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Danke, danke FC Bayern!

Alemannia kriegt zum Rettungsspiel die Hütte voll!




Wenn der Rekordmeister aus dem Süden Deutschlands zu Gast auf dem Aachener Tivoli ist, dann nur zu einem ganz besonderen Anlass. Dass es zu einem solchen je kommen würde, hatte man noch nicht für möglich gehalten, als beide Mannschaften fast auf den Tag genau vor zwei Jahren zuletzt aufeinander trafen. Denn während es beim letzten Mal um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals ging, muss die Alemannia nun erst darum kämpfen, zu jenem in den nächsten Jahren überhaupt zugelassen zu werden.
Doch mit dem Abstieg in Liga 3 vor rund einem halben Jahr kam es für Traditionsklub aus der Kaiserstadt noch dicker. Am Tivoli brach eine Zeit an, die man zwar schnell vergessen möchte, aber wohl nie vergessen kann. Denn im November des vergangenen Jahres gab die Leitung des Vereins bekannt, sich finanziell übernommen zu haben. Der Weg in die Insolvenz schien der Letzte zu sein, den der Klub noch anzutreten hatte.

Doch die Hoffnung sollte bekanntlich zuletzt sterben und so erfuhr man schon wenige Stunden nach dem Schicksalsschlag, dass der Verein einer Liquidierung entgegenwirken konnte, indem er den Spielbetrieb aufrecht erhielt - doch selbst das schien einfacher gesagt als getan.
Denn trotz sämtlicher Rettungsaktionen wurde das Geld in der Kasse von Schwarz-Gelb immer knapper. Man mistete an allen Ecken aus, führte Vertragsgespräche und kürzte das Geld aller Funktionäre am Tivoli um ein Vielfaches.
Ohne fremde Hilfe jedoch sollte sich der Verein nicht über Wasser halten können. Mitte Dezember war es der FC Bayern München, der als Erster sein Beileid bekundete und Hilfe anbot. Zu einem so genannten Rettungsspiel würde der Rekordmeister Mitte Januar am Tivoli gastieren, die Einnahmen aus dieser Partie sollten lediglich der Rettung des Vereins zugute kommen.

Was so salopp daher gesagt schien, sollte sich am heutigen Sonntagvormittag tatsächlich in die Tat umsetzen. Über 31.000 Zuschauer im Stadion und weitere tausende vor den heimischen Fernsehern sahen eine Partie, die sich wirklich sehen lassen konnte.
Während der FC Bayern München trotz Ligaspiel am gestrigen Samstag mit Topstars wie Robben, Dante und Gómez auflief, war man auf Aachener Seiten bemüht, die Lücken all jener zu stopfen, die den Verein in dieser Notlage verlassen hatten. Denn neben Kapitän Albert Streit sahen auch Fabian Baumgärtel, Kristoffer Andersen und Christian Weber sich nicht dazu verpflichtet, den Verein in schweren Zeiten zu unterstützen.

So bot sich den Akteure aus der U23-Mannschaft der Alemannia erstmals die Gelegenheit, sich im Profigeschäft zu etablieren. Neben Keeper Mark Flekken, der sich seinen Einsatz mit seiner Leistung bei Viktoria Köln in der vergangenen Woche redlich verdient hatte, schaffte es auch Sasa Strujic ins Anfangsaufgebot von Schwarz-Gelb. Der 21-Jährige, der für die erste Mannschaft der Tivoli-Kicker noch nie auf dem Platz gestanden hatte, ersetzte bei seinem Debüt Fabian Baumgärtel auf der Position des linken Außenverteidigers. Damit komplettierte er die Viererkette um Sascha Herröder, Ex-Münchener Mario Erb und Timo Brauer. Kapitän Kai Schwertfeger bildete zusammen mit Neuzugang Murakami die Doppelsechs, während Oguzhan Kefkir und Sascha Marquet über die Außen kamen. Timmy Thiele markierte Alemannias einzige Spitze im Match gegen den Rekordmeister.

Der Eisregen hatte pausiert, als am Tivoli der Startschuss zur Rettungspartie fiel, doch das Thermometer zeigte noch immer Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt an. Doch die klimatischen Verhältnisse hinderten das Team aus der Kaiserstadt nicht daran, von Anfang an Gas zu geben. So gehörten die Anfangsminuten klar ihnen, auch wenn der FC Bayern ihnen es schwer machte, den Weg durch ihre gutbesetzte Abwehrreihe zu finden. 
Von Erfurcht vor dem großen Gegner war in keinem Fall die Rede. Frech, wie sie war, fand die Alemannia in Persona Murakami und Leipertz immer wieder den Zug zum Tor, bis dieser nach rund vierzehn Minuten endlich seine Endstation in ihm haben sollte. Nach einem Traumpass von Leipertz auf Thiele konnten die weit aufgerückten Bayern nur zusehen, wie der Ex-Schalker frei auf Keeper Starke zu sprintete - und das Leder mit einem feinen Lupfer schlussendlich hinter ihm im Tor versenkte.

