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Sieg im Spitzenspiel

Vor 21.200 Zuschauern feiert Alemannia drei Punkte gegen Gladbach




Nach der Pleite in Kray, die in vielen Köpfen die Aufstiegsträume bereits zerplatzen ließ, konnte die Alemannia am vergangenen Abend die Hoffnung noch einmal neu schnüren. Im Aufeinandertreffen mit dem Tabellenführer aus Mönchengladbach gelang der Schubert-Elf nach einer torlosen ersten Hälfte der Doppelschlag in Halbzeit Zwei. Damit schließen die Tivoli-Kicker punktetechnisch an den Tabellenführer an, haben den Aufstieg in Liga Drei jedoch weiterhin nicht selbst in der Hand.

Mit viel Zuversicht gingen die Kaiserstädter ins Topduell mit dem Tabellenführer, der zuletzt am vierzehnten Spieltag gegen Rot-Weiß Oberhausen den Kürzeren gezogen hatte. Nach der Vertragsverlängerung von Stammkeeper Löhe fand sich dieser auch gegen die Gladbacher zwischen den Pfosten wieder; davor positionierte sich unverändert die Viererkette um Ernst, Hackenberg, Hoffmann und Lejan. Auf der Sechserposition agierte Kapitän Demai und bekam im Mittelfeld Unterstützung von Jerat und Müller. Im Sturm gesellten sich Graudenz und Dowidat hinter Kevin Behrens, Viktor Maier nahm zu Beginn zunächst auf der Bank Platz.

Das Spiel war erst wenige Minuten alt, da wurden die 21.200 Zuschauer erstmals auf Hochtouren gebracht. Kevin Behrens lief alleine auf den Gladbacher Keeper Blaswich zu, als dieser den Angreifer von Schwarz-Gelb von den Beinen holte. Ob im Strafraum oder außerhalb: Für diese Notbremse hätte der BMG-Keeper den roten Karton sehen müssen, doch Schiedsrichter Börner zog Gelb und entschied auf Freistoß von der Strafraumkante. Diesen konnte die Alemannia jedoch nicht zum Torerfolg verwerten.
Die Atmosphäre auf dem Feld war hitzig, die Stimmung auf den Rängen angespannt. Alemannia musste das Topspiel für sich entscheiden, um im Aufstiegsrennen noch mitreden zu können. Das Team um Trainer Schubert gab daher ununterbrochen Gas. Die Gäste dahingegen zeigten sich in den Anfangsminuten vorsichtig und nervös, viele Bälle fanden keine Abnehmer oder landeten direkt im Seitenaus.
Die Feldüberlegenheit der Hausherren konnten diese trotz zahlreicher Möglichkeiten jedoch nicht zur Pausenführung verwerten. Vor allem Kevin Behrens hätte nach gut zwanzig Minuten frei vor Keeper Blaswich den Tivoli zum beben bringen können, doch der Pass auf den mitgelaufenen Dowidat war zu unpräzise gewesen. Aus der zweiten Reihe hätten zudem Dowidat und Lejan die Anhängerschaft vorzeitig jubeln lassen können, doch im Abschluss fehlte Schwarz-Gelb in Halbzeit Eins immer wieder das nötige Quäntchen Glück.
Weil auch auf der Gegenseite bis zur Halbzeitpause kein Treffer erzielt werden konnte, da unter anderem ein guter Schuss nach fünfzehn Minuten nur am Außenpfosten abprallte, ging es nach fünfundvierzig Minuten torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel gaben zunächst die Gäste den Ton der Partie an. Auch wenn sie in dieser Zeit gute Akzente setzten, hatte Keeper Löhe das Geschehen im Aachener Kasten gut im Griff und motivierte seine Vordermänner zusätzlich in jeder erdenkbaren Situation – mit Erfolg.
Eine gute Stunde war auf dem Aachener Tivoli gespielt, da rissen rund 20.000 schwarz-gelbe Anhänger plötzlich die Arme in die Luft. Aus rund sechzehn Metern Entfernung hatte Graudenz das Leder auf den Kasten gehauen und Keeper Blaswich keine Chance gelassen – 1:0 (58').
Die jubelnden Fans aus der Kaiserstadt hatten die Führung ihres Teams noch gar nicht richtig realisiert, da folgte bereits der nächste Paukenschlag. Die Gladbacher Abwehr hatte eine Offensivaktion der Aachener nicht im Griff, im Gewühl behielt Kapitän Demai den Durchblick und drückte die Pille aus zehn Metern hinter die Linie (61').
Keinen hielt es im Stadion nun mehr auf seinen Plätzen. Nachdem man in der letzten Woche alle Aufstiegsträume bereits an den Nagel gehangen hatte, fasste man nach dem Aachener Doppelschlag nun neuen Mut.

