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You don't hate the last-place team

Eintracht: "Wir steigen auf und ihr steigt ab!"


Mal fällt es mir als Blogger schwer, mal weniger schwer, über das zu schreiben, was ich am Spieltag fühle und erlebe. Nach den Ereignissen des vergangenen Montags ist dieser Post schnell in die richtige Spalte eingeordnet. Durch die Niederlage gegen den jetztigen Tabellenführer aus Frankfurt ist der Abstieg des Kultklubs nahezu besiegelt. Nur mit Hilfe der Konkurrenz könnte der Relegationsplatz noch erreicht werden, wobei man dabei von zwei Niederlagen des KSCs sowie mindestens einem Sieg des FC Hansa Rostocks auszugehen hat. Verpflichtend wäre unter anderem, dass die Alemannia ihre letzten beiden Spiele beide gewinnt. 

Die Chancen stehen also schlecht für den Traditionsverein, dessen Fans sich langsam aber sicher mit dem Abstieg in Liga Drei abgefunden haben. Doch ausgerechnet da, wo man es am ehesten erwartet hätte, sieht man es nicht ein, von Dingen abzusehen, die offensichtlich keinen Erfolg bringen.
"Ich glaube immer noch an den Klassenerhalt.", sagt zum Beispiel Manager Meijer, ziemlich naiv, kurz nach der Partie, die sich als fünfzehnte aller Niederlagen in dieser Saison in die Liste einreiht. Wirklich abkaufen kann man dem Mann, der an der momentanen sportlichen Lage einen ziemlich großen Anteil hat, diese Aussage nur schwer. Vor allem nach den Enthüllungen der Aachener Zeitung am heutigen Mittwoch ist der Holländer bei vielen Anhängern unten durch, seinen Rücktritt forden sie fast alle – ganz gleich ob direkt heute oder erst nach den finalen Endspielen zuhause und in München.
Denn Meijer konnte nicht loslassen. Er setzte den entscheidenen Männern stets eine neue Gnadenfrist, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen; hielt an ihnen fest und sah nicht ein, dass sie dem Verein womöglich viel mehr schadeten, als sie ihm Gutes taten. Laut Aussagen der Presse war Meijer nicht verständnisvoll, gab Spielern keine Chance, auf ihn zuzukommen – suchte keine Gespräche, ließ einfach geschehen; die Alemannia ins Unheil abdriften.

Und da ist sie nun fast angekommen – im Unheil Liga 3, die am Montag abermals an die Tore des Tivolis anklopfte. Es ist nahezu irrelevant, wie das eigentliche Spiel verlief, blickt man alleinig auf das Geschehen danach. Denn eine 0:3 Niederlage vor zahlreich erschienenem Publikum kann man getrost so im Raum stehen lassen. Eintracht Frankfurt feierte nämlich nicht nur ihren mehrmaligen Torschützen Idrissou sondern auch den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga – lauthals, im fremden Stadion, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Gegner aus Hessen provozierte nicht nur einen riesigen Polizeieinsatz sondern produzierte sogleich einen Schaden in Höhe von 75.000€.
Respektlos stürmten die Fans des Spitzenreiters das Feld, demolierten, was ihnen in die Quere kam. Dass auf der anderen Seite ein Verein gerade in die Knie ging – ja, schon auf dem Boden lag – war nicht von Bedeutung. Man trat ihn vielmehr noch mit Füßen, beschimpfte ihn, als hätte er ein Verbrechen begangen – hasste ihn, obwohl es an ihm nichts mehr zu hassen gab. Denn er war lediglich der Tabellenletzte, der mit seinem Handeln nur sich selbst schadete. Als Konsequenz muss er nun aller Wahrscheinlichkeit den Weg nach unten antreten – und der wird gewiss nicht leicht werden.

Nur mithilfe von uns – den Fans des TSV Alemannia Aachen – kann dieser Schritt auch gewagt werden. Ohne die Unterstützung und den Zusammenhalt auf den Rängen kann die Alemannia dort unten nicht bestehen. Und auch die letzten beiden Spiele – zuhause gegen den Karlsruher SC (Sonntag, 29.04.12, 13:30 Uhr) und am 34. Spieltag in München (Sonntag, 06.05.12, 13:30 Uhr) – würden für das Team ohne ihre Anhänger zu einer Hollenquäl werden.
Laut Verein möchte man das Unmögliche schaffen, ein kleines Wunder bewirken, indem man durch zwei Siege in Folge doch noch die Klasse hält. Auch wenn wir nicht mehr daran glauben sollten wir zumindest für die Alemannia da sein und sie unterstützen. Denn nur gemeinsam sind wir stark. Und unser Verein braucht uns jetzt – und das mehr als je zuvor!

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Rechnung: Klassenerhalt

Das Spiel ist aus. Der Karlsruher SC gewinnt mit 2:0 im Wildparkstadion und lässt damit nicht nur die Erstligaträume des Gegners, dem Aufstiegsaspiranten aus Paderborn, eiskalt zerplatzen. Denn mit dem Erreichen der 30-Punkte-Marke haben die Blau-Weißen die Messlatte so hoch gelegt, dass es für Alemannia schwer wird, sie noch zu erreichen. 
Denn Schwarz-Gelb ziert seit Wochen Tabellenplatz 18, hat mit gerade einmal 25 Punkten schon ganze fünf Punkte Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz, auf den Karlsruher SC, die zu allem Überschuss am nächsten Wochenende auch noch zum Tivoli reisen.

Es wäre das Duell im Kampf um den Klassenerhalt, vorausgesetzt die Alemannia verkürzt den Rückstand auf den übernächsten Gegner am Montagabend auf zwei Punkte. Dann nämlich hätte sie die Chance, bei einem Sieg über den KSC, sich den Relegationsplatz unter den Nagel zu reißen. Und das am vorletzten Spieltag!
Doch bevor man sich in der Soers mit den Sportclub aus Karlsruhe beschäftigen kann, steht zunächst ein Gegner ganz anderer Klasse vor der Tür: Die Eintracht aus Frankfurt!
Der Aufstiegskanidat ziert mit 65 Punkten zur Zeit den zweiten Tabellenplatz, ist durch die Niederlage von Union Berlin mit zwei Siegen der Fortuna in Folge noch einholbar und somit nicht direkt aufgestiegen.