Den frühen Gegentreffer wollte der Rekordmeister nicht auf sich sitzen lassen und trat sofort zum direkten Gegenzug an, doch sowohl Mario Gómez als auch Arjen Robben fanden im Strafraum der Gastgeber in Schlussmann Flekken ihren Meister.
Der Neunzehnjährige Niederländer im Kasten von Schwarz-Gelb machte seine Sache gut, hielt hinten die Null, während sich vorne um den zweiten Treffer bemüht wurde. Doch seine Mannschaftkollegen sollten das Glück nicht auf ihrer Seite haben. Im Mittelfeld ging das Leder verloren und landete auf direktem Wege bei Mario Gomez, der 20 Meter vor dem Kasten frei zum Schuss kam - und gnadenlos versenkte.

Während sich die Alemannia bemühte, mit vielen Chancen zum Torerfolg zu kommen, genügten den Weltstars auf der anderen Seite gerade einmal ein paar wenige. Doch trotz des Klassenunterschiedes wollte Schwarz-Gelb sich nicht einfach kampflos geschlagen geben. Immer wieder tauchten sie deswegen brandgefährlich in Persona Kefkir und Leipertz vor dem gegnerischen Kasten auf, doch Keeper Starke blieb ein jedes Mal Sieger - ganz im Gegensatz zu Jungtalent Flekken, der in den letzten Minuten vor der Halbzeit noch einmal hinter sich greifen musste. Nach einer Ecke von Arjen Robben kam Boateng in der Mitte zum Kopfball und versenkte das Leder gnadenlos zum 2:1 Pausenstand für die Bayern.

Trainer René van Eck hatte nicht viel zu meckern in der Halbzeitansprache, dennoch nahm er sich vor, sein Team auf einigen Positionen neu zu besetzen. So stand für Keeper Flekken im zweiten Durchgang Tim Krumpen zwischen den Pfosten. Für den Japaner Murakami kam Youngster Drevina, Robert Leipertz wurde durch Rafael Garcia aus der U23 ersetzt. Die beiden Flügel wurden in Halbzeit zwei von Marcel Heller und Florian Müller neu besetzt. 
Trotz der vielen Wechsel konnte die Alemannia an ihre gute Leistung in Halbzeit Eins anknüpfen und machte dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Das Team aus der Soers spielte munter nach vorne, während der Rekordmeister seine Antriebskraft in den ersten Minuten in der Kabine vergessen zu haben schien. Trotz alledem war es ein Wunder, dass Schwarz-Gelb, wie in Hälfte Eins, in den Anfangsminuten erneut ein Zeichen setzen konnte und die Gäste aus Bayern mit dem nächsten Treffer überraschen konnte. Nach einem schönen Zuspiel von Heller netzte Kai Schwertfeger eiskalt zum 2:2 ein.

Der Tivoli tobte, das Team aus der Kaiserstadt, das zwei reguläre Tore in einem Spiel vor dem Sieg gegen Bielefeld zuletzt Anfang Oktober geschossen hatte, schien wie ausgewechselt.
Auswechseln - das tat auch Trainer van Eck im direkten Gegenzug. Der Holländer ersetzte Timo Brauer durch Robert Wilschrey und den atemberaubenden Mario Erb durch Dario Schumacher. Timmy Thiele, der den Bayern den ersten Gegentreffer des Jahres 2013 beschert hatte, musste für Torjäger Denis Pozder weichen. Und auch Daniel Hofmann durfte wieder einmal die Schuhe für den A-Kader schnüren. Er ersetzte Debütant Strujic ab Minute 67.
Während die Kräfte auf Seiten der Alemannia zu schwächen begannen, schien der FC Bayern München erst richtig aufzudrehen. In bester Besetzung stürmten die Kicker aus München nun gegen Alemannias verstärkte Zweitbesetzung - und ließen diese gegen Ende gnadenlos unter gehen. Arjen Robben machte mit einem feinen Distanzschuss den Anfang und netzte Anfang der siebzigsten Minute zum 3:2 ein. Keine 180 Sekunden später war es ebenfalls Robben, der Tim Krumpen im Kasten der Alemannia ziemlich alt aussehen ließ. Mario Gomez machte den Schlussspurt der Bayern wenige Sekunden später perfekt, als er aus wenigen Metern zum 5:2 Endstand einschob.

Denn nach neunzig Minuten war Schluss. Der Rekordmeister ließ auch im Testspiel am Tivoli nichts anbrennen und siegte verdient, doch unter'm Strich bleibt das Ergebnis nur zweitrangig. Denn der Hauptgrund, warum der Tabellenführer der Bundesliga in der Kaiserstadt gastierte, war, den Traditionsklub am Leben zu erhalten. 
So gibt es schlussendlich nur noch eins zu sagen: Danke, danke FC Bayern! Für Einnahmen im geschätzten Wert von 600.000 Euro, ein klasse Spiel am Tivoli und ein solch großes Maß an Solidarität!

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Ein Klub mit vielen Facetten

Alemannia empfängt zum Rettungsspiel den FC Bayern München


Der FC Bayern München ist ein Verein, dem von vielen Seiten nichts Gutes zugesprochen wird, sei es Arroganz und Überheblichkeit oder auch einfach die verlorene Vorstellung, wie mit Geld richtig umgegangen wird. Doch in einer Hinsicht kann selbst dem Kritischsten noch etwas Positives abgewonnen werden: Die Solidarität und Bereitschaft, zu helfen, wo Not am Mann ist.