Doch noch waren rund dreißig Minuten zu spielen, in denen immer noch alles passieren konnte. In den Folgeminuten dominierten jedoch weiterhin die Aachener das Spielgeschehen und hätten durch Hoffmann oder Behrens noch etwas für die Tordifferenz tun können, beide jedoch scheiterten am Gladbacher Schlussmann Blaswich.
Die Schlussminuten waren eingeläutet und die Fohlen warfen noch einmal alles nach vorne, während auf den Rängen dem Ende nur so entgegen gefiebert wurde. Nach schier endlosen vier Minuten Nachspielzeit war es dann offiziell: Alemannia schlägt Gladbach im Spitzenspiel und bleibt damit ein Kandidat im Aufstiegsrennen zur dritten Liga. Dafür jedoch muss Schwarz-Gelb alle Folgespiele für sich entscheiden und zeitgleich auf einen erneuten Patzer der Gladbacher hoffen. Während diese in der nächsten Woche den VfL Bochum II empfangen, ist die Schubert-Elf im nächsten Endspiel in Gelsenkirchen zu Gast. Anpfiff in der Mondpalast-Arena ist am Freitagabend um 18 Uhr.

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Hop oder top?

Die Entscheidung fällt im Spitzenspiel




Eine Woche ist es her, seit die bittere Niederlage in Kray in den Köpfen vieler Anhänger von Schwarz-Gelb den Traum vom Aufstieg zerplatzen ließ. Doch an diesem Freitagabend könnte es nun endgültig werden, wohin die Reise für den Kultklub in der Kaiserstadt in den nächsten Wochen und Monaten gehen wird. Denn wenn die Tore des Tivolis an diesem Abend öffnen, empfängt die Alemannia Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II zum absoluten Spitzenspiel der Saison. Mit einem Sieg würde es Schwarz-Gelb im Kampf um den Aufstieg noch einmal spannend machen, anderenfalls hätte der Erzfeind aus Gladbach bereits sechs Punkte Vorsprung und gegen Rödinghausen noch ein Nachholspiel zu absolvieren.

Doch das Team um Trainer Peter Schubert ist optimistisch, was das Topspiel unter Flutlicht betrifft. "Wir wollen zeigen, dass wir zurecht hier oben stehen", so der Coach von Schwarz-Gelb.
Des Weiteren startete der Freitag mit guten Neuigkeiten aus der Soers: Nachdem Taku Ito bereits gestern verkündet hatte, für zwei weitere Jahre am Tivoli zu bleiben, war es heute Stammkeeper Freddy Löhe, der einen neuen Vertrag bis 2017 unterschrieb.
Nach den vielen Unruhen in den vergangenen Wochen, bei welchen hinter wichtige Personalien große Fragezeichen gesetzt wurden, gibt die Verlängerung Löhes wieder ein kleines bisschen Hoffnung. Hoffnung, dass die Köpfe der Spieler auf dem Feld wieder frei sind und sie die Leistung abliefern können, die sie in der Hinrunde an den Tag gelegt haben und die dafür verantwortlich sind, dass die Alemannia auch zum 29. Spieltag noch immer ganz oben steht.

Personell gesehen kann die Alemannia fast aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Neuzugang Roberto Guirino stehen Coach Peter Schubert alle Kräfte zur Verfügung.
Wenn der Ball im Tivoli an diesem Abend rollt, werden über 18.000 Zuschauer das Spitzenspiel unter Flutlicht verfolgen. Die Alemannia empfiehlt daher eine frühe Anreise und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Anpfiff der Partie ist um 19:30 Uhr. 

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Remis bei den kleinen Fohlen

Im Spitzenspiel trennen sich Alemannia und Gladbach II 1:1




Besonders stark schien die Sonne über dem Gladbacher Grenzlandstadion, als die Alemannia samt zahlreicher Anhänger dort zum Spitzenspiel gastierte. Nach der Liga-Pause, in der Schwarz-Gelb im Pokal in Beeck zu Gast gewesen war, fehlten Peter Schubert gleich zwei Einsatzkräfte, die im Spiel gegen den Mittelrheinligisten den roten Karton gesehen hatten.
Vor der unveränderten Viererkette um Ernst, Hackenberg, Hoffmann und Lejan bildeteten Jerat und Lünenbach die Doppelsechs. Davor positionierten sich Graudenz, Demai und Dowidat, während Dagistan die einzige Spitze markierte.

Das Spiel des Tabellendritten gegen den ehemaligen -vierten begann mit viel Tempo auf beiden Seiten. Keine zehn Minuten waren gespielt, da zeigten die Schwarz-Weiß-Grünen gleich hohe Durchschlagskraft. Ein Rückpass von der Strafraumgrenze konnte Pisano zum frühen Führungstreffer für die Gastgeber verwandeln (9').
Der Gegentreffer warf Schwarz-Gelb zurück, sodass die Hausherren in den Folgeminuten zu weiteren Gelegenheiten kamen, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Nach einer guten halben Stunde hatten es die Tivoli-Kicker jedoch geschafft, das Spiel wieder ins Gleichgewicht zu bringen und nun selbst mit zwingenden Torchancen vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen.
Kurz vor dem Ende der ersten Spielhälfte wurde das energische Nachsetzen der Kaiserstädter dann belohnt. Im Strafraum wurde Ernst vom Gladbacher Holzweiler zu Fall gebracht, woraufhin Schiedsrichter Hüwe ohne zu zögern auf den Punkt zeigte. Anders als beim Pokalspiel in Beeck verwandelte Jerat den fälligen Elfmeter zum 1:1 Ausgleich (38').