Der Elf von Trainer Armin Veh würde ein Unentschieden am Tivoli reichen, um nach Greuther Fürth als zweiter, direkter Aufstieger in Liga 1 festzustehen. Mit einer Punkteteilung könnte der Gastgeber allerdings alles andere als zufrieden sein. Dann nämlich müsste man darauf vertrauen, dass die Gegner in ihren letzten beiden Partien patzen und man selbst nicht nur zuhause gegen den Karlsruher SC sondern auch zuletzt bei den Münchener Löwen als Sieger vom Platz geht. 
Viel gerechnet wird rund um den Tivoli, denn so knapp, wie in diesem Jahr, war es sowohl im Aufstiegs- als auch im Abstiegsrennen zuvor noch nie! Alle drei Abstiegsfavoriten hätten durch das Remis zwischen Aue und Dynamo Dresden noch die Chance, bei überaus glücklichen Spielen aller anderen Beteiligten nicht nur dem direkten Abstieg zu entgehen: Auch ein direkter Verbleib in Liga Zwei wäre rechnerisch noch möglich.


Rechenbeispiele gibt es zu Genüge, doch nun müssen diesen entsprechende Taten folgen; Taten in Folgen von Toren, die im Anschluss die wichtigen Punkte mit sich bringen – oder zumindest mit sich bringen sollten. Denn dass gute Leistung nicht grundsätzlich für Erfolg oder gar erfolgsbringende Punkte steht, musste das Team von Neu-Coach Ralf Aussem am vergangenen Samstag erfahren. Beim Lokalrivalen aus Duisburg kassierte man einen herben Rückschlag, verlor nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sondern auch fast zwei Stammspieler für die letzten drei Spiele dieser Saison. Denn neben Aimen Demai, der schon kurz nach dem Wiederanpfiff in der Schauinslandreisen-Arena das Feld verlassen musste, bangte man auch um Stammtorhüter Boy Waterman. Der Niederländer war zwanzig Minuten vor Schlusspfiff in einem Zweikampf zu Boden gegangen und verließ anschließend humpelnd das Feld. Unter der Woche gab es Entwarnung: Sowohl Demai als auch Waterman steht einem Einsatz am Montag nichts im Wege. Und auch Kevin Kratz ist vollkommen genesen, kann wieder vollständig an allen Trainingseinheiten teilnehmen und wird dem Team, ebenfalls wie Kim Falkenberg (Schonung aufgrund von Adduktorenproblemen), wieder zur Verfügung stehen. Alper Uludag hat seine Gelbsperre abgesessen und ist abenfalls wieder einplanbar!

Neben den personellen Verbesserungen zum Spiel gegen die Frankfurter Eintracht bahnt sich auch auf den Rängen eine Steigerung an. Laut Alemannia sollen bislang über 20.000 Karten verkauft sein. Mit bis zu weiteren 5.000 rechnet der Verein, die ihr Team im Kampf um den Klassenerhalt nicht hängen lassen. Die weiter kämpfen, weiter rechnen – ihrer Mannschaft zum Sieg verhelfen sollen. Alle zusamman – für Alemannia!

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Hoffnung ist kein Kochrezept


Unter einem "angenehmen Fußballsonntag" versteht ein Großteil der Schwarz-Gelben Anhänger wohl eher, zu Hause vor Kamin und Fernseher zu sitzen, anstatt sich schon am frühen Morgen, in klirrender Kälte, in Richtung Spielstätte zu begeben; schon gar nicht dann, wenn diese rund 260 Kilometer von der Heimat entfernt liegt.
Trotz alledem waren auf der Autobahn in Richtung Frankfurt am Main unzählige Aachener unterwegs, unschlüssig, vielleicht, ob sich das Ganze auch wirklich lohnen würde. Traf ihre Alemannia schließlich auf den Tabellenzweiten, den ungeschlagenen Bundesligaabsteiger, der einzig und allein das Ziel verfolgte, schnellstmöglich dahin zu gelangen, wo er hergekommen war. Vom Tabellenvorletzten wollte man sich dabei nicht in die Suppe spucken lassen.

Auch ohne Kochrezepte war sich Chefcoach Funkel sicher, den Frankfurtern ihre Suppe mächtig versalzen zu können. Hierfür vertraute der alteingesessene Fußballlehrer diesmal auf diejenigen, die in den letzten Wochen eher selten in Erscheinung getreten waren. So orderte er beispielsweise Shervin Radjabali-Fardi und Kevin Kratz (nach Leisten OP) zurück in den Kader, neben welchen auf der Ersatzbank Namen wie David Odonkor, Sergiu Radu und Marco Stiepermann Platz nahmen. 
Nicht nur die personellen Änderungen des Trainers wurden schnell sichtbar, ließ man seinen Blick einmal über die Startformation schweifen. Im neuen 3-5-2 System agierte man mit einer Dreier-Abwehrkette, die ebenfalls einen Namen enthielt, der schon länger nicht mehr in aller Munde gewesen war: Thomas Stehle. "Die Axt" sollte neben Seyi Olajengbesi und Tobias Feisthammel für eine gefestigte Defensive sorgen. 
Im defensiven Part des Mittelfelds kamen Kim Falkenberg und Timo Achenbach über Außen, während Aimen Demai die typische Sechser-Position markierte. Im offensiven Part durften Ray Yabo und Bas Sibum von Beginn an ran; Manuel Junglas bekam den Vorzug gegenüber Sergiu Radu, womit Auer in diesem seinen neuen Sturmpartner fand.


Mit einem Sieg über die Tivoli-Kicker konnte sich die Eintracht vorübergehend den Platz des Spitzenreiters sichern, womit die Motivation der Hausherren umso mehr anstieg. Aus diesem Grund war es nahezu absehbar gewesen, dass sie die Aachener mit ihrem sichern Auftreten in den ersten Minuten gänzlich beeindrucken würden. Dass dieses allerdings gleich zu einer Stockstarre der Gäste führte, in welcher diese nicht einmal einen geraden Pass über fünf Meter zu Stande brachten, hätten selbst diese nicht für möglich gehalten.
So war es kein Wunder, dass man sich als Gästefan in der Commerzbank-Arena auf etwas gefasst machen musste. 