Als die Alemannia Ende November den schweren Schritt in die Insolvenz antreten musste und die Zahlen offen auf den Tisch gelegt wurden, graute es dem ein oder anderen schon beim alleinigen Anblick. Der Verein ergriff sogleich drastische Maßnahmen, entließ Geschäftsführer Kraemer und sortierte in der Geschäftsstelle aus. Man gab an, die Spielergehälter um ein vielfaches zu kürzen und spannte anschließend auch die Anhänger des Traditionsvereins in dieses gewagte Rettungsmanöver ein, von dem man selbst heute noch nicht weiß, ob es überhaupt Früchte tragen wird.
Denn ob der Spielbetrieb bis zum Ende dieser Saison aufrecht erhalten werden kann, um einer Liquidierung entgegen zu wirken, entscheiden lediglich die Finanzen - und die liegen immer noch nicht wieder im grünen Bereich.

Um die weitere Existenz des Klubs zu garantieren vermeldete der FC Bayern München deswegen Mitte Dezember, der Alemannia finanziell unter die Arme greifen zu wollen. Man einigte sich auf ein Testspiel im Aachener Tivoli, das am 20. Januar ausgetragen werden sollte und dessen Einnahmen vollständig der Rettung des Vereins zu Gute kommen sollten. Eine Aktion, die viele Anhänger von Schwarz-Gelb rührte und zu großen Dankesreden veranlasste.

Wenn der Rekordmeister nun also am Sonntag, 13:30 Uhr, auf dem Tivoli gastiert, wird die Hütte voll werden. Laut Alemannia sei das Spiel beinahe ausverkauft.
Neben den Einnahmen aus verkauften Eintrittskarten und Sonstigem versteigert der Verein zurzeit zusätzlich einen Platz auf der Trainerbank sowie die Möglichkeit, in der ersten oder zweiten Halbzeit den Anstoß durchzuführen und mit den Mannschaften einzulaufen. Alle drei Auktionen enden am frühen Freitagabend und kommen ebenfalls der Sanierung und Aufrechterhaltung des Klubs zu Gute.

In der Euphorie vor dem Spiel hatte man den Anschein, als würde die gestrige Auslosung der nächsten Runde des FVM Pokals vollkommen unterzugehen drohen. Denn wie bei der gestrigen Ziehung festgelegt wurde, reist der Traditionsvervein im Viertelfinale zu Germania Windeck. Weil das Team von René van Eck einen Tag vor dem offiziellen Spieltermin jedoch noch mit einem Ligaspiel ausgestattet ist, wird der genaue Austragungstag noch festgelegt.

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"Wir sind stolz auf unser Team, Alemannia!"

Große Euphorie überschattete am Mittwochabend die glasklaren Fakten, dass mit dem Rekordmeister FC Bayern ein nicht gerade “kleiner Gegner” den Tivoli passierte. In dieser Hinsicht musste die Schwarz-Gelben jedoch einen herben Rückschlag einstecken. Trotz “geiler Stimmung” uns prickelnden “Fights” der Tivoli-Kicker, kassierte man gegen die Süddeutschen eine 0:4 Klatsche. Dennoch bewiesen die Fans Zusammenhalt und Stolz: “Aber eins, aber eins, das bleibt besteh’n..”

Wochen- gar monatelang fieberte man der Partie gegen die “Lederhosenträger” nun entgegen. Nachdem man sich in einem Pokalkrimi gegen die Eintracht aus Frankfurt erst nach Elfmeterschießen zur Verwunderung halb Deutschlands in die nächste Runde des DFB Pokals geschossen hatte, folgte in der kommenden Auslosung des Viertelfinales der nächste Knaller: Während man auf dem Tivoli nämlich noch den gerade errungenen Sieg - die nächste Sensation (nachdem man in Runde 2 schon den damaligen Spitzenreiter FSV Mainz 05 aus dem Pokal geschmissen hatte) - noch feierte, loste man der Alemannia zeitgleich den nächsten Gegner zu. Und als hätte es Tolgay Arslan eine Vorahnung gehabt: In der nächsten Runde sollte die Alemannia tatsächlich zum dritten Mal auf den Rekordmeister treffen. “Wenn wir weiterkommen, dann spielen wir gegen die Bayern!”, sagte der Deutschtürke noch vor der Eintracht-Partie voraus - und er sollte Recht behalten.

Viel Aufwand wurde für die Begegnung gegen den den 15-fachen und amtierenden DFB-Pokalsieger betrieben. Am Mittwochabend war es dann soweit. Nach den Sensationssiegen der Jahre 2004 und 2006 sollte im Jahr 2011 nun der dritte Streich folgen.
Nach dem 4:2 Erfolg über den Karlsruher SC am vergangenen Samstag stimmten sich die Fans schon einmal gesanglich auf das kommende Highlight ein: “Zieht den Bayern die Lederhosen aus, Lederhosen aus..”
Hyballa legte trotz der riesigen Euphorie wert darauf, ruhig und konzentriert ins Spiel zu gehen, sich seiner Spielidee treu zu bleiben. Offensiv, Lücken füllen, den Bayern keine Räume bieten. Viel Vorhaben, was sich in der Aufstellung dann auch widerspiegeln sollte. Großartige Veränderungen hatte Hyballa nicht angekündigt. So war es keine Verwunderung, dass auch gegen die Bayern eine ähnliche Elf wie in der Liga auf dem Platz stände. So begann man in der Viererkette wie gewohnt mit Thomas Stehle und Tobias Feisthammel,  sowie Aimen Demai und Timo Achenbach auf den Außenbahnen.  Auf der  “Sechs” ersetze Manuel Junglas den angeschlagenen Kevin Kratz. Über die Außenbahnen kamen Neuzugang Shervin Radjabali-Fardi und Marco Höger. Vor den Spitzen agierte wie gewohnt Tolgay Arslan. Stieber markierte Torjäger Auers Sturmpartner. Zwischen den Pfosten begann David Hohs.

