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Anknüpfen an erfolgreiche Wochen

Alemannia will sich auch gegen Unterhaching beweisen


Genau einen Monat ist es her, dass die Alemannia zuletzt auswärts ran durfte. Miese Witterungsbedingungen und eine Grippewelle, die vor niemandem halt machte, waren Schuld daran, dass sowohl die Partie in Burghausen als auch in Erfurt ins Wasser fiel.
Nichts desto trotz ist Alemannia auf einem guten Weg, dem Tabellenkeller den Rücken zu kehren. Zuletzt konnte man beim 3:0 Erfolg gegen die Stuttgarter Kickers glänzen und mit dem Tabellennachbarn gleich ziehen. Wenige Tage zuvor hatte man sich bereits gegen Windeck den Einzug ins Halbfinale des FVM-Pokals gesichert.

Während es sportlich nahezu perfekt läuft, mussten die Schwarz-Gelben in dieser Woche finanziell wieder einen herben Rückschlag einstecken. Für den Lizenzantrag für Liga 3, der am heutigen Tag fristgerecht eingereicht wurde, konnte der Verein keine Spielstätte angegeben, an welcher die Partien des Traditionsklubs ausgetragen werden können. Laut Informationen der Aachener Nachrichten könne die geforderte Summe von 1,7 Millionen Euro zur Miete des Tivolis seitens der Alemannia nicht getragen werden, man sähe sich in der Region nun für einen Ort um, zu dem man ausweichen könnte. Oberbürgermeister Marcel Philipp ist sich jedoch gewiss, dass ein Auszug aus dem Tivoli nicht in Frage käme.

Wie der Verein nun weiter verfährt ist noch ungewiss, Fakt ist jedoch, dass der DFB alsbald als eben möglich Klarheit will.
Die Partie gegen die Spielvereinigung Unterhaching, die am morgigen Samstag um vierzehn Uhr angepfiffen wird, soll damit allerdings nicht belastet werden. Coach René van Eck fordert von seinem Team, dort anzuknüpfen, wo in der vergangenen Woche aufgehört wurde. Gravierende Veränderungen sieht der Übungsleiter wie gewohnt nicht vor, ist allerdings aufgrund eines Zehenbruchs von Mario Erb dazu gezwungen, seine beständige Viererkette zu verändern. Aller Voraussicht nach wird den Innenverteidiger an der Seite von Kapitän Herröder Ex-Essener Timo Brauer ersetzen. 

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Finanziell stabil, sportlich labil

Nach Rettung in letzter Sekunde: Alemannia will wieder nach oben


Es waren nur wenige Worte, die Alemannias Anhängerschaft am gestrigen Vormittag dazu verleiteten, endlich aufatmen zu können. Trotz Finanzloch von nun mehr als 3,9 Millionen Euro hat es der Verein geschafft, durch private Zugaben der Vorstandsmitglieder den Kopf abermals aus der Schlinge zu ziehen. Um den Klub nachhaltig über Wasser zu halten gab man zudem die sofortige Trennung von Geschäftsführer Frithjof Kraemer bekannt. Damit kann man sich am Tivoli nun wieder voll und ganz auf die sportlichen Geschehnisse konzentrieren, die in den letzten Wochen häufiger zur Nebensache wurden.

Dabei sieht es dort, wo der Ball rollt, ebenfalls düster aus für das Team von Schwarz-Gelb, dass nun seit mehr als zwei Monaten die unteren Tabellenregionen nicht mehr verlassen hat. Mit gerade einmal fünfzehn Punkten belegt die Truppe von Cheftrainer van Eck immer noch den vierzehnten Tabellenplatz, obwohl man schon vor Wochen Besserung versprochen hatte. Was seitdem passiert ist? Nicht wirklich viel. Fünf Punkte konnte der Holländer seit seiner Ankunft bei der Alemannia einfahren - und das in sieben Partien. Eine magere Ausbeute.

Spieltag für Spieltag verspricht Alemannias neuer Übungsleiter, dass der Knoten nun platze, sein Team perfekt eingestellt und ein Dreier nur noch Formsache wäre - doch bis heute gab es nur leere Versprechungen.
Denn zur schlechten Chancenverwertung, die das Team von jenem aus der letzten Saison übernommen zu haben scheint, kommt in der Kaiserstadt das enorm hohe Verletzungspech hinzu. Schon seit Saisonanfang muss man ohne die gesetzten Routines Demai und Rösler auskommen. Stammkeeper Krumpen fällt zudem mit muskulären Problemen schon seit Wochen aus und nun hat es auch noch zwei weitere Stammspieler erwischt. Während Thomas Stehle mit einer gebrochen Elle bis zum Jahresende ausfällt, muss auch auf Denis Pozder mindestens vier Wochen verzichtet werden. Der Youngster zog sich in der Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden eine Innenbandzerrung zu und kann sich nun zu Sturmpartner Thiele gesellen, der seine Rot-Sperre an diesem Spieltag zum letzten Mal absitzen muss.

Weil die Alemannia ausnahmsweise nicht samstags sondern schon am morgigen Freitag beim 1. FC Heidenheim gastiert, wird der WDR die Partie nicht live übertragen. Eine Zusammenfassung wird es erst am Samstag geben, wenn der Sender gegen 16.50 Uhr zur Sportsendung "Fußball im Westen" läd.