In den frühen Anfangsminuten hatte man noch einmal durchatmen können, als der Ball das erste Mal Berührung mit dem Aachener Tornetz machte. Zwar hatten es die Hessen geschafft, das Leder über die Linie zu drücken, allerdings hatte ihnen Schiedsrichter Osmers einen Strich durch die Rechnung gemacht und den Treffer nicht gelten lassen.
Doch es war zunächst das letzte, tiefe Durchatmen, welches sich durch die Gästekurve zog. Schon wenige Minuten später hatten es die Kicker der Eintracht besser gemacht und neuerlich den Ball im Kasten der Schwarz-Gelben versenken können. Keeper Waterman hatte sich die Kugel mit links vorgelegt, um mit rechts abzustoßen, war dabei neben den Ball getreten und hatte Torschütze Idrissou somit ein leichtes Spiel gemacht; der Frankfurter musste nur noch einschieben - Waterman blieb geschlagen am Boden zurück.
Es blieb bei weitem nicht der einzige, bittere Rückschlag an diesem Tag, denn schon der nächste stand unmittelbar in den Startlöchern: Erneut war es Idrissou, der über Rechts kam und dort seelenruhig in den Strafraum flanken konnte. Über die Hereingabe des Torschützen rutschte Demai, Köhler ließ Keeper Waterman mit einem relativ unplatzierten Schuss aus 11 Metern neuerlich ziemlich alt aussehen.

Nur zwölf Minuten waren nötig gewesen, um die ersten zu den Worten "Lasst uns geh'n, bringt doch eh' nichts mehr!" zu bewegen. Die Alemannen enttäuschten auf ganzer Linie, lieferten ein Spiel ab, das sich nicht mal mehr auf Zweitliganiveau bewegte.
Kein gerader Pass fand seinen Abnehmer, setzte man sich einmal in einem Zweikampf durch, so landete das Leder schon im nächsten wieder beim Gegner. Die Alemannia machte nicht den Anschein, als wolle man den Gegentreffern in irgendeiner Weise trotzen. Hinten offen wie ein Scheunentor fand die Alemannia vorne nicht den Zug zum Tor.
Das Resultat, die Eintracht spielte befreit auf, hatte man beim Abstiegsaspiranten scheinbar nichts mehr zu verlieren, wo man doch schon so früh mit 2:0 in Führung lag.

Abgesehen von der Tatsache, dass Trainer Funkel in der Halbzeitpause zwei neue Kräfte von der Bank brachte, regte sich nichts im Aachener Spielablauf. Sergiu Radu sollte die zweiten 45 Minuten die Aachener Offensive bewegen, Shervin Radjabali-Fardi sollte noch einmal beweisen, warum er (zurecht) unter Hyballa Stammspieler gewesen war. Für die beiden neuen Kräfte durften Thomas Stehle und Bas Sibum in Hälfte Zwei die Bank wärmen.
Erst 12 Minuten vor Abpfiff der Partie erlebten die Schwarz-Gelben Anhänger ein Aufbäumen. Feisthammel war aufgerückt und schlug den Ball in den Sechszehner, wo Auer das Leder mit einem feinen Hackentrick ins rechte untere Eck beförderte. Doch die Freude der Aachener sollte nicht von langer Dauer sein, beförderten die Hessen die Kugel schon im direkten Gegenzug auf anderer Seite in den Kasten. Durch einen Schuss aus der Distanz hatte Hoffer den alten Abstand wieder hergestellt, doch die Alemannen waren bissig hinterher, wollten in den Schlussminuten unbedingt noch einmal anknüpfen.
Acht Minuten vor Schluss schlug Achenbach das Leder noch einmal in den Strafraum, wo Radu unbedrängt zum Kopfball hochging und stark verwandelte.

Nur noch einen Treffer vom Ausgleich entfernt war die Freude auf den Rängen nicht mehr in Worte zu fassen. Wo man aufgehört hatte, Stimmung zu machen, wurde jetzt wieder auf die Trommeln geschlagen und fordernde Gesänge los gelassen. "Schießt ein Tor für uns!", hallte es von der Tribüne. Das ließen sich die Schwarz-Gelben Jungs auf dem Rasen nicht zwei Mal sagen, als Demai aus gut 25 Metern einen Freistoß an's Lattenkreuz zimmerte, von wo aus der Ball an Nikolov abprallte und hinter die Linie sprang.
Was in Sachen Emotionen auf den Rängen abging war nicht in Worte zu fassen und wahrscheinlich auch nicht mit denen zu vergleichen, die man nun vor dem Fernseher empfand. Man hatte das Spiel komplett auf den Kopf gestellt, hatte die Menge doch noch jubeln lassen. Noch gut zwei Minuten waren zu spielen und man ersehnte sich schon den endgültigen Pfiff des Schiedsrichters herbei, als dieser den Frankfurtern den letzten Freistoß in der gegnerischen Hälfte zusprach.
Schwegler schickte die Kugel auf die Reise, Matmour kam im Strafraum vor jeglichem Gegenspieler zum Ball, während Keeper Waterman dem Gegenspieler mit leeren Händen entgegen lief - und ihn nicht fasste.


In Frankfurt ließen die Schwarz-Gelben ebenso drei Punkte wie jegliche Hoffnung, schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller zu entkommen, zurück. Getreu dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt" hatte man ein Spiel erst dann wirklich verloren, als es danach aussah, als würde der kleinen Sensation nichts und niemand mehr im Wege stehen. Als die Menge tobte, kein Halten mehr fand, und schlussendlich niedergeschlagen zu Boden ging.
Wo einst enthusiastische Schlachtrufe erklangen blieb beim Abpfiff nicht mehr als beängstigende Stille. Ein jeder ließ die Köpfe hängen, hatte die Sprache verloren, als der Abgrund vom Paradies nur einen Schritt entfernt war. Wohin man blickte starrte man in enttäuschte Gesichter mit leeren Blicken, ein jeder verzweifelt, gezeichnet vom Abstiegskampf, der die Alemannia mitten in der Saison nun komplett in seinen Bann gezogen hat. Und aus dem so schnell kein Ausweg mehr in Sicht ist.