Nach dem Seitenwechsel ging es weiter stürmisch zu im Grenzlandstadion. Beide Mannschaften boten sich einen offenen Schlagabtausch, bei dem bis zum Ende keines der beiden Teams die Nase vorn haben sollte. Auch wenn sich Schwarz-Gelb gegen Ende ein klares Chancenplus gesichert hatte und das Spiel nur noch in einer Hälfte stattfand, fehlte den Aachener Stürmern das nötige Quäntchen Glück im Abschluss, weswegen es auch nach neunzig Minuten beim 1:1 Unentschieden im kleinen Derby blieb.
Am nun kommenden Wochenende empfängt Schwarz-Gelb nun die Zweitvertretung des FC Schalke 04. Anpfiff der Samstagspartie ist – anders als gewöhnlich – um 15:30 Uhr.

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Bemüht zur Revanche

Alemannia trifft zum kleinen Derby auf die Gladbacher Reserve


Nach der zweiwöchigen Ligapause ist die Alemannia am nun folgenden Wochenende zu Gast im Grenzlandstadion. Bei den kleinen Fohlen erwartet Schwarz-Gelb ein Spitzenspiel der beiden punktgleichen Dritt- und Viertplatzierten.
Auch wenn die Kaiserstädter mit zwei Erfolgen in Test- und Pokalspielen gestärkt aus der Pause gehen, erinnert man sich am Tivoli nur ungern an das Hinspiel im Borussia-Park vor einem Jahr zurück, als man sich gegen die Zweitvertretung der Grün-Schwarzen mit 0:5 geschlagen geben musste. Und auch das Rückspiel im März konnte die Erstliga-Reserve für sich entscheiden.

Dennoch stehen die Vorzeichen nicht schlecht für Schwarz-Gelb, denn grundlos hat man mit bisher zwanzig Punkten den dritten Rang in der Tabelle nicht inne. Erst zuletzt bewiesen die Kaiserstädter im Spiel gegen Wegberg, dass man sich im Vergleich zum letzten Jahr um ein Vielfaches gesteigert hatte, hätte man jenes Spiel vor zwölf Monaten schließlich kläglich aus der Hand gegeben.
Doch nicht nur Stärkung nimmt man aus dem Spiel beim Mittelrheinligisten mit. Trainer Peter Schubert muss neben Langzeitverletzten auch auf Kevin Behrens und Bastian Müller verzichten, die beide im Pokalspiel in Wegberg den roten Karton gesehen hatten.

Einschüchtern lässt sich der Coach davon jedoch nicht, ist er schließlich der Meinung, er habe genügend Spieler zur Verfügung, die diese Lücke jederzeit schließen können. Zum Spiel, das im Gegensatz zu letztem Jahr nicht im Borussia-Park sondern im Grenzlandstadion stattfinden wird, werden etwa 1.500 Anhänger aus der Kaiserstadt erwartet. Anpfiff der Partie ist wie gewohnt Samstag um 14 Uhr.

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Misslungene Revanche gegen Gladbachs U23

Alemannias Serie reißt ausgerechnet vor heimischer Kulisse


Wenige Tage waren nach dem verdienten Remis beim Tabellenzweiten in Lotte erst vergangen, als sich die Tore des Tivolis zum "kleinen Derby" schon wieder öffneten. Im Hinspiel gegen Gladbachs U23 hatte man allerdings ziemlich blöd aus der Wäsche geguckt, als nach neunzig Minuten auf der Videowand im Borussia Park ein deutliches 5:0 für die Hausherren aufleuchtete. Nach fünf Spielen ohne Niederlage wollte sich die Alemannia bei den Fohlen nun revanchieren.
Im Vergleich zur Partie in Lotte veränderte Coach Schubert sein Team auf zwei Positionen. Für den gesperrten Neppe stand Opper von Beginn an auf dem Platz, im rechten Mittelfeld bekam Ajani den Vorzug gegenüber Garcia, ergänzt wurde die Raute im Mittelfeld durch Lejan und Dowidat. Neben Duspara markierte Marquet die zweite Spitze. In der Viererkette vor Keeper Löhe taten sich keine Veränderungen auf.