Die Vorfreude auf die Partie war spürbar. Jeder freute sich seit Wochen auf diese Partie, sodass die Stimmung kurz vorm Start zu explodieren schien. Die 4 Amigos waren  zu Gast und hatten Lieder wie “Aber eins” und “Der Zwöllefde Mann” im Gepäck, abrunden tat das ganze die Choreografie zum Einlauf.
Von Anfang an war dann auch zu sehen, dass die große Euphorie an Spielern und Funktionären nicht einfach abgeblitzt war. Die Tivoli-Kicker rannten und rannten, erkämpften sich die Bälle früh, schienen im Abschluss jedoch leicht nervös. So konnte man beispielsweise beobachten, wie in den Anfangsminuten rasche Bälle gleich einmal im Aus landeten.

Auf der anderen Seite lief es für die Bayern natürlich besser. Sie waren klar besser besetzt, hatten starke Einzelspieler. Die Alemannia versuchte zwar, ihre Lücken dicht zu machen, stand jedoch einfach zu weit hinten drin.
Torjäger Auer gebührte die einzige Chance in den Anfangsminuten, doch durch Arslan bedient setzte Auer das Leder knapp neben den linken Pfosten.

Wenige Minuten später sollte Bayerns Überlegenheit auch im Ergebnis sichtbar werden. Nach einer gut herein gebrachten Flanke kam das Leder zu Mario Gomez, der mit einem platzierten Kopfball Hohs keine Chance ließ (26.).
Nach dem Führungstreffer machten die Bayern da weiter, wo sie aufgehört hatten. Überdachte, klare Spielzüge, die den Alemannen sichtbare Schwierigkeiten bereiteten. Dass sie selbst jedoch auch mehr konnten, als nur hinten drin zu stehen und zu zugucken, bewies man 5 Minuten später.  Doch Auer wurde am Torschuss gehindert und unsanft im Strafraum zu Boden gebracht - Schir Weiner zeigte zur Verwunderung nicht auf den Punkt und ließ weiterspielen. Fälschlicherweise, denn, so belegen Aufnahmen, hätte dieser Sturz einen Elfmeter nach sich ziehen müssen. Hohs wurde in der verbleibenden ersten Hälfte nur noch von Gomez geprüft. In diesem Duell blieb der Schwarz-Gelbe Keeper jedoch Sieger, musste jedoch nach knapp 45 Minuten mit einem Gegentreffer zum Pausentee schreiten.

Sichtliche Unruhe fand man im Spiel wieder. Nicht jeden Tag passierte der große Rekordmeister die Spielstätte der Alemannia - wohl mit einer der Faktoren, der die “jungen Wilden” in Unkonzentration brachte.
Die Bayern waren auch in Hälfte zwei klar überlegen. Alemannia trotzte, störte früh und ließ den Rot-Blauen wenig Schussmöglichkeit. Nach knapp 10 Minuten im zweiten Durchgang schien Stürmer Mario Gomez weiter unermüdet, tauchte erneut vor Hohs’ Tor auf, sein Ball fand jedoch nicht den Weg in des Keepers Kasten (54.).

Die Reaktion auf das “schwache” Spiel der Alemannia brachte Hyballa, nachdem knapp eine Stunde gespielt war. Der junge Radjabli-Fardi wurde rausgenommen, brachte noch mehr Unruhe ins Spiel, als sie so schon war, und brachte für ihn den bislang angeschlagenen Kevin Kratz. Über links sollte der Leverkusener Druck machen.
Mit der Einwechslung des sonstigen “Sechsers” überwand man ein bisschen diesen Respekt vor dem großen Gegner und tauchte nach langer Zeit wieder vor des Gegners Tor auf. Nach einer Stieber Ecke hatte Tobias Feisthammel die riesen Chance zum Ausgleich, Butt parierte auf der Linie.

Das Spíel wurde jetzt schneller. Beide Mannschaften drückten auf das nächste Tor. Obwohl die Bayern dem nächsten Treffer näher schienen als die Alemannia dem Ausgleich, machten die Schwarz-Gelben weiter Druck. Demai und Auer scheiterten jedoch in Keeper Butt
Um das Spiel der Alemannia noch offensiver zu gestalten, brachte Trainer Hyballa nach 73. Minuten Radu für Arslan. Zeitgleich wechselte man auch auf Bayern-Seite: Louis van Gaal brachte Robben für Altintop und entschied damit genau richtig - jedenfalls was sein Team und dessen Sieg betraf. Denn kaum hatte Robben auch nur das Spielfeld betreten, da erhöhten die Gäste ihre Führung zum 2:0: Müller kam unbeobachtet zum Schuss und ließ Hohs

Völlig in Trance gesetzt konnten die Bayern jetzt ihr Spiel machen. Nur wenige Minuten nach der erhöhten Führung tauchte der Torschütze Müller erneut vor Hohs Kasten auf, setzte sich gekonnt durch die Innenverteidigung der Alemannia durch und markierte das 0:3 aus Aachener Sicht.
Zu kurz kommen sollte natürlich auch nicht der Mann, der erst eingewechselt wurde und die Torlaune der Bayern gar weckte. Kurz vor Schluss erzielte Robben selbst nach Hereingabe von Schweinsteiger das finale 4:0 (88.).
Niemals den Kopf gesenkt arbeiteten die Alemannen auch nach dem vierten Gegentreffer weiter. Sie kämpften, rannten - und doch stand nach 90 Minuten ein anderer Sieger auf dem Papier. Der deutsche Rekordmeister besiegte die Tivoli-Kicker mit 4:0 - am Ende vielleicht etwas zu hoch.