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Ein kleines bisschen Sensation, bitte.


Eine Länderspielpause bedeutet für das Team von Friedhelm Funkel stets, dass es mehr Zeit zur Vorbereitung auf den nächsten Gegner gibt. Angesichts der Tatsache, dass die Alemannia am Sonntag bei Eintracht Frankfurt, dem ungeschlagenen Tabellenzweiten mit 9 Siegen aus 14 Partien, zu Gast ist, bringt die Frage auf, ob da eine trainingsintensivere Woche mehr wirklich genug war.
Wie immer nach einem spielfreien Wochenende erwarten die Alemannen gespannt die nächste Begegnung, bei der es wegen des Tabellenplatzes immer gegen den Abstieg geht.

Die Winterpause liegt nicht mehr in allzu weiter Ferne, die Alemannia verweilt seit dem ersten Spieltag durchgehend auf einem Abstiegsplatz. Nach dem Remis gegen die Duisburger Zebras hat es die Alemannia immerhin geschafft, das rote Tuch und den letzten Tabellenplatz an den FC Ingolstadt abzugeben, Aussicht auf bessere Zeiten gibt der Platzwechsel allerdings nicht. So ziert der siebzehnte Tabellenplatz auch weiterhin den Namen Alemannia Aachen - und das wird es auch weiterhin, wenn in Frankfurt am Sonntag kein kleines Wunder geschieht.
Doch die Alemannia hatte schon mehrfach gezeigt, dass ihnen dies vor allem gegen die Eintracht besonders gut gelang, erinnert man sich schließlich gerne an die letzten Partien gegen die Hessen. Nicht nur für viele Tore sorgten die Begegnungen stets (24 Stück in den letzten drei Spielen!), nach dem letzten Kick gegen die Frankfurter Eintracht konnte die Alemannia auch endlich wieder einen Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals vermelden, traf dann in der nächsten Pokal-Partie als "Herbstmeisterbesieger-Besieger" auf den Rekordmeister FC Bayern München.
Doch die Zeiten, in denen bei der Alemannia noch alles im Ruder lief, sind lange Geschichte. Als die Tivoli-Kicker das letzte Mal in Frankfurt auf die Heimmannschaft trafen, leuchtete auf der Videowand ein ähnliches Ergebnis auf, wie es das in der letzten Pokal-Partie gegeben hatte. Dieses Mal jedoch hatten die Frankfurter die Nase vorn - und trotzdem waren die Schwarz-Gelben einer Sensation nah gewesen. Bis zur 65. Spielminute hatten die Gastgeber mit 5:1 in Führung gelegen, womit man sie schon 25 Minuten vor Ende als klaren Sieger abstempelte. Doch dann geschah das, was heute bei der Alemannia noch schwerer vorstellbar ist, als es vor zwei Jahren war: Auer hatte mit seinem Doppelpack innerhalb von sieben Minuten noch einmal Mut gemacht, dann hatte Gueye in den Schlussminuten zum 5:4 verkürzt. Es waren dramatische Schlussminuten, bis der Frankfurter Selim Teber eine Minute vor Schluss auf 6:4 erhöhte. 

Eher unwahrscheinlich ist es, solche Ergebnisse auch am Sonntag vermelden zu können, kommt die Alemannia bislang schließlich insgesamt nur auf magere acht Zähler.
So wäre das Ergebnis, was man im drittletzten (der letzten Ligapartie) Spiel gegen die Eintracht erfuhr, als man noch erstklassig spielte, wohl realistischer. Mit einer 4:0 Klatsche hatte man die Aachener wieder in ihre Heimat geschickt, es waren schwere 3 Punkte, die nachher fehlten - wenige Spieltage später war der Abstieg dann vollkommen besiegelt.
Auch in diesem Jahr trifft die Alemannia spät in der Saison auf die Eintracht, ungern denkt man jetzt schon an die Rückpartie, in der ähnliches wie im Abstiegsjahr 2007 passieren könnte, wenn die Alemannia nicht endlich einen Weg aus dem finsteren Tabellenkeller findet, in dem allmählich die letzten Lichter ausgehen.
Aus 14 Partien holte die Alemannia im Gegensatz zur Eintracht nur einen Sieg, hat in Kombination mit den sechs Remis grade einmal 9 Punkte auf dem Konto. Für einen Klassenerhalt wäre dies eindeutig zu wenig.

An was es der Alemannia fehlt ist im Prinzip an einer Hand abzulesen. Punkte, Tore - die, die sie machen; die, die sie vorbereiten, und Geld,- im Grunde wäre es das.
Doch so einfach wie man diese fünf Begriffe in den Raum werfen kann ist die Lösung dieses großen Problems nicht. Um für die nötigen Punkte zu garantieren sind Tore ebenso notwendig wie jene, die dafür sorgen, dass sie überhaupt geschehen. Doch wenn es am Geld fehlt und das aktuelle Aufgebot dazu nicht im Stande ist, dann liegt ein Ergebnis in weiter Ferne.
In der vergangenen Woche hatte die Alemannia gleich zwei Wiederkömmlinge zu vermelden, die nach ihrer Verletzungspause ins Mannschaftstraining einstiegen. Während sich der Trainer kurz vor der Abreise Gedanken darüber machte, ob Kevin Kratz den Kader am Sonntag schon wieder zieren darf, wäre Anouar Hadouir, der aufgrund von Knieproblemen pausierte, noch nicht bereit für die Partie am Sonntag. So ließ Trainer Funkel offen, welche Elf am Sonntag in der Commerzbank-Arena auflaufen wird, sowie neben ihm auf der Ersatzbank Platz nehmen wird. Hierbei versprach der Coach allerdings, dass es möglicherweise zu kleinen Änderungen käme; dass jene, die länger nicht mehr in Erscheinung getreten waren, vielleicht am Sonntag ihre Chance wittern.

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Alemannia schafft die Pokalsensation gegen Eintracht Frankfurt

 Ein Krimi zum Jahresabschluss.