Beide Mannschaften fanden nur schwer in die Partie, sehenswerte Torchancen waren somit in der Anfangsphase Mangelware. Keeper Löhe betrachtete die Partie unangestrengt aus dem Kasten heraus, musste bis zur Mitte der ersten Hälfte nur vereinzelt ins Spiel eingreifen.
Die Gastgeber hatten bis dato noch nichts erwähnenswertes zu Papier gebracht, was ihnen kurz vor Schluss zum Verhängnis werden sollte. Rodríguez markierte nach einem unsauberen Klärversuch Löhes den Abstauber und netze zur 1:0 Pausenführung für die Gladbacher ein.

Nach dem Seitenwechsel schien sich das Anfangsbild der Schwarz-Gelben zu wenden: Für Ajani stand in Hälfte Zwei Rafael Garcia auf dem Platz, der wenige Minuten nach seiner Einwechslung beinahe den Ausgleichstreffer einleitete. Dowidat lenkte das Leder aus kurzer Distanz jedoch direkt auf den Torhüter der Fohlen.
Es sollte die einzige und beste Gelegenheit der Hausherren zum Ausgleich sein, denn schon zehn Minuten später waren es die Gäste, die mit einem "Tor des Monats" ihre Führung weiter ausbauten. Nach einem Volleyzuspiel musste Barg nur noch den Kopf hinhalten, damit das Leder im "Ping-Pong-Style" den Weg in die Maschen fand. 
Die Schlussphase sollte den Alemannen keinen langersehnten Treffer mehr bescheren, das 2:0 leuchtete bis zum Schlusspfiff auf der Videowand auf. Damit reißt die lange Serie der Schwarz-Gelben ausgerechnet vor heimischer Kulisse und ausgerechnet gegen den Gegner aus Gladbach ein. Schon am Freitag könnte man in Bochum jedoch schon wieder eine Neue starten. Anpfiff im Lohrheidestadion ist um 19 Uhr, in der Tabelle rutscht die Alemannia nach Niederlage gegen die Fohlen auf den 11. Tabellenplatz ab.

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Deklassiert von einer Zweitvertretung

Alemannia wird von Gladbach mit 5:0 nach Hause geschickt




Es sollte das Derby schlechthin in dieser Saison werden: Bei der nächsten Partie im nur rund 65 Kilometer entfernten Mönchengladbach sollten die über 2.500 migereisten Fans voll auf ihre Kosten kommen. Doch das Ergebnis enttäuschte - wie die Leistung der Elf auf dem Platz - auf ganzer Linie. Denn nach neunzig Minuten leuchtete auf der Videowand das 5:0 für die Hausherren auf und man konnte meinen, dass die Alemannia heute gegen Gladbachs erste und nicht zweite Elf gespielt hatte.

Das Spiel im Borussia-Park stand schon zu Beginn unter keinem guten Stern, konnte Peter Schubert schließlich erneut nicht aus dem Vollen schöpfen. Neben Kris Thackray, der noch gut ein paar Wochen fehlen wird, standen dem Coach auch Sasa Strujic und Rafael Garcia nicht zur Verfügung. Während die beiden Letztgenannten zur Partie dem Gäste-Stehblock der Schwarz-Gelben einen Besuch abstatteten, stellte Schubert seine Elf mit folgenden Veränderungen gegenüber der Niederlage gegen Lotte auf: Während die Viererkette vor Keeper Löhe um Schumacher, Hackenberg, Lünenbach und Lejan unverändert blieb, markierte Sascha Marquet die einzige "Sechs. Abel, Dowidat und Drevina besiedelten derweil das offensive Mittelfeld. Neuzugang Duspara bildete zusammen mit Krasniqi das Aachener Sturmduo.
Schwarz-Gelb erwischte den schlechteren Start gegenüber den Gastgebern und tat sich schon zu Beginn schwer, den Angriffen jener standzuhalten. Die Forderungen des Trainers, mindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, wurde ab Minute zwanzig immer anspruchsvoller. Denn die Zweitvertretung der Schwarz-Weiß-Grünen netzte schon früh zu ihrem ersten Treffer ein - und ließ Schwarz-Gelb dabei ziemlich alt aussehen. Denn seitens der Gäste gab es bis zu diesem Zeitpunkt nicht einen einzigen Schuss, der ansatzweise auf den Kasten von Keeper Blaswich gerichtet worden war. Es dauerte bis kurz vor Schluss der ersten Halbzeit, bis sich Schwarz-Gelb mit dem ersten Torschuss der Partie zurückmeldete, um danach neuerlich böse überrascht zu werden. Denn mit dem Schlusspfiff der ersten Hälfte erhöhten die Gastgeber das Ergebnis auf 2:0 und hätten den Kaiserstädtern damit eigentlich einen noch höheren Ansporn verleihen müssen, das Ergebnis in Hälfte Zwei noch einmal zu drehen, als er ohnehin schon gegeben war.