Trotzdem muss man sagen, dass sich der Abend am Tivoli (wieder einmal) gelohnt hat. Auch wenn die Alemannia den Einzug ins Halbfinale verpasst hat, blickt man mit Freude auf das Erlebnis zurück. Denn die Fans standen 90 Minuten hinter ihrem Team. Nach jedem Gegentreffer schallte ein “Kämpfen, Aachen, Kämpfen und Siegen” durch die Reihen des Gelben-Kastens und auch nach Abpfiff wurde die Mannschaft unter Gesängen wie “Mamor, Stein und Eisen bricht..” oder “Wir sind stolz auf unser Team, Alemannia” ehrenvoll verabschiedet.

Am Samstag öffnen die Tore des Tivolis dann wieder für die Liga. Zu Gast ist am 29.01. (Anstoß: 13.00 Uhr) Ligarivale Greuther Fürth. Tickets sind an allen bekannten Vorverkaufstellen zu erwerben.

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Zieht den Bayern die Lederhosen aus!


© TypischLinksAussen*  
Wenn die Alemannia im DFB-Pokal auf den Rekordmeister FC Bayern München trifft, dann lässt das die Bewohner der Kleinstadt selten kalt. Findet der Pokal-Knaller zusätzlich im Viertelfinale auf dem Tivoli statt, so steigt die Vorfreude seit Kundgebung bei der Auslosung stetig. Gerne erinnert man sich nämlich an die Historie zwischen den beiden Clubs. Weil die Bayern auf Grund der Liga-Verschiedenheit den Tivoli selten passieren, stellen Begegnungen im Pokal immer ein kleines Highlight dar. Im Nachhinein natürlich umso mehr, wenn in solchen Partien, in dem die Rollen des Davids und des Goliaths eigentlich klar festgelegt sein müssten, die Schwarz-Gelben als Sieger vom Platz gehen. 
Ganze zwei Mal hatte man in den letzten sieben Jahren das Vergnügen, den Rekordmeister im Pokal auf dem Tivoli zu empfangen - und beide Male bezwang man dabei den großen Gegner! Nach den Spielen im Jahr 2004 und 2006 soll im Jahr 2011 nun der dritte Streich folgen.

Mit ähnlich gut besetztem Kader wie bei der letzten Sensation (20.12.2006 - 4:2) reisen die Bayern auch am Mittwoch an. Obwohl Größen wie Contento (Fraktur an der Wirbelsäule), Ribery (Knieverletzung) und van Buyten (Einsatz fraglich) fehlen werden, bleiben die Bayern der Favorit der Begegnung.
"Die Einstellung muss stimmen, darauf kommt es an.", sagt der Mann, der bei der ersten Pokal-Partie gegen die Bayern (04.02.2004) knapp 9 Minuten vor Schluss das entscheidene 2:1 geschossen hat. Jetzt ist Erik Meijer Sportdirektor und weiß seine Schützlinge auf das Spiel gut vorzubereiten.

Ähnlich wie die Fans der Tivoli-Kicker, die sich nach dem Sieg gegen den KSC (4:2) am vergangenen Samstag gesanglich schon auf den kommenden Gegner einstimmten ("Zieht den Bayern die Lederhosen aus, Lederhosen aus.."), sind auch die jungen Akteure schon Feuer und Flamme auf das kommende Highlight. Die "Straßenköter" aus Aachen besitzen mit Kräften wie Höger, Junglas, Stieber & Co. das jüngste Team der Liga. Für die Mehrzahl der Hyballa-Elf ist es also das erste Mal gegen einen so großen Gegner. Und schließlich seien es ja auch "die Besten der Besten.", so Höger. "Das ist etwas Besonderes."
Ebenfalls "besonders" sind die Rahmenbedingungen: Anstoßzeit unter Flutlicht ist um 20:30 Uhr - und das vor ausverkaufter Hütte.

Eingestellt hat man sich auf das Spiel gegen den Rekordmeister wie auf jede andere Zweitligapartie. So verzichtet man zum Beispiel auch auf eine Übernachtung im Hotel und trifft sich erst am Spieltag selbst, um sich auf das Spiel am Abend vorzubereiten. 
"Sich selbst treubleiben" möchte Hyballa. So wird es gegen die Bayern wohl nicht zu großen Veränderungen führen: "Wir werden versuchen, sie permanent unter Stress zu setzen. Wenn sie Fehler machen, sind wir da.", so Hyballa.

Auch personell wird es in den Reihen der Alemannia keine großen Veränderungen geben. Neben den bekannten Langzeitverletzten fiel bei der Partie gegen den KSC kurzfristig Kevin Kratz aus. Aufgrund einer Grippe konnte der junge Leverkusener das Spiel am Samstag nur von der Trbüne aus begutachten, ist laut Alemannia jedoch wieder im Training; ebenfalls wie Thomas Stehle, der sich im Spiel gegen den Ligarivalen eine Wadenverhärtung zugezogen hatte.