Die Partie vor vollen Rängen hatte eigentlich alles zu bieten, was man von einem spannenden Fußballkrimi erwartete. Das Flutlicht brannte auf die Köpfe der 32.160 Zuschauer, die Tabak-Original-Tribüne war vom S-Block aus aufgrund des tiefstehenden Nebels kaum zu erkennen und wenn man beobachtete, unter welch einem tobendem Applaus die Alemannen empfangen wurden, konnte man schon ahnen, dass der Abend erfolgreich einschlagen würde. Nach 120 Spielminuten und einem kribbelnden Elfmeterschießen wurde diese 'Vorahnung' dann bestätigt. Erstmals seit 2007 steht die Alemannia wieder wieder im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Niemand anderes als Eintracht Frankfurt war am Mittwoch (20:30 Uhr) auf dem Tivoli zu Gast, als zum Achtelfinale des DFB-Pokals gerufen wurde. Der Jahreshöhepunkt stand für die junge Truppe um Trainer Hyballa an und erstmals seit dem Eröffnungsspiel gegen St. Pauli war die 'Hütte' wieder voll. Bevor die das Team von Peter Hyballa jedoch wieder Geschichte schreiben konnte, musste der jüngste Trainer aus Liga Eins und Zwei zwei derbe Rückschläge einstecken. Nachdem Aimen Demai offiziell mit einer Wadenzerrung abgedankt hatte, gab auch der Arzt Stiebers wenige Stunden vor dem Spiel den Ausfall seines Schützlings bekannt. Stieber hatte der Magendarmeffekt doch heftiger getroffen und konnte das Spiel somit nur von der Tribüne aus begutachten.
"Stiebi hat geheult wie ein Schlosshund.", berichtete Hyballa nach dem Spiel. "Es tat mir schon Leid für ihn. Doch jetzt muss er erstmal gesund werden."
So hatte Hyballa keine andere Wahl, als eine ähnliche Elf wie gegen Bielefeld auf den Platz zu schicken. Während David Hohs wie gewohnt zwischen den weißen Pfosten stand, bildeten Thomas Stehle, Tobias Feisthammel sowie die beiden Außenverteidiger Casper und Achenbach die Viererkette. Die blutjunge Raute im Mittelfeld setzte sich aus Kevin Kratz auf der 'Sechs', Marco Höger und Manuel Junglas auf den Außenbahnen und Tolgay Arslan hinter den Spitzen um Kapitän Auer und Babacar Gueye zusammen. Den Kader komplettierten neben den A-Jugendspielern Patrizio Frau, Daniel Engelbrecht, Andreas Korte und Sebastian Jansen die Profis Juvhel Tsoumou und Henrik Ojamaa.

Gerade als der tiefstehende Nebel abgezogen war und man wieder eine recht freie Sicht auf den Spielbetrieb bekam, zündeten die Frankfurter im Gästeblock eine Rauchbombe, welche die Anfangsminuten etwas überschattete. Dennoch ging es munter zu am Tivoli: Auer hatte schon früh die ersten Möglichkeiten zum Führungstreffer und auch auf der Gegenseite machte man ordentlich Druck. Meier hatte per Kopfball ebenfalls den Führungstreffer auf dem Fuß (3.), fand jedoch ebenfalls wie Gekas (8.) in Keeper Hohs seinen Meister.

Wenige Minuten später wurde den Alemannen dann von Schiedsrichter Weiner gewissermaßen unter die Arme gegriffen. Nachdem Gueye im Sechszehner von Schwegler von den Beinen gerissen wurde, zögerte Weiner nicht lange, zückte den roten Karton und zeigte gerechtfertigt auf den Punkt. Ein Geschenk des Himmels für die Alemannia. Doch wie der Mann neben mir wie einst Victor von Scheffel folgerichtig titelte 'Es hat wohl nicht sollen sein'; denn als Marco Höger zum fälligen Strafstoß antrat wählte der Elfmeter-Schütze die selbe Ecke wie Keeper Fährmann und vergab somit die riesen Chance zur Führung (15.).

In Überzahl ließen sich die Tivoli-Kicker nicht schocken vom vergebenen Führungstraum und spielten die Partie munter weiter. Man hatte keine Angst vor'm 'großen Gegner', nutzte Lücken in der gut besetzten Abwehrreihe. Kratz kam über links, steckte zu auf Auer, doch der Torjäger scheiterte an Keeper Fährmann. Die Alemannen hatten klar die besseren Chancen. Doch wie man es gewohnt war in diesem turbulenten Jahr schaffte man es nicht diese zu verwerten. So wartete man vielmehr darauf, dass die Eintracht ihre Qualitäten unter Beweis setzte. Eine knappe viertel Stunde vor dem Ende der ersten Halbzeit brachte man Ansätze davon dann auch auf: Blitzschnell konterten die Rot-Schwarzen nach einer Ecke der Aachener, Jung spielte lang auf Gekas, welcher keine Mühe hatte Hohs zu umspielen - doch das Aluminium rettete für die Neon-Gelben das verdiente Remis (32.). Auch im weiteren Verlauf vor der Pause brachten die in Unterzahl spielenden Frankfurter ihre letzten Kräfte auf. Vorallem Gekas ackerte im Sechzehner der Aachener, blieb in seinen Situtationen gegen Hohs jedoch sieglos.
Wenige Minuten später rief Schiri Weiner dann zum Pausentee. Während die Alemannia auf langer Distanz ihr Revier markieren konnte, schlugen die Frankfurter von hinten zu und bereiteten den Aachener somit deutliche Schwierigkeiten.

Nach einer kurzen aber harten Kabinenansprache Hyballas schickte der junge Trainer seine Elf unverändert auf den Platz. Diese eingeschworene Elf hatte kurze Zeit später dann auch die erste große Möglichkeit im zweiten Durchgang. Auers Schuss aus 16 Metern wurde von Keeper Fährmann pariert, auf der Gegenseite musste Hohs beim Schuss von Meier nicht eingreifen.
Klare Torchancen waren in Halbzeit Zwei ebenfalls Mangelware. Nur selten schafften es die Jungs von Trainer Hyballa durch die gutstehende Abwehr der Hessen; Kratz' Ecken kamen zeitweise nicht über den ersten Pfosten raus (Hyballa: "Ich hab ihn in der Halbzeitpause hoch an die Wand gedrückt und gesagt: Wenn du noch einmal solche Standard-Situationen machst, dann hast du ein riesen Problem mit mir. Und glaub mir: Du willst kein Problem mit mir haben"), was nach knapp einer gespielten Stunde einen gutdurchgeführten Konter der Frankfurter nach sich zog und Keeper Hohs zu einer Parade zwang, dennoch malochte die Reserve-Elf weiter und gab sich in diesem Spiel 'David gegen Goliat' noch lange nicht geschlagen. Ganz im Gegenteil: Nach einer besseren Standard-Situation Kratz' vergab Casper einen platzierten Kopfball nur knapp (65.).