Doch der Seitenwechsel, der mit einigen Spielerwechseln einher ging, sollte an der Führung der Hausherren nichts ändern. Weder Neppe, noch Sangare oder Yoshihara, die für Marquet, Abel und Krasniqi gekommen waren, konnten verhindern, dass die Gladbacher ihre Führung im zweiten Abschnitt des Spiels noch weiter ausbauten. Keine zehn Minuten dauerte es, bis sich das Ergebnis auf 3:0 erhöhte. 
Schwarz-Gelb hatte das ganze Spiel über sichtbar Probleme, dem Pressing der Fohlen standzuhalten, doch nach dem dritten Tor der Elf vom Niederrhein war sogar der Wille, sich auch nur geringfügig zu wehren, gänzlich verloren. Dies machte es den Gladbachern leicht, noch eine Schüppe drauf zulegen. Nur wenige Minuten dauerte es, bis die Videowand den neuen Spielstand anzeigte: 4:0.

Die ersten Aachener-Fans begaben sich nun von den Rängen und traten frühzeitig die Heimreise an, erreichten die Heimat wahrscheinlich noch vor Spielende. Die Enttäuschung und die Angst, langsam aber sicher durchgereicht zu werden, nahm die Überhand. Wo zu Beginn der Saison euphorische Stimmung gewesen war, traute man nun seinen Augen kaum. Drei Spiele, die Alemannia in Folge versiebte, obwohl man sich von allen Seiten mehr erhofft hatte. In der vierten Liga nur die zweite Tabellenhälfte zu zieren entsprach in keinster Weise den Erwartungen, die man sich vor der Saison gestellt hatte.

Doch das Spiel sollte schließlich - wie jedes andere - neunzig Minuten haben und so konnten die Gladbacher ihre Führung auf ein glorreiches 5:0 ausbauen, ehe Schiedsrichter Schäfer zur Pfeife griff und Alemannia vom Höllentrip erlöste.
Unter Pfiffen und erblickt von traurigen Gesichtern bewies das Team Stärke und kam nach Spielabpfiff noch einmal in die Kurve, anstatt - wie es in den letzten Jahren öfter der Fall gewesen war - den Fans einfach den Rücken zu kehren und die Kabine aufzusuchen. Dennoch: Auch wenn das Team in seinen jungen Jahren keine Erfahrung haben kann, sollte man dennoch erwarten können, dass man bei einer Zweitvertretung von einem Erstligisten nicht mit so einem Endergebnis nach Hause geschickt wird. Von Klasse ist dies nämlich ganz, ganz weit entfernt.

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Derby im Borussia-Park

Alemannia reist nicht vollbesetzt zu den Fohlen


Nach der Länderspielpause am vergangenen Wochenende gastiert die Alemannia diesen Sonntag zum Derby in Mönchengladbach. Nach der 1:2 Niederlage gegen Lotte vor heimischen Publikum ist der Ansporn für die Jungs vom Tivoli enorm hoch, konnte man schließlich auch in Essen eine Woche zuvor nicht punkten.

Für das Derby auf Augenhöhe sind die Erwartungen auf allen Seiten hochgeschraubt, wird der Wille, endlich wieder zu gewinnen, schließlich von der Rivalität beider Klubs unterstützt. Nach den schrecklichen Ereignissen beim Spiel gegen Rot-Weiß Essen wünschen sich mitreisende Fans zusätzlich ein friedlicheres Auftreten der begleitenden Polizei als auch der Stadionbetreiber.

Das Ziel für Trainer Peter Schubert ist eindeutig: Mit einem Punkt wäre man zufrieden, die Grenze nach oben ist offen. Personell steht dem Coach nicht der gesamte Kader zur Verfügung. Kris Thackray wird nach seiner Fuß-Verletzung noch mehrere Wochen ausfallen, auch der Einsatz von Strujic und Garcia (beide Knöchel-Verletzung) ist fraglich. Marco Neppe sei unter der Woche wieder ins Training eingestiegen, ob er gegen Gladbach eingesetzt wird, ist ungewiss.

Die Alemannia erwartet rund 2.000 Anhänger von Schwarz-Gelb, die das Team in den Borussia-Park begleiten werden. An den Tageskassen sind noch ausreichend Karten verfügbar, setzte man im Vorverkauf schließlich erst knapp 900 ab. 

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Keine Überraschung im Pokal

Alemannia unterliegt Borussia trotz starker Vorstellung mit 0:2


Es hätte eine kleine Sensation werden können. Im Duell David gegen Goliath traf die Alemannia am Samstagnachmittag zur ersten Pokalrunde auf Lokalrivale Borussia Mönchengladbach - zuhause, im fast ausverkauften Tivoli, vor über 31.000 Zuschauern.
Doch es hatte nicht sollen sein. Obwohl sich Alemannia über weite Strecken sehr gut präsentierte und dem Bundesligisten Paroli bot, konnte Schwarz-Gelb nach neunzig Minuten nicht als Sieger vom Platz gehen. Wie im letzten Jahr steht so nicht nur das Pokalaus in Runde 1. Auch die Gelder, die es für das Erreichen der nächsten Runde gegeben hätte - und die der Verein so gut hätte gebrauchen können -, fehlen nun. 

Dabei hatte alles so gut angefangen. Alemannia startete von rechts nach links, Keeper Tim Krumpen positionierte sich in Halbzeit Eins vor dem Südwall. Direkt davor begann die Abwehrreihe um Fabian Baumgärtel, Kai Schwertfeger, Seyi Olajengbesi und Mario Erb. Im 4-2-3-1 System markierte Timo Brauer zusammen mit Kapitän Albert Streit die Doppelsechs, über die Außen kamen Marcel Heller und Oguzhan Kefkir. Timmy Thiele startete hinter Sascha Rösler, Alemannias einziger Spitze.
Auch wenn die Schwarz-Gelben die Rolle des absoluten Außenseiters schon vor der Partie sicher hatten, wollten sie sich nicht wie einer präsentieren. Und so hielt Alemannia dagegen, die gute Offensive der Gladbacher fand selten ein Durchkommen durch die Viererkette, in der vor allem Mario Erb positiv herausstach. Der 22-Jährige, der gegen den OFC in der letzten Woche noch auf der Bank gesessen hatte, bekam immer noch ein Bein zwischen Angreifer und Ball und rettete seine Alemannen dadurch mehr als nur ein Mal vor einem unnötigen Gegentor. Doch maßgeblich dafür verantwortlich, dass selbst zur Halbzeit die Null noch stand, hatte Keeper Tim Krumpen. Die Nummer 21, die sich in der Vorbereitung vielmehr zur „Nummer 1“ entwickelt hatte, bewies mehrfach, dass Trainer Ralf Aussem Woche für Woche in den richtigen Mann vertraute.

Während die Alemannia hinten also kompakt stand, verpasste man vorne immer wieder die Chance zur verdienten Führung. Denn verdient hätte sich die Alemannia ihren Treffer - vielleicht nicht gerade, weil sie sonderlich überlegen war, sondern weil sie alles daran setzte, in dieser Partie gut mitzuhalten.
Das Engagement der Kicker ging auch an den Fans auf den Rängen nicht spurlos vorüber. Die gelbe Meute auf der Südseite, die - so eng wie sie stand - wohl noch um einiges mehr schwitzte, als die Elf auf dem Rasen, stärkte nicht nur Keeper Tim Krumpen häufiger den Rücken. Auch wenn es auf der anderen Seite (im wahrsten Sinne des Wortes) heiß her ging, waren die Anhänger von Schwarz-Gelb lautstark mit dabei. So waren sie auch mit dafür verantwortlich, dass es zur Pause ohne Gegentreffer, allerdings auch ohne eigenen, in die Kabine ging. 

Die Hausherren, die sich von der Qualität des Bundesligisten nicht beirren ließen, waren in Halbzeit Eins auf Augenhöhe mit ihren Gästen gewesen, weswegen Coach Aussem es bei seiner Startaufstellung beließ und keine personellen Änderungen vornahm. 
Den Willen, hier heute etwas zu reißen, hatte man wider Erwarten nicht in der Kabine gelassen. Trotz krassen Temperaturen machte und rannte Alemannia, unermüdlich, immer weiter - und wurde doch nicht belohnt.
Denn gerade in einer Phase, in der man vor dem gegnerischen Tor wieder aggressiver wurde, musste man einen herben Rückschlag einstecken. Keeper Tim Krumpen, der die Null bislang achtsam gehalten hatte, war beim Treffer von Arango machtlos. Nach siebzig Minuten hieß es 1:0 für die Borussia, nicht verdient - aber auch nicht ganz unverdient.

Die „Bauern“ besaßen mehr Qualität als Schwarz-Gelb, das war so offensichtlich, dass es keiner wagte, etwas anderes zu behaupten. Was das Fighten in einem solchen Pokalfight betraf ging der Punkt allerdings klar an die Alemannia. Hier gab sich niemand vorzeitig geschlagen. Zwanzig Minuten verblieben - und Schwarz-Gelb rüstete noch einmal auf.
Mit Borg, Marquet und Pozder brachte Trainer Ralf Aussem gleich drei Offensivkräfte nacheinander, schaltete so auf total-offensiv um. Während Alemannia nun vorne den Ausgleich zu erwingen versuchte, bot sich hinten viel Platz für die Borussia zum kontern. In der letzten Minute nutzte der Bundesligist schlussendlich seine Chance, alles klar zu machen und verwandelte zum 0:2 Endstand.

Obwohl das Ergebnis nicht gerade wiederspiegelt, wie eng es zwischenzeitlich wirklich gewesen war, sei abschließend gesagt, dass die Vorstellung der Alemannia wirklich über alle Erwartungen hinausgeschossen ist. Dass ein Drittligist so gut mit einem Championsleagueteilnehmer mithalten kann, ist nicht selbstverständlich. Der vorhandene Klassenunterschied ist in all der Euphorie vor und während der Partie oftmals untergegangen.  Ein Weiterkommen hätte sich das Team vom Tivoli also verdient gehabt, wo es über lange Strecken so gekämpft hat, doch es hat eben nicht sollen sein.