Anpfiff der Partie ist wie bereits erwähnt um 20:30 Uhr. Die Tore werden gegen 18:30 Uhr geöffnet. Die Alemannia rät eine frühe Anreise, da der neue Tivoli zum dritten Mal in seiner Geschichte wieder ausverkauft sein wird.
Schiedsrichter der Partie wird Michael Weiner sein. Ihm assistieren Norbert Grudzinski und Carsten Kadach. Vierter Offizieller ist Sönke Glindemann.


* © TypischLinksAussen in Zusammenarbeit mit Carolin Ly.

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Gelungene Generalprobe

Im akzeptabel gefüllten Tivoli kam die Alemannia am Samstag bei frostigen Temperaturen zum ersten Heimspielsieg der Saison. Gegen Ligakonkurent Karlsruhe kam man zu einem 4:2 Erfolg. Torschütze Arslan gelingt Kunstschuss - Radu entscheidet das Spiel spät.

Zum Auftakt der 3-Heimspiele-Woche am Tivoli empfing die Alemannia am Samstag den Karlruher SC. Nach der Pleite in Berlin kündigte Hyballa schon am Donnerstag eine Rege Veränderung in der Startelf an. Mehr oder weniger verstärkt wurde diese Tätigkeit durch den kurzfristigen Ausfall Kevin Kratz'. Für den "Sechser" rückte Manuel Junglas ins defensive Mittelfeld, während Marco Höger im Mittelfeld von Neuzugang Radjabali-Fardi unterstützt wurde. Der Berliner wirbelte auf der linken Außenbahn, Höger nahm seine Position auf rechts ein. Vor dem Spitzen agierte die HSV-Leihgabe Tolgay Arslan. Das Sturmduo bildeten wie gewohnt Zoltán Stieber und Benjamin Auer. In der Viererkette fand man dann die zunächst zweite und letzte Änderung vor. Aimen Demai bekam den Vorzug gegenüber Mirko Casper und rückte somit neben Thomas Stehle, Tobias Feisthammel und Timo Achenbach in die Viererkette. Im Tor stand wie üblich David Hohs.

Ganz dem Motto "Alles besser zu machen als in Berlin" getreu starteten die Alemannen frisch und locker in die Party. Knapp 19. 814 sahen in den Anfangsminuten ein schnelles Spiel der Schwarz-Gelben. Saubere Pässe, schöne Angriffe. Schnell trug diese Leistungsbereitschaft dann auch ihre Früchte: Achenbach kam über links, Stieber erwischte das Leder gradios und zimmerte den Ball aus geringer Entfernung in das Tor der Karlsruher (5.).

Die Alemannia machte weiterhin Druck. Im weiteren Verlauf bewies die Alemannia jedoch keine konstante Leistung wie zum Anfang der Partie. Wenig geschockt vom frühen Führungstreffer der Schwarz-Gelben kämpften sich die Karlsruher zurück ins Spiel. Keine Viertelstunde später zeigte der Nachlass der Hyballa-Elf seine Folgen: Nach einem Standart bekam man den Ball im Strafraum nicht geklärt, Staffeldt behielt als einziger den Überblick und verwandelte gekonnt zum 1:1 (19.).

Schier kalt gelassen vom Ausgleichtreffer der Blau-Weißen knüpfte die Alemannia an die anfängliche Lauf- und Leistungsbereitschaft an. Hinter dem Spiel der Tivoli-Kicker war jetzt wieder Dampf, man zielte auf die erneute Führung. Erneut war es Stieber, der sich über den zwei Köpfe größeren Abwehrmann durchsetze und gekonnt auf Sturmpartner Auer setzte. Der hatte wenig Probleme mit dem Kopf zu seinem zehnten Saisontor einzuköpfen (22.).

Schon früh merkte man als Gast auf dem Tivoli, dass die drei Tore die man bisher gesehen hatte nicht die einzigen geblieben sein sollten. Die Alemannia hatte Spaß am Spiel, versuchte, die Gäste aus Karlsruhe in die eigene Hälfte zu drücken. In Abständen von fünf Minuten bauten die Alemannen dann ihre Führung noch weiter aus: Arslan erkämpfte sich den Ball bis zur Strafraumgrenze. Obwohl auf rechts schon der Teamkollege wartete, entschied sich Arslan für die gewagtere Variante. Erkannt, dass Keeper Robles zu weit die weiße Linie verlassen hatte setzte der Deutsch-Türke mit einem gefühlvollem Heber das Leder über den Torhüter - 3:1.

Viel zu sehen bekam man in Hälfte eins bislang. Und die Alemannen machten auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit keine Anzeichen, ihr schnelles Spiel zu stoppen. So hatten Stieber und Höger kurz vor dem Ende dieser noch einmal riesen Möglichkeiten, scheiterten in ihren Versuchen jedoch an Keeper Robles. Auf der anderen Seite bekam Keeper Hohs nicht allzuviel zu tun. So ging es für ihn fast nicht warmgeschossen nach 45 Minuten in die Kabine.