Schon zum Einläuten in die 'Schlussphase' konnte man beiden Teams ansehen, dass sich keiner mit einer Niederlage zufrieden geben würde. Nachdem Hyballa mit dem Wechsel Tsoumou für Gueye für den jungen Spieler einen Traum wahr machte (noch einmal gegen seinen Ex-Club, und das im Pokal, antreten zu dürfen), hatte dieser schon in der ersten Berührung mit dem Ball die Möglichkeit zur Führung, doch der Kongolese erwischte Högers Flanke nicht mehr (81.). Ein Distanzschuss Arslans war dann die letzte Szene in der zweiten Halbzeit. Da es nach 90 Minuten immer noch 0:0 zwischen den beiden Rivalen stand, leitete Schiri Weiner weiter zur Verlängerung.

Psychologisch gestärkt verteilte man sich nach dramatisch wirkender 'Pausenabsprache' auf dem Feld wieder in die eigene Hälfte; und kaum hatte man als Fan auf der Tribüne seine Augen wieder explizit auf das Spielfeld gerichtet, so erlebte man ein schieres Wunder. Der Pechvogel der ersten Halbzeit Höger machte mit einem feinen Linkschuss den verschossenen Elfmeter wieder wett und brachte die Bude wahrlich zum beben. Nach knapp 93. Minuten brachte der junge Mittelfeldakteuer seine Elf in Führung und trug somit zu einem Fast-Wunder bei. Doch wie man es bei der Alemannia ja langsam gewohnt war, schafften diese es erneut nicht, die Führung zu halten. Man setzte sich ein bisschen in den Hintergrund und schaute dem Gegner bei seinen Zügen zu. Fenin kam knapp 5 Minuten nach der Höger-Führung frei im Strafraum der Tivoli-Kicker zum Zuge und läutete so zum erneuten Remis ein (98.).
Wie die Fans ihrem Team demonstrierten, nicht aufzugeben, steckte die Hyballa-Elf den Gegentreffer gut weg und gab nun wieder Vollgas, doch die Spitzen um Auer und Tsoumou fanden nur in Fährmann ihren Meister (100.).

Nach dem Seitenwechsel schatten sich die Gäste in den Hintergrund ab. Aus Aachener Sicht wollte man das ganze noch in der Verlängerung entscheiden, die klaren Torchancen für die Neon-Gelben blieben jedoch aus. Die letzte Chance im Spielbetrieb hatten dann wiederum die Hessen: Theofanis Gekas tauchte nachdem Höger versucht hatte zu klären fast frei vor Keeper Hohs auf, der sein Team mit den Fingerspitzen ins folgende Elfmeterschießen parierte.

Nachdem Eric van der Luer schon fünf Minuten vor Ende von Coach Hyballa die Anweisung bekam, das voraussehbare Elfmeterschießen zu 'planen', bat der Trainer persönlich in der letzten Absprache vor dem großen Highlight seine Jungs zu einem Statement. Jeder seiner Akteure sollte ihm noch einmal tief in die Augen gucken ihm zu verstehen geben: "Ja, Trainer, ich mach den rein!", verriet Hyballa im Anschluss. Nachdem sich Junglas als erster Spieler voller Zuversicht als Schütze meldete, wies der übliche Elfmeter-Schütze ab - verständlich, da der junge Alemanne ja in Halbzeit eins schon einen Elfmeter vergeben hatte. Abwehrmann Achenbach wurde vielmehr zum Strafstoß gezwungen, bevor Arslan ähnlich wie Junglas seinem Trainer zusagte. Kratz bewies dann ebenfalls Teamgeist und wank dankend, ehe Abwehrchef Stehle mit den Worten "Du schießt!" ebenfalls zum Strafstoß verdonnert wurde, markierte Auer dann den fünften Schützen.

Schiri Weiner gab das Tor vor der Südtribüne als bespielbares Tor an und dann ging's auch schon los im ersten Elfmeterschießen der Alemannia seit 2004. Als erster Schütze trat Junglas an, verwandelte dann sicher zur 1:0 Führung, ehe für Frankfurt Fenin unter starkem Pfeifkonzert antrat und Hohs mit einem platzierten Schuss in den Winkel keine Chance ließ - 1:1.
Achenbach verwandelte im Anschluss dann zum 2:1, ehe Meier locker zum Punkt trabte, noch einmal ein schiefes Gesicht zum S-Block warf und dann das Leder über die Querlatte zimmerte. Arslan hatte dann die Chance die Führung auszubauen - gab Fährmann mit einem Hammer durch die Mitte keine Chance zum Halten. Der Frankfurter Caio erhöhte dann zum 3:2, ehe die Axt mit ein wenig Glück den Ball in Fährmanns Kasten setzte - den Hessen noch dran schnuppern lassend, wie Stehle nach dem Spiel scherzte. Für Frankfurt musste der neu eingewechselte Amanatidis jetzt treffen - verwandelte zum 4:3. Benny Auer konnte als 5. Schütze jetzt den Sack zumachen. Der Kapitän lief zum Punkt und entschied mit dem Abschluss dann das weiterkommen ins Viertelfinale. Erstmals seit 2006 erreicht die Alemannia damit die nächste Runde; stockt damit westenlich das Budget auf und beschert damit den Fans ein unglaubliches Vorweihnachtsgeschenk.
Mit dem Treffer des Kapitäns wusste man auf der Südtribüne nicht mehr wohin mit seinen Gefühlen. Während die einen begannen zu heulen oder sich die Seele aus dem Leibe krächzten, feierte man zusammen mit der Mannschaft einen hartumwogenen Kampfsieg. Nach einem weihnachtlichen 'Klinglöckchen', angestimmt von Stadionsprecher Robert Moonen und einem von den Fans angeschlagenen 'Humba', griff Höger selbst zum Mikrophon und heiterte die Fans dazu an, mit ihm zusammen in das bekannte Fanlied Kaiserstadt AC einzustimmen - eine schöne Geste, mit welcher Höger seine Verbundenheit zum Verein bewies und die Stimmung unter den 32.160 Fans noch weiter hoch. Die Bude kochte nun, man forderte das Trainerteam vor den Wall und auch die Verletzten um Stieber, Müller & Co. verdienten sich noch eine Extra-Runde. Köstlich mit anzusehen dabei war das Getanze des auf Krücken angewiesenen Deutsch-Türken Alper Uludag.