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Ein Pokalkracher der Extraklasse

Alemannia trifft vor ausverkaufter Hütte auf Lokalrivale Borussia


Schon seit Wochen zählt man am Tivoli die Tage, kann vor Vorfreude kaum mehr ruhig sitzen. Es ist das Derby schlechthin, wenn die Alemannia am Samstagnachmittag in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Borussia Mönchengladbach trifft - als totaler Außenseiter.


Dass in Liga 3 die neue Saison schon vor wenigen Wochen gestartet hat, könnte für Schwarz-Gelb der einzige Vorteil sein. Denn dort, wo die Spiele erst in der nächsten Woche beginnen, lief es zumindest in der abgelaufenen Spielzeit sehr gut für die Borussia. Die Elf von Trainer Lucien Favre hatte zum 34. Spieltag den vierten Tabellenplatz inne. Und auch im Pokal erreichte man sogar das Halbfinale, schied erst im Elfmeterschießen gegen den Rekordmeister aus dem Wettbewerb aus. 
Auf der Gegenseite gibt es aus der vergangenen Saison dagegen nichts Positives zu berichten. Neben dem bitteren Abstieg aus der zweiten Bundesliga steht das Pokalaus in der ersten Runde. Doch über die Misserfolge der letzten Saison ist man am Tivoli lange hinweg. Der Neustart in Liga 3 ist Schwarz-Gelb gelungen. Obwohl man in der letzten Woche die ersten drei Punkte an den Gegner abdrücken musste, stehen die Segel nach dem fünften Spieltag wieder aufrecht auf dem Boot der Alemannia. Bislang gehen acht Punkte auf das Konto der Tivoli-Kicker - so viele, wie man in der vergangenen Saison erst am dreizehnten Spieltag besaß.

Doch mit reinen Fakten sollte man die Vorfreude auf den Lieblingsgegner nicht trüben. Wagt man alleine einen Blick auf die Bilanz gegen die Borussia, so fällt das Fazit schon ganz anders aus: Von 76 Spielen konnten beide Mannschaften je 29 gewinnen (Alemannia davon allein 20 vor heimischer Kulisse!). Zehn Mal endete eine Meisterschaftspartie unentschieden.
Wenn die beiden Lokalrivalen am Samstag im DFB-Pokal aufeinander treffen wird es einen Sieger geben müssen - ganz gleich ob bereits nach neunzig Minuten, erst nach einhundertzwanzig oder einem finalen Elfmeterschießen.
Doch egal, wie lange die Partie auch dauern wird. Fakt wird sein, dass das Team von Trainer Ralf Aussem von einer atemberaubenden Kulisse unterstützt wird. Unter den 32.000 Zuschauern, die sich ein Ticket für den Pokalkracher sichern konnten, befinden sich dann auch Kristoffer Andersen und Aimen Demai. Wegen muskulären bzw. Knieproblemen stehen beide dem Kader am Samstag nicht zur Verfügung.

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Keine Titelverteidigung beim Derby Cup

Fortuna Düsseldorf sichert sich den Pokal


Nachdem man im letzten Jahr den sogenannten "Derby Cup" ins Leben gerufen hatte, sorgte dieser mit den Begegnungen gegen Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen für ein besonderes Highlight der Saisonvorbereitung. In diesem Blitztunier hatte man beide Rivalen auf der Strecke gelassen und sich als Erster in die Siegerliste eingetragen.
Ein Jahr später hieß es dann, diesen Titel zu verteidigen. Mit Borussia Mönchengladbach holte man sich einen anderen, noch interessanteren Gegner als Bayer Leverkusen, auf den Tivoli.

Doch in der ersten Partie erwartete die Hyballa-Elf zunächst den Drittplazierten des letzten Jahres, Fortuna Düsseldorf. Die Rot-Weißen waren nur mit einer kleinen Anzahl von Fans angereist, möglicherweise weil vom Sender Sport1, der das Turnier live übertrug, die Anstoßzeit auf 19:15 Uhr angesetzt wurde, an einem Wochentag.
Die Schwarz-Gelben Anhänger kümmerte das nicht viel, waren sie wie auch im letzten Jahr in ansehnlicher Zahl erschienen.

Das Team vom Tivoli startete die ersten 45 Minuten von links nach rechts. Coach Hyballa vertraute in der ersten Partie auf David Hohs. Vor dem Keeper debütierten Korte, Strifler und Erb in der Viererkette. Letzterer bekam in der Innenverteidigung Abwehrrecke Olajengbesi an die Seite gestellt. Mit Bas Sibum hatte Sportdirektor Meijer einen Mann zur Alemannia gebracht, der auch einmal den Mund auftat, wenn ihm im Spiel etwas nicht passte. Vom Trainer bekam der 28-Jährige das nötige Vertrauen geschenkt, markierte im 4-4-2 System mit Raute den einzigen Sechser.
Auf den Außenbahnen vertraute der Coach auf Yabo und Radjabali-Fardi. Auf der Zehn war Manuel Junglas gesetzt. Im offensiven Part fand man diesmal Alper Uludag wieder; Kapitän Auer startete auf gewohnter Position.