Vom Recht, auch in der Halbzeit schon auszuwechseln machte nur der Trainer des KSCs, Uwe Rapolder, gebrauch und brachte für einen Abwehrmann und einen Stürmer gleich zwei Offensivkräfte. Wirkung zeigte dies vorallem aufgrund der Tatsache, dass die Tivoli-Kicker nun überhaupt nicht das zeigten, was sie in Hälfte Eins begonnen hatten. Man ließ die Karlsruher nun kommen, setzte sich immer weiter nach hinten ab. Mit Höger und Arslan machte man Andeutungen, kam an das Niveau der Anfangsphase jedoch nicht heran.
So war es nach knapp einer Stunde dann mehr oder weniger vorauszusehen, dass die bis jetzt so alles versprechende Partie noch einige Highlights birgen würde. Denn obwohl die Alemannia eigentlich alles klargemacht haben müsste, ließen sie den Sportclub noch einmal kommen. Nach Gewurschtel im Strafraum hatte Krebs die Übersicht und schob den Ball aus 16 Meter Entfernung in die rechte untere Ecke Hohs' Kasten, schier unhaltbar für den 1,85 Mann (68.).

Die Blau-Weißen drückten in der Schlussviertelstunde noch einmal klar auf das Remis. Mit den Wechseln Hyballas, Offensivmann Cubukcu für Dribble-Künstler Arslan, sowie Neuzugang Sergiu Radu, welcher erst kurz vor der Partie zur Alemannia gestoßen war, für Auer, drückte man dagegen, und zwar auf die Entscheidung, ein 4:2. Radus höhere Laufbereitschaft im Gegensatz zu Teamkollege Auer war der Alemannia in den Schlussminuten ein wahrer Vorteil. Grade mal 5 Minuten auf dem Platz, fünf Minuten das Schwarz-Gelbe Trikot tragend machte der 33-Jährige alles klar und ließ die freudige Fanmenge im Tivoli ein viertes Mal aufjubeln: Nach einer perfekten Stieber-Flanke stand Radu in der Mitte einfach perfekt und verwandelte zum 4:2 Entstand (89.).

Nach der "Generalprobe" gegen den Karlsruher SC erwartet man am Mittwoch, 20:30 Uhr, den Rekordmeister Bayern am neuen Tivoli. Im Viertelfinale des DFB-Pokals heißt es vor ausverkaufter Hütte ein weiteres Mal alles geben. Volle Ränge wird es geben, und auch wenn die Alemannia seit knapp 2 Wochen schon keine Karten mehr in den Verkauf gab: Vor dem Spiel (Beginn heute) wird es bis Mittwoch noch einen Verkauf von 1.000 Karten bei 100,5 das Hitradio geben. Mehr Infos zum Verkauf dieser Tickets gibt es hier. Beim Kauf der im Schwarz-Handel vertickten Tickets sollte man jedoch vorsichtig sein. Die Alemannia soll dort kontrolieren, schließlich ist der Verkauf einer Karte, sowie das Erwerben dieser nicht gestattet.
Um 18:30 öffnen am Mittwoch die Tore. Die Alemannia empfiehlt eine frühe Anreise.

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Trainingslager Denia - Tag 5

Mit dem Sonnenuntergang an der Costa Blanca neigt sich die Woche im Trainingslager Denia dem Ende entgegen. Während der Flug vieler Fans und Sponsoren schon heute Abend ging, startet der Flieger der Alemannen-Profis gegen 9:25 Uhr in Richtung Düsseldorf. Der Materialbus, gefahren von Zeugwart Mohammed Hadidi in Begleitung der beiden Fans Jürgen Dieners und Matthias Möller, trat die weite Reise in die Heimat ebenfalls gegen Abend an. Knapp 2.000 km gilt es nun zu bewältigen: An der Ostküste Spaniens entlang durchquert man Frankreich und wird aller Voraussicht nach Sonntag in der Früh den Tivoli erreichen - eine Tour, welche die Drei nun ein zweites Mal auf sich nehmen. Am Neujahrsmorgen hatte man Reise in den Süden ein erstes Mal bestritten. Eine zu würdigende Tat, mit welcher die Alemannia rund 10.000 Euro Transportkosten für Trikots, Bälle und sonstiges Material spart.

Viel zu erzählen gibt es am Abschlusstag in Denia nicht mehr. Während die einen schon längst ihre Sachen gepackt haben, trainierte das Team von Peter Hyballa auch am Freitag noch kräftig weiter. 
"Macht doch mal Schluss hier.", hörte man von Ex-Kollege Sascha Rösler einige Male über die Tribüne brüllen. Die ganze Woche über war der 33-Jährige ein oftgesehener Zaungast - im Schlepptau seine ausgepowerten Fortunen. Während dessen (später begonnenes) Training bereits ein Ende gefunden hatte, hörte man das Trainerteam der Tivoli-Kicker auch nach 2 1/2 Stunden noch Ansagen über das Feld verteilen. "Da bin ich froh, dass ich da nicht mehr mithalten muss.", scherzte der Offensivspieler, welcher in der Zeit von 2005-2007 bei der Alemannia unter Vertrag stand. 

Ein recht positives Fazit ziehen alle Beteiligten aus der vergangenen Woche; möchten nach einem Trainingsfreien Sonntag am Montag (10:00 und 15:00 Training am Tivoli) daran anknüpfen, ehe am Freitag (14.01.) das erste Ligaspiel der Rückrunde gegen Union Berlin ansteht.
Abgesehen vom Ausfall des Abwehrmanns Demai, der seit Montag nur noch bedingt Gast beim Training der Schwarz-Gelben war, waren die Bedingungen an der Costa Blanca nahezu perfekt: Gute Trainingsplätze, kurze Anreise, spitzen Wetter - was mehr hätte man sich in dieser Woche wünschen können?