Insgesamt ein wundervoll gekrönter Abend zum Saisonfinale und Jahresabschluss. Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk an die Schwarz-Gelben Anhänger und der richtige Zeitpunkt auch für TypischLinksAussen frohe und besinnliche Feiertage zu wünschen.

Mehr Fotos: hier.

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Laufen, kämpfen und spielen bis zum Anschlag

 Hochkonzentriert ins Spiel des Jahres.

32.160 Zuschauer erwartet die Alemannia am Mittwochabend (20:30 Uhr) im ausverkauften Tivoli. Der Gegner im Achtelfinale des DFB-Pokals ist niemand geringeres als Eintracht Frankfurt, der momentane Tabellen 7. der Ersten Bundesliga. Zum ersten Mal seit der Einweihung des Tivolis (17. August 2009) gegen St. Pauli ist die neue Spielstätte der Alemannia damit wieder ausverkauft.

48 fleißigen Helfern hat man es zu verdanken, dass am morgigen Mittwoch überhaupt am Tivoli gespielt werden kann. Eis und Schnee haben in den Partien in Offenbach und Koblenz schon für Ausfälle gesorgt. Das Spiel der Alemannia wird jedoch planmäßig um 20:30 Uhr angepfiffen, erstmals seit Einweihung des neuen Tivolis vor vollem Publikum. Knapp 32.160 Zuschauer erwartet der Gastgeber zum Spiel des Jahres im Achtelfinale des DFB-Pokals. Das Spiel stände unter einem ähnlichen Stern wie die Partie gegen Mainz 05 Mitte Oktober, so Hyballa. In der zweiten Runde des DFB-Pokals hatte die Alemannia den Spitzenreiter zur Verwunderung halb Deutschlands mit 2:0 aus dem Pokal geworfen.
Etwas ähnliches wünscht man sich auch im morigen Achtelfinale. Als würde die Zahl passend gemacht worden sein, fehlen der Alemannia morgen rund 8 Stammkräfte. Neben den bekannten Verletzten um Markus Daun, Alper Uludag, Seyi Olajengbesi, Florian Müller, Nico Herzig und Thomas Zdebel wird auch Ersatzkeeper Krumpen nicht in der Lage sein, anwesend zu sein. Kurzfristig gab der Verein auch noch den möglichen Ausfall Stiebers bekannt. Der Einsatz des jungen Ungars, der schon zum Ende der letzten Woche kränkelte, ist gegen die Eintracht fraglich. "Ob er spielt oder nicht, entscheidet er selbst", sagt Hyballa. Ebenfalls wie Stiebers Auftritt ist auch der Zustand Demais noch unklar. Der 28-Jährige plagt sich weiter mit einer Wadenzerrung.

Vor dem Spiel gegen Frankfurt war heute keine besondere Motivation mehr nötig. "Ausverkauftes Stadion, wir können 30.000 Leuten und uns selbst ein wunderbares Weihnachtsgeschenk machen – mehr Motivation geht gar nicht.", hielt Auer vor der Begegnung fest. Der Goalgetter hatte in der letzten Partie gegen die Eintracht aus Frankfurt seinen letzten Doppelpack vor dem Spiel in der letzten Woche erziehlt. Beim letzten Aufeinandertreffen, ebenfalls im Pokal 2009, ging das Spiel 4:6 aus der Sicht der Aachener aus. Morgen gäbe es da also genug gut zu machen. Auer schätzt vorallem den Heimvorteil und die überragende Anzahl an Zuschauern.
Vor der Partie ergriff dann auch noch Oberhaupt Meijer das Wort. Mit Anekdoten aus vergangenen Zeiten trieb er die Jungs vom Tivoli zusätzlich an. Eine Sensation hatte der 44 Jährige damals mit seiner Truppe ebenfalls geschafft. Man erinnere sich an Klatschen gegen  1860 München, dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach - 3 damalige Bundesligsten, denen man auf dem Weg ins Pokalfinale das Licht ausgeknipst hatte. Im Pokalfinale endete die Glückssträhne der Schwarz-Gelben dann und man ging als Vizepokalsieger (nach einer 2:3 Niederlage gegen Werder Bremen) vom Platz.
Viel Reden kann Meijer zwar, wichtig jedoch zum Ende bleibt immer, was die Jungs schlussendlich auf dem Platz bringen. Morgen, und so schließt Meijer, möchte man den 30.000 Fans da draußen etwas bieten, Fußball spielen. Rundet dann perfekt ab: "Es ist immer schwierig, gegen Frankfurt zu gewinnen - aber nicht am Mittwoch."

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Der Startschuss für ein Wintermärchen?


Das Streben nach den letzten 3 Zählern.



'Den Dezember erfolgreich gestalten.', wollte man zu Anfang des Monats. Seitdem fuhr die Alemannia auch keine Niederlage mehr ein. Am morgigen Freitag, 18 Uhr, soll dieser Monat in der Liga mit einem Dreier gekrönt werden, ehe es am Mittwoch das gesamte Jahr zu krönen gilt.