Es dauerte seine Zeit, bis die beiden Mannschaften richtig ins Spiel fanden. Obwohl in nicht rund zwei Wochen die Liga startet, vermisste man die nötige Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Die Keeper konnten sich nicht auszeichnen; die Stürmer sich nicht anbieten.
Die Hälfte der Zeit war schon vorüber, als die Alemannen das erste Mal vor das gegnerische Tor kam. Doch der Abschluss war genau so bedauernswert wie das gesamte Offensivspiel der Schwarz-Gelben.
Lange sah sich Coach Hyballa diese "Flaute" nicht an; nach 37 Minuten verließ Reinhold Yabo das Feld und machte Platz für die Verstärkung von den Amateuren, Narciso Lubasa.
Doch auch der Wechsel brachte nicht die gewünschten Effekte, war es nun vielmehr die Fortuna, die den Zug in Richtung Alemannentor gefunden hatte. Die Flanke des Ex-Aacheners Sascha Dum in den Strafraum der Tivoli Kicker konnte von Olajengbesi noch entschärft werden.

Es sah alles nach einem Elfmeterschießen im ersten Spiel des Tages aus, was immer dann stattfand, wenn nach 45 Minuten regulär kein Sieger ermittelt werden konnte.

Doch soweit sollte es gar nicht erst kommen. Mit dem Schlusspfiff musste David Hohs das erste und einzige Mal hinter sich greifen.
Kruse hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und dann nicht schwach auf Hohs' Kasten geschossen. Den Abpraller verwandelte Adriano Grimaldi unhaltbar aus kurzer Distanz zum 1:0 Entstand.

Mit gesenkten Köpfen zogen die Schwarz-Gelben in die lange Pause ein, in welcher die Fortuna auf Borussia Mönchengladbach stieß.
Während die Hyballa-Elf auf der Tribüne Platz nahm, sorgten die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt für die frühzeitige Entscheidung um Platz Eins, indem sie die Borussia nach torlosen 45 Minuten im Elfmeterschießen bezwangen.

Die letzte Partie an diesem Abend entschied also um Platz Zwei und Drei im diesjährigen Derby Cup. Gegen den Erstligisten aus Gladbach fuhr Hyballa diesmal größere Geschosse, im Vergleich zum Spiel gegen den Ligakonkurrenten aus Düsseldorf veränderte der Coach seine Elf auf nahezu allen Positionen.
Zwischen den weißen Pfosten kam in der zweiten Partie Boy Waterman zum Zug. Die Viererkette setzte sich aus Jonas Strifler, Tobias Feisthammel und Seyi Olajengbesi in der Innenverteidigung, sowie Shervin Radjabali-Fardi auf Links zusammen. Bas Sibum setzte Hyballa erneut auf die Sechs. Über die Außen kamen in Runde Zwei Manuel Junglas und Alper Uludag, Ray Yabo agierte auf der Zehn. Marco Stiepermann markierte Kapitän Auers neuen Sturmpartner.

Die großen Veränderungen trugen schnell Früchte: das Offensivspiel der Alemannia zeigte sich von einer sonnigen Seite. Stiepermann hatte zu Anfang die größten Chancen, das nötige Zielwasser hatte die Leihgabe allerdings nicht getrunken.
Das Spiel fand nun weites gehend in der Hälfte der Gladbacher statt, weil die Alemannia diese kaum zum Zug kommen ließ. Während das Kurzpassspiel der Alemannia sehr überzeugte und sie somit zu immer gefährlicheren Torchancen kamen, wussten sich die Gladbacher nur aus der Distanz zu helfen.
Die Alemannia sorgte im kompletten Spiel für stärkere Torgefährlichkeit, doch nach 45 Minuten war die Kugel nicht einmal im Netz gelandet; weder bei den Borussen, noch bei den Kickern aus der Kaiserstadt. Es folgte das zweite Elfmeterschießen dieses Abends.

Drei Schützen hatte die Elf der abgelaufenen Halbzeit zu nominieren, Boy Waterman war neben Auer, Stiepermann und Junglas der einzige, imVorhinein gesetzte Hoffnungsträger. Als alle Schützen einmal angetreten waren, leuchtete auf der Videowand immer noch ein Remis auf, Leckie und Junglas hatten jeweils einen Treffer vergeben. 
Letzterer war es, der für die Borussen wenig später den Platz hinter Sieger Düsseldorf sicherte, indem er auch im zweiten Strafstoß an Keeper Heimeroth scheiterte. Damit belegte die Alemannia im zweiten Derby Cup mit keinem gewonnen Spiel den letzten (3.) Platz.