassigkeit verbringt, hat sich zum ersten Spiel der neuen Saison dahingegen viel vorgenommen.
"Aktiv, mutig und aggressiv spielen." Das ist die Devise des Arminiacoachs, der richtig schlussfolgert: "Am Freitag fängt alles bei Null an."

Auch für Schwarz-Gelb.

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Mäßiger Saisonabschluss


Remis gegen Kellerkind Bielefeld spricht für die Saison!


Es näherte sich das Ende der Bundesligasaison 2010/2011 und mit der letzten Partie gegen Tabellenschlusslicht Arminia Bielefeld wollte die Elf von Trainer Hyballa den Fans einen krönenden Abschluss bescheren. Nach oben und unten ging für die Alemannia rein gar nichts mehr, mit dem Abstand auf Lokalrivalen Düsseldorf musste man sich also mit dem 10. Platz zufrieden geben. Das Ziel der letzten Woche lag vielmehr auf der Punkteausbeute. 50 Punkte sollten für die Alemannia am Ende der Saison stehen, forderte Coach Hyballa, was einen Dreier gegen den Absteiger aus Ostwestfahlen abverlange.

Für dieses Ziel stand Trainer Hyballa die ganze Palette jedoch nicht zur Verfügung. David Hohs hatte sich im Derby gegen Fortuna Düsseldorf in der letzten Woche die Rote Karte gefangen, was zur Folge hatte, dass auch am Sonntag Ersatzkeeper Tim Krumpen zwischen den Pfosten stand. Thorsten Stuckmann wurde wieder zu den Profis berufen und nahm folgend als zweiter Torwart auf der Bank Platz.

Und auch bei der Abwehr der Alemannen kam es zu einer Umstellung. Thomas Stehle musste aufgrund der 10. gelben Karte passen. Shervin Radjabali-Fardi und Mirko Casper (Zerrung) fielen ebenfalls aus. 
So startete die Viererkette der Schwarz-Gelben mit Aimen Demai und Timo Achenbach auf den Außenbahnen, sowie Tobias Feisthammel neben Seyi Olajenbesi in der Innenverteidigung. Im zentralen Mittelfeld fand man wie gewohnt Kevin Kratz wieder, auf Rechts kam Marco Höger, auf Links Alper Uludag, zum Einsatz. Das Sturmtrio bestand aus Auer in der Mitte, sowie Zoltán Stieber und Sergiu Radu.

Zum ersten Mal liefen die Alemannia Profis schon am letzten Spieltag in den Trikots der kommenden Saison auf. Doch sichtbare Auswirkungen auf das Spielgeschehen hatten diese nicht. Beide Mannschaften machten Druck zu Anfang. Während die Gäste es beispielsweise durch Kerr erst einmal aus der Distanz versuchten (2'), näherte sich die Alemannia dem Tor der Blau-Schwarzen in Person von Auer schon näher; der Ball versprang dem Kapitän jedoch, sein Versuch brachte nichts zählbares ein (3').
Wenige Minuten später leitete Höger den nächsten, schönen Angriff ein, doch Torjäger Auer kam dem Steilpass nicht hinterher (7'). Obwohl Zoltán Stieber im gegnerischen Strafraum meistens keine Probleme hat, versprang dem Ungar der Ball nach einer Hereingabe von Uludag, was an dem Remis erstmal nichts änderte (8').

Wenige Minuten später war es wieder Stieber, der die größte Chance zur Führung in der Anfangsviertelstunde hatte. Der Schuss des zukünftigen Mainzers konnte von Keeper Platins jedoch abgefälscht werden (13'). Es folgte eine ruhigere Phase beider Mannschaften. Die Alemannen bauten ab, während sich Bielefeld langsam aber sicher ins Spiel fand. 
Erst nach einer Ecke wurde es vor dem gegnerischen Strafraum wieder gefährlich, als Radu das Leder aus kurzer Entfernung aufs Tor ballerte. Die Gäste aus Ostwestfahlen konnten auf der Linie klären (22').

Es dauerte seine Zeit, bis sich die Bielefeldern von groben Distanzschüssen (26') lösten und den Weg an den Sechszehner der Schwarz-Gelben fanden. Vidosic ließ Feisthammel altaussehen, den Schuss des Stürmers hatte Krumpen im Nachfassen (30').
Auf der Gegenseite ließ Kapitän Auer 120 Sekunden nach der Chance der Bielefelder die 19.986 Zuschauer im Tivoli erstmals aufjubeln. Stieber hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und flankte in den Innenraum, wo Torhüter Platins schon wartete. Doch der Keeper konnte den Ball nicht fassen - er versprang, Auer war zur Stelle und netzte zur 1:0 Führung ein (32').

Die Bielefelder zeigten sich wenig geschockt vom Aachener Führungstreffer und bauten weiterhin auf Standards. Eine Ecke der Blau-Schwarzen hätte beinahe den Ausgleich verursacht, doch das Aluminum rettete für Schwarz-Gelb. Die Schlussminuten der ersten Hälfte wurden bestimmt von Ecken der Gäste, die jedoch nichts zählbares mehr einbrachten. Schiedsrichter Willenborg rief ohne groß nachspielen zu lassen zum Pausentee.
Verletzungsbedingt muss Trainer Hyballa schon nach 45 Minuten wechseln. Krumpen schien sich bei einem Standart verletzt zu haben, sodass Thorsten Stuckmann in der zweiten Hälfte noch einmal zum Einsatz kommt, ehe sein Vertrag bei den Schwarz-Gelben endet. Ebenfalls verlassen wird die Alemannia Tolgay Arslan. Der dribbelstarke Offensivmann stand für Sergiu Radu in der zweiten Hälfte auf dem Platz.


Der Ausgleich der Gäste schien schon in der Luft zu liegen. Jedenfalls waren sie in Hälfte Zwei zunehmend präsenter als die Jungs von Trainer Hyballa. Schon wenige Minuten nach dem Wiederanstoß musste man auf der Tribüne durchatmen. Nach einer Ecke der Bielefelder rollte der Ball Zentimeter am Tor vorbei (48'). Eine erneut große Chance zum Ausgleich hatten die Gäste, als Berisha völlig frei vor Thorsten Stuckmann auftauchte. Dem Stürmer fehlten jedoch die Nerven und er setzte das Leder knapp am Kasten der Schwarz-Gelben vorbei (53').

Ein Duell der Fernschüsse lieferten sich die beiden Mannschaften im Anschluss, Uludag verfehlte das Tor aus 25 Metern knapp, Müller hatte auf der gegenseite aus 20 Metern scheinbar ordentlich Zielwasser getrunken, doch Keeper Stuckmann hatte den Ball im Nachfassen (57').
Eine knappe Stunde war auf dem Aachener Tivoli nun gespielt und aus der Überlegenheit der Schwarz-Gelben entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Stieber hatte vor dem Tor der Bielefelder die Riesenchance, im Fallen kriegt der Ungar das Leder jedoch nicht gebändigt und es bleibt zunächst bei der Aachener 1:0 Führung.
Doch die Gäste machten weiterhin Durck und drängten nun auf das Remis. Während Arslan nach einem Kopfball Berishas noch auf der Linie klären konnte (67') und auch Stuckmann den Ball aus dem Winkel noch retten konnte (68'), hatte der Torhüter wenige Minuten später keine Chance: Nach einem schönen Konter der  Gäste steckte Vidosic mit einem schönen Steilpass auf Kaiser, welcher keine Probleme hatte, vor dem Kasten Stuckmanns das Leder einzuschieben (72').
Blitzschnell hätte die erneute Führung der Schwarz-Gelben auf dem Papier stehen können. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich hatte Stieber das 2:1 auf dem Fuß, Platins rette mit einer tollen Parade das Remis für seine Blau-Schwarzen (74'). Der junge Ungar drehte nun noch einmal voll auf und hatte Minuten später abermals die große Chance zur erneuten Führung, der Ball ging jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei (78'). 
Hektisch wurde es dann im Bielefelder Strafraum. Keiner der Schwarz-Gelben hatte jedoch einen genauen Überblick. Ein Kopfball Kratz' knallte nur an die Latte, der Nachschuss Auers geht ebenfalls nur an den Pfosten. 
Vier Minuten vor Ende waren die Bielefelder mit einem Standard noch einmal präsent, doch das Leder knallt in die Aachner Mauer. Diese haben dann auch die letzte gute Aktion des Spiels. Stieber steckte durch zu Höger, der Schuss war jedoch zu unplatziert, sodass es nach 90 Minuten beim Remis blieb.


Im Anschluss an die Partie würdigte die Alemannia mit einer kleinen Abschlussfeier die Spieler, die zum Ende dieser Saison die Alemannia verlassen. Danach ließ man die Saison in kleinen Kreisen unter dem Südwall gemütlich ausklingen.

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Alemannia besiegt Schlusslicht Bielefeld

Ein krönender Ligaabschluss

Während es seit Wochen unuterbrochen schneit und die Stellen auf dem Thermometer auch nicht mehr über die Minusgrade hinaus kommen, bestritt die Alemannia am Freitag ihr letztes Ligaspiel der Saison. Beim Tabellenschlusslicht Arminia Bielefeld kam man zu einem 1:3 in letzter Sekunde, obwohl man im Laufe der Partie teilweise recht festgefroren aussah.

Sturmtief Petra hatte in der letzten Woche zahlreiche Absagen und Verspätungen nach sich gezogen und teilweise ganze Städte einschneien lassen. Beides traf auf die Partie der Alemannia gegen die Ostwestfalen nur bedingt zu. 
Während man am Donnerstag aus Angst vor dem drohenden Schneechaos die Abreise nach Bielefeld um 3 Stunden vorzog, verließ man sich am kommenden Freitag auf die zahlreichen Helfer und Helferinnen, die stundenlang den Schnee beseitigten, um das Spiel am Abend überhaupt möglich zu machen.

Viel Bedenkzeit hatte Alemanen-Coach Hyballa die Woche über gehabt, wie er sein Team beim Hinrundenfinale aufzustellen hatte. Aus dieser Bedenkzeit zogen sich schlussendlich 2 Änderungen. Der zuletzt Gelbgesperrte 'Sechser' Kevin Kratz rückte auf seine alte Position zurück. Der in der letzten Woche für ihn eingesprungene Abwehrmann Tobias Feisthammel rückte neben Stehle, Achenbach und Casper in die Viererkette. Auf der Bank nahm Aimen Demai wieder Platz. Ebenfalls zunächst auf der Bank saß zum Erstaunen zahlreicher Fans Dauerbrenner Zoltán Stieber. Für den möglicherweise für Mittwoch zu schonenden Stürmer markierte Babacar Gueye Kapitän Auers Sturmpartner. Die Raute im Mittelfeld bildete sich wie gewohnt aus den Flügeln um Höger und Junglas, sowie Kratz und Arslan auf der 'Sechs' und der 'Zehn'. Im Tor stand wie gewohnt Keeper Hohs.

Aufgrund des Dauerschnees und den immer noch frostigen Temperaturen war der Platz der Schüco Arena schwer bespielbar. Es kostete Kraft und Konzentration, den Ball auf dem Rasen unter Kontrolle zu kriegen. Die Alemannen machten dabei den Anschein, die Gegebenheiten schneller und besser ausnutzen zu können. So schaffte Torjäger Auer schon die frühe Überraschung: Nachdem Arslans Schuss von Keeper Fernandez noch abgeblockt werden konnte, nutzte Auer seine Chance des Abstaubers und schob ein zum 0:1 (4.).

Ein gelungender Start bei den Ostwestfalen, der jedoch nicht gerade zum weiter machen animierte. Von der Alemannia sah man jetzt kaum mehr etwas. Man stellte sich vielmehr in die eigene Hälfte und ließ den Gegner kommen. Während Hohs in den Anfängen noch Sieger blieb (34.), stärkte der Nachlass der Alemannia den Tabellenletzten zunehmend. Alemannia kam dann noch einmal, blieb im Abschluss durch Gueye jedoch trefferlos.
Auch Auers Versuche im weiteren Verlauf sollten wohl nicht sollen sein: Nach einem Freistoß Kratz' kam der Ball zu Auer, der sich durchsetzte und den Ball ins Bielefelder Tor setzte. Schiedsrichter Stieler sah jedoch ein Handspiel Auers, womit der Treffer nicht zählte.
Weite Bälle dominierten das Ende der ersten Hälfte. Unkreativ und mit schweren Waden schleppte man sich zum gegnerischen Strafraum, konnte die wenigen Chancen jedoch nicht nutzen und trat dann nach 45 Minuten den Weg zur Kabine mit einer 0:1 Führung an.

Die Ostwestfalen kamen in Halbzeit 2 besser ins Spiel als die Tivoli-Kicker. Einen Anfang brachte Heidingers Schuss vom zweiten Pfosten, der Bielefelder setzte jedoch knapp am Tor vorbei.
Nach einer Ecke der Schwarz-Gelben geschah dann trotzdem der verdiente Ausgleichstreffer. Die Arminen konterten im eigenen Stadion und ließen Hohs im Abschluss keine Chance mehr (53.).
Als Antwort auf den Treffer der Gastgeber reagierte Hyballa mit dem Wechsel Stiebers für Gueye. Sofort wurde wieder Schwung in die Partie gebracht. Die Chancen auf beiden Seiten waren abwechslungsreich, wobei dir Hausherren dennoch den leicht besseren Zug zum Führungstreffer hatten, Heidiger verpasste in Minute 58 jedoch knapp.

Wie in Hälfte Eins verlor sich das Spiel dann in ein Tief, dass sich mit Sturmtief Petra die Hand hätte geben können. Wobei letzteres da noch für mehr Wirbel gesorgt hatte.
Bis zum Einläuten in die Schlussphase geschah teilweise gar nichts auf beiden Seiten. Mit Arslans strammen Lattenschuss läutete die HSV-Leihgabe eine erfolgreiche Schlussphase ein: Denn nur 5 Minuten später machte es der Deutsch-Türke dann besser und netzte nach Stieber-Hereingabe zum 1:2 ein (86.).
Die Partie bekam nun mehr Pfeffer unter'm Hintern. Zwei Minuten vor Schluss hatten die Gastgeber die große Chance zum Ausgleich, doch Hohs war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und klärte auf der Linie den Sieg. In der Nachspielzeit machte nämlich Auer den Sack dann mit dem ersten Doppelpack der Saison zu. Nach erneuter Stieberflanke stand der Torjäger am Punkt goldrichtig und traf per Kopf zum 1:3 Endstand.
Nach einem müden Kick war es schlussendlich vorallem dem Ungar Stieber zu verdanken, der durch zwei Assist die Partie zu einem Erfolg werden ließ. Die Alemannia überwintert in der Liga nun mit 24 Punkten auf Rang 10. Am Mittwoch folgt der krönende Abschluss mit dem Highlight des Jahres. Gegen die Eintracht aus Frankfurt zieht die Alemannia ab 20:30 Uhr in den Kampf um den DFB-Pokal. Wie bereits mehrfach erwähnt sind alle Karten für das Spitzenspiel bereits vergriffen.

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Der Startschuss für ein Wintermärchen?


Das Streben nach den letzten 3 Zählern.



'Den Dezember erfolgreich gestalten.', wollte man zu Anfang des Monats. Seitdem fuhr die Alemannia auch keine Niederlage mehr ein. Am morgigen Freitag, 18 Uhr, soll dieser Monat in der Liga mit einem Dreier gekrönt werden, ehe es am Mittwoch das gesamte Jahr zu krönen gilt.



Petra, das ist der Name der Deutschland momentan auf den Kopf stellt. Das weitreichende Schneechaos hat am Donnerstag Morgen auch die Pläne der Alemannia durcheinander gebracht. Statt wie geplant um 3 startete man die Abreise schon gegen 12 Uhr. Nicht ganz erfreut einen erneuten Ausfall beklagen zu müssen: Ersatztorwart Tim Krumpen meldete sich aus dem Bett heraus krank. Für den gekränkten Keeper rutscht nun Thomas Unger in den Kader. Nach einer Gelbsperre wird aller Voraussicht nach der 'Stamm-Sechser' Kevin Kratz gegen Bielefeld wieder auf dem Rasen stehen. Für Thomas Zdebel kommt ein Einsatz zu früh.

Zu Anfang der Woche hatte Trainer Hyballa eine kurzfristige Änderung als Vorbereitung auf den kommenden Gegner bekannt geben. Man sollte "den Kopf frei bekommen", "ruhig sein" vor dem großen Sturm. Kurzerhand saß mal als Alemannen Profi nach einem morgentlichen Training am Montag den Nachmittag, sowie den kompletten Dienstag dann zu Hause. Nachdem am Mittwoch noch einmal trainiert wurde, stand heute Morgen das Abschlusstraining an, ehe man um 12 Uhr in Richtung Bielefeld reiste. Wie bereits erwähnt war allein Petra die frühere Abreise schuld. Ob am morgigen Freitag Abend überhaupt gespielt werden kann, ist weiter ungewiss. Am Donnerstagmorgen setzten alle Zeichen auf Spiel. Ob sich die Lage in Bielefeld über Tag verschlechtert hat oder ob es in der Nacht zu weiteren Schneestürmen kommt ist nicht ganz sicher. Fest steht jedoch, dass die Arminia vorgesorgt hat und zur Schneeaufräumaktion eingeladen hat. Schiri Tobias Stieler wird dann Morgen endgültig festlegen, ob in der SchücoArena gespielt werden kann.

 Wer sich kurzfristig doch noch dazu enscheidet, sich in den Schnee zu trauen und nach Bielefeld zu reisen, findet an den Tageskassen an der SchücoArena noch zahlreiche Karten vor. Es werden rund 200 Schwarz-Gelbe Anhänger zum Hinrunden-Finale in Bielefeld erwartet.

Kurz nachdem die Alemannia die Liga für dieses Jahr beendet hat, trifft man am Mittwoch, 22. Dezember, im DFB-Pokal auf Eintracht Frankfurt. Beim 'Spiel des Jahres' wird der Tivoli erstmals seit Einweihung gegen St. Pauli (17. August 2009) wieder ausverkauft sein. In Aachen ist man heiß auf das Spiel, dennoch wolle man "nichts überstürzen." und sich "erstmal auf Bielefeld konzentrieren". Ob man gegen den großen Gegner aus der Bundesliga überhaupt eine Chance hat, beantwortete Co-Trainer van der Luer mit einem Schmunzeln. "Wenn wir einen guten Tag haben, können wir jeden schlagen." Dann wollen wir das mal so im Raum stehen lassen.