„Für die Integration der beiden Neuen war das hervorragend“, so Meijer, welcher das Abschlusstraining am Freitag dieses Mal nur von der Tribüne aus begutachtete. Dabei griff der Holländer jedoch bedingt immer wieder von Außen ein, lobte junge zu Fördernde, baute mit weisen Worten auf und trieb die junge Schar mit balligen Sprüchen zum Torabschluss. Ihm ist dabei halt anzumerken, dass er früher auch einmal an der Stelle seiner heutigen Schützlinge gestanden hatte. 
Und diese machen laut Coach Hyballa einen wirklich großen Fortschritt: „Sie könnten auch morgen schon gegen Union Berlin spielen“. Nachwuchstalente wie Höger, Junglas und Co. kriegen dabei noch ein Sonderlob vom Trainer. Und in Sachen Präsentation für eine Vertragsverlängerung spielt der Manager ebenfalls mit offenen Karten:  „Kratz, Achenbach und Stehle haben eine hervorragende Hinrunde gespielt. Ihre Verträge laufen aus. Ich möchte sie gerne behalten, daran werde ich alles setzen."

Nur positiv werden sich die Auswirkungen der knappen fünf Tage im Osten Spaniens also auf die Zukunft der Alemannia auswirken. Und auch wenn man immer wieder betont, dass jede Minute für diese Mannschaft wichtig ist: Es ist ein Team im Aufbau. Miteinander Spitzenfußball zuspielen dauert seine Zeit. Erst knapp ein halbes Jahr spielt das Team des jüngsten Coachs der Liga nun zusammen. Und wie es Meijer einst auf den Punkt brachte: "Erfahrung kann man nicht kaufen. Die muss wachsen." Dass dieses Trainingslager dazu mehr als geholfen hat, werde ich nicht bezweifeln. Doch diese Folgen müssen nun im Ligaalltag wieder unter Beweis gesetzt werden. Wie bereits verkündet trifft die Alemannia am 14.01 auf den ersten Gegner der Rückrunde, Union Berlin. Zwischen den beiden nächsten Ligaspielen, Karlsruhe (22.01.) und Fürth (29.01.), trifft die Alemannia auf den Rekordmeister aus Bayern (26.01.). Wie die Alemannia verkündete, sind bereits knapp 11.000 Karten für das Spitzenspiel an den Mann gebracht. Noch bis zum 14.01. läuft der Vorverkauf für Dauerkarteninhaber und Mitglieder.

Alle Bilder des Trainingslagers gibt es jetzt schon hier. Im Laufe der Woche werden Möglicherweise einige folgen!

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Traumlos Bayern!

Jetzt wird Allem ein Krönchen aufgesetzt!

Als wäre es nicht genug gewesen, was man am Mittwoch Abend als Spieler, Trainer oder Fan zu verdauen hatte: Nachdem die Partie gegen die Eintracht erfolgreich beendet wurde, loste man live im ZDF das anstehende Viertelfinale aus. Wer nicht so schon nach dem Spiel in Feierlaune gerissen wurde, war es spätestens nachdem bekannt wurde, dass niemand anderes als der große FC Bayern München der nächste Gast auf dem Tivoli sein wird.

"Ich habe das kaum mitbekommen.", berichtet Hyballa im Anschluss. Der Trainer der jungen Wilden saß während der Auslosung zusammen mit Erik Meijer bei der Pressekonferenz, als man im Hintergrund plötzlich tobendes Gebrüll wahrnahm. Die Spieler hatten in der Kabine die Auslosung verfolgt und fieberten dem anstehenden Spiel nun noch mehr zu. „Die Bayern sind ein Gegner, den wir kaum bezwingen können. Aber Hauptsache ein Heimspiel“, so Auer, Kapitän der jungen Truppe.
Hyballa betont: „Aber für unsere jungen Spieler ist das natürlich die nächste überragende Erfahrung und für den Klub das Beste, was passieren konnte.“ - gesteht dabei: „Ich habe früher in Bayern-Bettwäsche geschlafen, als Kind war ich ein großer Fan.“

Viel kommt im neuen Jahr also auf die Elf um Trainer Hyballa zu. Vorallem für die 'jungen Wilden' sei der FC Bayern ein Geschenk des Himmels. Einer von ihnen schien sogar schon vor dem Spiel einen gewissen Riecher gehabt zu haben. „Ich habe gestern noch zu Kevin Kratz gesagt: Wenn wir weiterkommen, spielen wir gegen die Bayern“, so Arslan.

Genaueres über den anstehenden Ticketverkauf wird noch vor dem Jahreswechsel bekannt geben. Der erste Verkauf wird aller Voraussicht nach Anfang Januar starten. Es wird sich dabei wieder um verschiedene Blogs handeln, Abschnitte gesplittet in den freien Verkauf und das Vorverkaufsrecht für Dauerkarteninhaber und Mitglieder.

        Alle Partien auf einen Blick!

FC Schalke 04 - Nürnberg/Offenbach
Energie Cottbus - TSG 1899 Hoffenheim
Alemannia Aachen - FC Bayern München
MSV Duisburg - Koblenz/Kaiserslautern