Petra, das ist der Name der Deutschland momentan auf den Kopf stellt. Das weitreichende Schneechaos hat am Donnerstag Morgen auch die Pläne der Alemannia durcheinander gebracht. Statt wie geplant um 3 startete man die Abreise schon gegen 12 Uhr. Nicht ganz erfreut einen erneuten Ausfall beklagen zu müssen: Ersatztorwart Tim Krumpen meldete sich aus dem Bett heraus krank. Für den gekränkten Keeper rutscht nun Thomas Unger in den Kader. Nach einer Gelbsperre wird aller Voraussicht nach der 'Stamm-Sechser' Kevin Kratz gegen Bielefeld wieder auf dem Rasen stehen. Für Thomas Zdebel kommt ein Einsatz zu früh.

Zu Anfang der Woche hatte Trainer Hyballa eine kurzfristige Änderung als Vorbereitung auf den kommenden Gegner bekannt geben. Man sollte "den Kopf frei bekommen", "ruhig sein" vor dem großen Sturm. Kurzerhand saß mal als Alemannen Profi nach einem morgentlichen Training am Montag den Nachmittag, sowie den kompletten Dienstag dann zu Hause. Nachdem am Mittwoch noch einmal trainiert wurde, stand heute Morgen das Abschlusstraining an, ehe man um 12 Uhr in Richtung Bielefeld reiste. Wie bereits erwähnt war allein Petra die frühere Abreise schuld. Ob am morgigen Freitag Abend überhaupt gespielt werden kann, ist weiter ungewiss. Am Donnerstagmorgen setzten alle Zeichen auf Spiel. Ob sich die Lage in Bielefeld über Tag verschlechtert hat oder ob es in der Nacht zu weiteren Schneestürmen kommt ist nicht ganz sicher. Fest steht jedoch, dass die Arminia vorgesorgt hat und zur Schneeaufräumaktion eingeladen hat. Schiri Tobias Stieler wird dann Morgen endgültig festlegen, ob in der SchücoArena gespielt werden kann.

 Wer sich kurzfristig doch noch dazu enscheidet, sich in den Schnee zu trauen und nach Bielefeld zu reisen, findet an den Tageskassen an der SchücoArena noch zahlreiche Karten vor. Es werden rund 200 Schwarz-Gelbe Anhänger zum Hinrunden-Finale in Bielefeld erwartet.

Kurz nachdem die Alemannia die Liga für dieses Jahr beendet hat, trifft man am Mittwoch, 22. Dezember, im DFB-Pokal auf Eintracht Frankfurt. Beim 'Spiel des Jahres' wird der Tivoli erstmals seit Einweihung gegen St. Pauli (17. August 2009) wieder ausverkauft sein. In Aachen ist man heiß auf das Spiel, dennoch wolle man "nichts überstürzen." und sich "erstmal auf Bielefeld konzentrieren". Ob man gegen den großen Gegner aus der Bundesliga überhaupt eine Chance hat, beantwortete Co-Trainer van der Luer mit einem Schmunzeln. "Wenn wir einen guten Tag haben, können wir jeden schlagen." Dann wollen wir das mal so im Raum stehen lassen.

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Volles Haus gegen die Eintracht.


Am heutigen Montag startete der freie Vorverkauf für das DFB-Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt, welches am 22.12. am heimischen Tivoli ausgetragen wird. Nachdem Mitglieder und Dauerkarteninhaber zuvor genügend Zeit hatten, sich ihre Karten vorzeitig zu sichern, bildete das Spiel gegen den FC Augsburg (Samstag) eine optimale Trennung. Während Dauerkarteninhaber und Mitglieder vor dem Spiel ihre letzte Chance hatten, sich ihre Karten zu sichern, liefen nach dem Spiel die Tageskassen rund um den Tivoli heiß. Tausende Nichtmitglieder suchten sich die Chance des sonder Verkaufes, welcher beinhaltete, dass nach dem Spiel an den Tageskassen der Vorverkauf früher eröffnete. Schon Samstagabend waren bereits über 24.500 Tickets abgesetzt.
Am heutigen Montag, 10 Uhr, begann dann der offizielle Vorverkauf für die Pokaltickets. Wer jetzt noch keine Tickets hat, wird sich das Highlight vor dem Fernseher anschauen müssen: Innerhalb von 4 1/2 Stunden waren alle Karten ausverkauft. Während man vor den Shops schon vor 10 Uhr in Schlangen sehnlichst das Öffnen der Kassen erwartete, liefen die Server des Online-Ticketsverkaufs, sowie die Leitungen der Tickethotline, heiß. Laut Alemannia loggten sich gleich 1.000 Leute gleichzeitig ein, um die Karten online zu erwerben.
Nach der Einweihung des neuen Tivolis vor knapp 1 1/2 Jahren gegen den FC Sankt Pauli wird im Achtelfinale gegen die Eintracht aus Frankfurt das zweite Mal ein volles Haus erwartet. Man rechnet mit ca. 5.000 Gästefans. Anstoß ist am 22.12 um 20:30 Uhr.

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Kein richtiges ›Wunschlos‹

- Die Eintracht zu Gast auf dem Tivoli.

Zum 8tel Finale im DFB-Pokal empfängt die Alemannia am 21. oder 22. Dezember die Eintracht aus Frankfurt. In der gestrigen Ausgabe der Sportschau auf dem ersten spielten Nationalspielerin Alexandra Popp und Michael Ballack die Glücksfeen und zogen aus den noch verbleibenden 16 Mannschaften, die aufgeteilt in 10 Erst-, 4 Zweit- und 2 Drittligisten waren, 8 Partien. Unter diesen auch die der Aachener. Kurz vor der Winterpause empfängt man den derzeitigen Tabellen fünften am heimischen Tivoli. Auch wenn es von Fans, Spielern und Trainern zwar nicht gerade ein 'Wunschlos' gewesen ist, freut sich Coach Peter Hyballa dennoch über das Heimspiel: „Wir haben jetzt einen Erstligisten geschlagen und freuen uns auf den nächsten. Frankfurt ist gut drauf, aber bis zum Spiel sind es ja noch sieben Wochen. Wir freuen uns auf die Herausforderung.“

                  Alle Partien auf einen Blick
VfL Wolfsburg - Energie Cottbus
VfB Stuttgart - FC Bayern München
FC Augsburg - FC Schalke 04
Kickers Offenbach - 1. FC Nürnberg
1. FC Köln - MSV Duisburg
Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt
TuS Koblenz - 1. FC Kaiserslautern
TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach