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Horrorsaison endet miserabel

Alemannia verpasst zu allem Übel auch den Einzug in den DFB-Pokal




Es sollte die wichtigste und zeitgleich letzte Partie sein, welches die Alemannia unter den Umständen zu bestreiten hatten, die am Tivoli allmählich alle Lichter ausgehen lassen.
Im Finale des FVM-Pokals traf das Team aus der Soers in Bonn auf Fortuna Köln - einen Gegner, den es auch im nächsten Jahr zu Gesicht geben wird, sollte mit dem Verfahren der Insolvenz fest stehen, dass Schwarz-Gelb einen Neustart in der Regionalliga West vollziehen kann. 

Das Spiel um den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals stand allerdings schon zu Beginn unter keinem guten Stern. Wegen minimaler Verletzungen, die bei einem Transfer schadeten, konnten die Tivoli-Kicker nicht mit voller Besetzung in die ehemalige Landeshauptstadt einreisen. Aufgrund der Überforderung beim Einlass der über 3.000 mitgereisten Aachener Anhänger musste das Spiel zusätzlich mit einer Verspätung von 15 Minuten angepfiffen werden.
Diese Negativfaktoren, die mit strömendem Regen einher gingen, sollten am erfolgreichen Abschluss einer grauenhaften Saison aber nichts ändern, so jedenfalls Coach René van Eck, der während dieser Begegnung ein letztes Mal einen Platz auf der Trainerbank einnehmen sollte. 
Die Wünsche und Hoffnungen des holländischen Übungsleiters sollten bei den Spielern auf dem Rasen keinen Anklang finden und so überließ man dem Gegner aus der unteren Liga von Anfang an die Überhand. Bis sich diese Führung auch auf dem Spielberichtsbogen bekannt machte, dauerte es nicht all zu lange. Alemannia schien aufs Neue unter zu gehen - kein Land in Sicht.

An der fehlenden Durchschlagskraft sollte sich erst nach einer Pausenansprache vom Kulttrainer etwas ändern. Nach dem Seitenwechsel gelang es der Alemannia, mehr Aggressivität im Spiel nach vorn an den Tag zu legen. Mit der Einwechslung Schumachers für Innenverteidiger Ajani setzte van Eck auf total offensiv um - Alemannia sollte den Pokal mit nach Hause nehmen, unter allen erdenklichen Umständen.
Dennoch: Es dauerte bis in die 78. Spielminute, bis Schwarz-Gelb es endlich schaffte, die Anforderungen des Trainers in die Tat umzusetzen. Durch einen feinen Schuss aus der Distanz kam die Alemannia durch Brauer noch einmal ran - und hatte jetzt Blut geleckt. Lediglich zehn Minuten sollten darüber entscheiden, ob in der regulären Spielzeit ein Gewinner gefunden werden konnte oder eine Verlängerung mit möglichem Elfmeterschießen darüber entscheiden sollte.
Doch die Fortuna wollte nicht das Schicksal entscheiden lassen und nahm dieses schon wenige Minuten später selbst in die Hand. Keine fünf Minuten vor Schluss war es ebenfalls Brauer, den das Leder ungünstig traf und damit in die eigenen Maschen abgefälscht wurde. All Zittern und Bibbern half nichts - Alemannia schaffte es nicht, an den erneuten Ausgleich heran zu kommen. Damit siegte, vielleicht verdient, der Gegner aus der Nachbarstadt, gegen den es schon in der kommenden Saison mehr als eine Revance geben wird.


Denn mit dem Ende des FVM-Pokals endet auch für die Alemannia endgültig eine Saison, die wohl als die schwärzeste in die Geschichte des Vereins eingehen wird. Nach dem Abstieg aus der zweiten Bundesliga folgte die Insolvenz, der Abstieg in die Regionalliga West und der Nicht-Einzug in den DFB Pokal. Alemannia ist unten angekommen - und braucht nun alle helfenden Hände, um wieder aufzustehen.

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Letzter Kick in Osnabrück

Alemannia verabschiedet sich endgültig aus dem Profigeschäft




Während die einen noch um den Aufstieg in die zweite Fußballbundesliga rungen, flossen bei anderen schon in der vergangenen Woche dicke Tränen, als beim letzten Heimspiel auf dem Tivoli erst begriffen wurde, was mit dem Abstieg in die Regionalliga am Ende dieser Saison alles verloren geht. Doch die Partie gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, die Schwarz-Gelb ehrwürdig mit 4:2 bestritt, sollte nicht die letzte in dieser geschichteschreibenden Saison sein. Am Samstag sollte Alemannia noch einmal zu Gast beim VfL Osnabrück sein, der mit einem Sieg die Chance hatte, die Relegation zu erreichen und somit möglicherweise in die zweite Bundesliga aufzusteigen.

Schwarz-Gelb, begleitet von unzähligen Anhängern, startete mit nur wenigen Veränderungen im Vergleich zur letzten Woche in die Partie. Für den verletzten U19-Keeper Rauhut hütete Mark Flekken den Kasten. Die Viererkette setzte sich unverändert aus Kapitän Herröder, Strujic, Wilschrey und Ajani. Die Sechserposition wurde von Marquet und Andersen ausgestattet, während Heller neben Leipertz und Kefkir den Vorzug gegenüber Murakami bekommen hatte. Alemannias einzige Spitze markierte Angreifer Timmy Thiele.

Osnabrücks Motivation, mit der Alemannias kaum zu vergleichen, zeigte sich schon in den allerersten Minuten. Das Team aus Niedersachsen wollte die Relegation noch erreichen und setzte alles auf eine Karte. So war der Führungstreffer der Lila-Weißen in der zehnten Spielminute keine Überraschung. 
So sehr sich Schwarz-Gelb auch bemühte, dem Druck der Hausherren Stand zu halten, es gelang ihnen nicht. So setzten die Gastgeber keine zehn Minuten nach dem Führungstreffer noch einmal nach und drückten dem Keeper der Tivoli-Kicker den zweiten Gegentreffer rein. 
Alemannia, dem nun Tabellendritten vollkommen unterlegen, reagierte mit dem Wechsel Brauer für Wilschrey auf die bevorstehende Deklassierung. Was kurzfristig Früchte zu tragen schien, weil sich Schwarz-Gelb nun häufiger dem gegnerischen Sechszehner näherte, wurde noch vor dem Seitenwechsel zunichte gemacht. Osnabrück erhöhte vor dem Pausenpfiff auf 3:0.

Die zweite Hälfte begann mit einem heftigen Rückschlag für die Gäste aus dem Westen. Keeper Mark Flekken sah nach einer Tätigkeit am Osnabrücker Angreifer Zoller Glatt Rot. Für den Stammkeeper von Schwarz-Gelb sollte die letzten vierzig Minuten U19-Keeper Marcel Simon ran. Der ungeübte Schlussmann machte sich gut zwischen den weißen Pfosten und sollte das Leder bis zur Schlussphase des Spiel nicht mehr durchlassen, was zum einen an seiner eigenen Motivation zum anderen jedoch auch am erhöhten Druck der Gäste lag, welcher die Osnabrücker zunehmend in die eigene Hälfte beförderte.
Am klaren Sieg der Gastgeber sollte sich allerdings nicht mehr viel ändern. Kurz bevor Schiedsrichter Wingenbach Alemannias letzte Partie in der dritten Liga abpfiff, schoss sich Osnabrück mit dem vierten Treffer an diesem Tag in die Regionalliga. Weil der FC Heidenheim zeitgleich gegen Offenbach kein Erfolgserlebnis feiern konnte, hatten sich die Lila-Weißen auf den dritten Rang geschoben und treffen nun in der Relegation auf Dynamo Dresden.

Während die Hausherren mit einem Platzsturm den Einzug in die Qualifikation für die zweite Liga feierten, gab es im Gästeblock lange Gesichter und dicke Tränen. Ein letztes Mal wurde Abschied genommen - von einer harten Saison mit vielen Schicksalsschlägen, von Personen, die am Tivoli in Erinnerung bleiben werden und einer Zeit, in der Schwarz-Gelb zum bezahlten Fußball einfach dazu gehörte.

TypischLinksAussen bedankt sich bei allen, die den Verein mit dem Abstieg in die Regionalliga verlassen, insbesondere bei Trainer René van Eck, der am Tivoli wohl so schnell nicht wieder vergessen wird. Euer Engagement im Kampf um den Klassenerhalt war beachtlich, alles Glück der Welt auf eurem weiteren Weg. Macht et jut!

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Kein gewöhnlicher Abschied

Mit "Humba, Humba - Täterä" in die Regionalliga




Es war ein Tag, von dem man bereits im Voraus wusste, dass er viele Tränen mit sich bringen wird. Ausgerechnet am Todestag des Mannes, der die Alemannia vor über 14 Jahren wieder zurück in den Profifußball brachte, sollte Schwarz-Gelb ihr letztes Heimspiel in ebenjenem für ungewisse Zeit austragen. Gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart sollte jedoch nicht nur ein traditionsbewusster Kultklub dem Profigeschäft Adieu sagen. Auch René van Eck, der schon vor Wochen angekündigt hatte, den Verein in die Regionalliga zu begleiten und ihn dort neu aufzubauen, gab vor wenigen Tagen bekannt, nun doch seine Koffer zu packen. Im letzten Spiel wollte er zusammen mit seinem Team beweisen, dass schöner Fußball am Tivoli keine Seltenheit sein muss, den Fans zum Abschied noch einmal etwas bieten, dass sie in Erinnerung behalten.

So gab die Elf, wie sie wohl auch in Zukunft in ähnlicher Formation zusammen auflaufen wird, von Beginn an Gas. Kevin Rauhut ersetzte Stammtorhüter Flekken zwischen den weißen Pfosten. Davor bildete Kapitän Herröder zusammen mit Robert Wilschrey, Marvin Ajani und Sasa Strujic die Viererkette. Im zentralen Mittelfeld agierten Kristoffer Andersen und Sascha Marquet während Robert Leipertz die Zehnerposition bedeckte. Im Sturm durften Timmy Thiele, Norikazu Murakami und Oguzhan Kefkir von Beginn an ran.
Mit dem Startschuss der Partie war klar: So, wie man sich die letzten Wochen präsentiert hatte, sollte dieses Spiel auf keinen Fall enden, war es letztlich für die Wertung allerdings per se egal.

Das Tempo gaben demnach die Hausherren vor. Die Gäste, die aufgrund des nahezu parallel laufenden Spiels der ersten Elf ohne eigene Fans angereist waren, schienen nicht gewillt, dem standzuhalten, weswegen es schon früh danach aussah, als würde Schwarz-Gelb an diesem Tag als Sieger vom Platz gehen.
Den ersten Anstoß, der zu dieser Erkenntnis führte, gab Eigengewächs Leipertz nach rund dreißig Minuten. Schon zuvor hatte der Angreifer Druck auf die Gäste ausgeübt, es bis zum Torerfolg jedoch nicht geschafft. Nach einer Kefkir-Hereingabe hatte der 20-Jährige aus kurzer Entfernung dann jedoch keine Probleme mehr, zum 1:0 Halbzeitstand einzunetzen.

Denn bis zur Pause passierte nichts mehr am Tivoli, weswegen beide Mannschaften mit der schwarz-gelben Führung in die Kabinen gingen. Während René van Eck sein Team zur Pause nicht veränderte, wechselte der Coach der Rot-Weißen gleich zwei Mal. Am Lauf der Tivoli-Kicker sollte dies jedoch nichts ändern, zunächst waren sie am Zug. Rund zehn Minuten nach Wiederanpfiff war es Murakami, der den Ball von Thiele perfekt zugespielt bekommen hatte und zum 2:0 vollstreckte. Doch der Höhenflug der Hausherren sollte schon sieben Minuten später ein Ende haben, als der eingewechselte Maletic den Anschlusstreffer einleitete. Nachdem Keeper Rauhut wenige Minuten später aufgrund von Problemem an den Aduktoren vom Holländer Flekken ersetzt werden musste, hagelte auf Schwarz-Gelb auch noch der Ausgleichstreffer ein.
Doch statt nachzugeben, wie es die Alemannen sonst immer getan hatten, erhöhten sie in der Schlussphase noch einmal den Druck - mit sichtbarem Erfolg. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende, war es Kefkir, der das Ergebnis zur erneuten Aachener Führung noch einmal erhöhte, bevor ein erneuter Treffer Leipertz den Sack endgültig zumachte und den 4:2 Endstand besiegelte.

Anders, als es bekanntlich andere Absteiger in der Vergangenheit taten, verabschiedete sich Schwarz-Gelb im Anschluss mit einem HUMBA von ihrem Publikum. Auf dem Zaun: Niemand geringeres als René van Eck, ein Trainer, den man ähnlich wie seine Zeit hier in Aachen so schnell wohl nicht wieder vergessen wird.

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Ein krönender Abschluss

Beim letzten Heimspiel diesen Jahres macht Leipertz den Sieg perfekt


Trotz gefühlter Minusgrade füllten sich die Ränge des Tivolis am Samstag gewaltig. Der Grund lag nahe: Wie es im kommenden Jahr am Tivoli weitergehen wird, liegt noch unbekannter Zukunft. Man nutzte die Gelegenheit, sich vom ein oder anderen bereits vorab zu verabschieden, obwohl um ihren Verbleib in der Soers noch kein Trubel gemacht wurde.

Vor der Partie gegen Arminia Bielefeld, welche die letzte Heimpartie der Schwarz-Gelben am Tivoli darstellen sollte, galt jegliche Aufmerksamkeit ohnehin der Drohung der Blau-Schwarzen, das Spiel vom DFB verschieben zu lassen. Grund hierfür war der Vorwurf sogenannter Wettbewerbsverzögerung, müsse der Aufstiegsaspirant aus Ostwestfalen schließlich noch vor der Winterpause (in denen der Kader von Schwarz-Gelb ja minimiert werden soll) ein zweites Mal gegen die "starke" Alemannia antreten, während Vereine, die erst nach der Pause auf den Verein trafen, gegen eine "schwächere" Alemannia.
Nach intensiven Gesprächen mit dem Deutschenfußballbund sah man von solch einem Antrag jedoch ab, der Austragung der Partie an diesem Wochenende stand demnach nichts mehr im Wege.


Die Alemannia, die im Gegensatz zur vorherigen Woche mit einer kleinen Änderung in die Partie startete, dominierte das Spiel von vornherein. Der satte Unterschied beider Mannschaften wurde nur in der Tabelle sichtbar, auf dem Platz dahingegen standen sie sich in nichts nach. Denn das Team von René van Eck machte Druck, vor dem gegnerischen Kasten blieb man jedoch der gewohnte Chancentod.
In Persona Thiele hatte die Alemannia in der Anfangsphase die größten Chancen, vergab diese jedoch auch am großzügisten. Neben dem Neuzugang vom FC Schalke 04 waren die Chancen von Leipertz oder auch Kollege Drevina präziser, zum Torerfolg führten sie jedoch nicht.

So plätscherte die Partie vor sich hin. Die Gäste zogen sich in die eigene Hälfte zurück und nutzten ihre Gelegenheiten zum Kontern. Schwarz-Gelb machte das Spiel dahingegen breit, nutzte die Flügel und hatte - alles in allem - mehr vom Spiel.

Nach einer jedoch torlosen ersten Hälfte lud Schiedsrichter Unger nach fünfundvierzig Minuten zum Pausentee. Trainer van Eck entschied sich, nicht zu wechseln, und behielt die Anfangsformation somit bei. Wie auch zu Beginn dieses Spiels kamen beide Mannschaften ähnlich gut zurück ins Spiel. Auch wenn die erste Szene den Gästen galt, Alemannia hielt dem Druck stand und schien genau dort weiter machen zu wollen, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten, als plötzlich der herbe Rückschlag folgte: Aus der Entfernung flog der Ball auf den Kasten Melkas zu, Hille tauchte plötzlich am Elfmeterpunkt auf und lenkte die Kugel unhaltbar in die Maschen. Die Aachener reklamierten - auf dem Platz und auf den Rängen - hatten sie den Torschützen schließlich alle im Abseits gesehen, dabei jedoch Wilschrey vergessen, der mit einem Sturz das Abseits aufgehoben hatte.

Dem Frust über den unverdienten Gegentreffer folgte etwas, das man am Tivoli lange nicht mehr gesehen hatte. Wie ausgewechselt erhöhte Schwarz-Gelb sogleich den Druck, den Siegeswillen jedes einzelnen hätte man gefühlt noch kilometerweit spüren können.
Und der Kampf des Team, das in dieser Saison so viel gegeben doch beinahe alles verloren hat, sollte sich ausgezahlt haben: Schon im direkten Gegenzug brachte Youngster Robert Leipertz den alten Spielstand zurück auf die Anzeigetafel. Doch damit nicht genug: Wenige Minuten später kam der Ball nach einem Traumdoppelpass zwischen Baumgärtel und Kefkir erneut zu Leipertz, der mit einem Schuss aus naher Entfernung zum 2:1 Siegtreffer einnetzte.

Denn wenige Minuten später war Schluss. Die Fans auf den Rängen tobten, riefen den doppelten Torschützen zum "HUMBA" auf den Zaun und feierten ihr Team, dass nach all dem Kämpfen endlich das erreicht hatte, wonach sie sich schon so lange gesehnt hatten: Dem Dreier vor heimischen Publikum.

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Das „Ende“ einer Ära?

Alemannia muss nun doch Insolvenz anmelden
und blickt in ungewisse Zukunft

 

Es waren Worte, die gesprochen, aber nicht so schnell realisiert werden konnten. Als die Alemannia am Donnerstagabend eine Pressekonferenz für den kommenden Morgen ins Leben rief, konnte man sich bereits denken, was auf dieser zu Tage kommen sollte. Wie bereits befürchtet kann sich die Alemannia aufgrund ihrer finanziellen Schieflage nicht länger über Wasser halten. Geld fehle an allen Ecken und Kanten, wie der Verein offenlegte sollen es bislang mehr als vier Millionen Euro sein.
Der Weg zum Amtsgericht Aachen, bei dem der Insolvenzantrag vorgelegt werden muss, scheint nun also unumgänglich. Damit steht der schwarz-gelbe Traditionsverein als erster Absteiger in die Regionalliga fest, alle bisher absolvierten sowie die noch kommenden Spiele sollen zwar ausgetragen, jedoch am Ende nicht in die Wertung mit einbezogen werden, wie es die DFB-Statuten besagen. Kann der Spielbetrieb nicht fortgesetzt werden droht dem Verein die Liquidierung und die damit verbundene Streichung aus dem Vereinsregister, was mit einem Neustart in der Kreisklasse verbunden wäre.

Doch soweit soll es am Tivoli gar nicht erst kommen. Mit Hilfe von bislang unbekannten Investoren soll der Spielbetrieb in der Soers beibehalten und Sparmaßnahmen in allen Etagen vollzogen werden. Nach dem hoffentlich erfolgreich durchgeführten Insolvenzverfahren möchte es der Verein am Ende schaffen, schon in der kommenden Saison schuldenfrei in der vierten Liga neuzustarten. Mit welchem Aufgebot diese Mission allerdings durchgeführt werden soll, ist bislang ungewiss. In der Winterpause soll über die Zukunft der Kicker sowie allen Beteiligten entschieden werden, Trainer van Eck gab jedoch schon vorab bekannt, er würde den Verein in die Viertklassigkeit begleiten.


Auf die Ereignisse am Freitag folgte schon am Samstag der normale Ligaaltag, bei der Zweitvertretung des VfB Stuttgart ging es jedoch um nichts mehr. Die Elf, die im GAZI-Stadion nach neunzig Minuten eine bittere 2:1 Niederlage eintstecken musste, schritt mit gesenkten Köpfen in Richtung Gästetribüne. Was sie dort empfing, "tat weh" - 300 mitgereiste Aachener hingen weinend auf den Rängen; monatelang sahen sie ihr Team kämpfen, ackern und schufften. Im Endeffekt soll es nicht gereicht haben. Die Fehler fanden in der obersten Etage statt, auf dem Platz und daneben müssen sie nun ausgebadet werden.

Schließlich sehen wir jedoch zurück auf alte Tage, auf große Erfolge und im Vergleich zur jetzigen total harmlose Niederlagen. Auf Tage, an denen noch alles gut lief; auf Tage, die unseren persönlichen Anfang markierten und auf Tage, die schienen, ein Ende zu bedeuten. Doch et hät noch emmer joot jejange - und auch wenn diese Tage wohl als die schwärzesten in die Geschichte des Turn- und Sportvereins Alemannia Aachen eingehen werden, sollen auch sie kein finales Ende bedeuten. Denn Sieger stehen dort auf, wo Verlierer liegen bleiben. Getreu dem Motto:
Ich bliev dich treu, ming Alemannia - ejal wat och könt, woe och ömmer vür stönt:
Vür weäde niemols ongerjoe!

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Vorwärtsgang auf Eis gelegt

Geht man am Tivoli bald wieder auf Trainersuche?


Die Alemannia scheint sich auf der Stelle zu bewegen, sich im unteren Tabellendrittel festgefahren zu haben. Seit nun mehr als acht Spielen - seit dem Start der Ära van Eck - hat sein Team einen Platz zwischen dem dreizehnten und siebzehnten Rang inne und markiert damit das schlechteste, aus der zweiten Bundesliga abgestiegene Team der Liga.
Nach dem vorzeitigen Rausschmiss von Trainer Ralf Aussem sowie seines gesamten Trainerstabs sollte es der holländische Übungsleiter in der Soers richten; am Tivoli sollte es endlich wieder bergauf gehen - doch der Berg schien zu steil.

Denn die Alemannia rutschte immer tiefer ab, verlor das eine nach dem anderen Spiel. Und auch finanziell brach man zwischenzeitig ein, schien dem Abgrund näher als je zuvor.
Doch finanziell schaffte es der Klub wieder, mit Hilfen anderer wieder aufrecht zu stehen. Sportlich wollte man in Heidenheim nachziehen - doch wieder herrschte Enttäuschung.
Im achten Spiel unter René van Eck konnte sein Team wieder nur einen Punkt mit nach Hause bringen, womit seine Bilanz sich weiter in eine negative Richtung entwickelt. Denn gerade einmal sechs Punkte konnten die Schwarz-Gelben unter der Leitung des Niederländers einfahren; siegten einmal, holten dreimal einen Punkt und mussten viermal auf Punkte sogar komplett verzichten. Das Geholte deckt sich nicht im geringsten mit den Erwartungen und Vorderungen aller, zufrieden kann man am Tivoli schon lange nicht mehr sein. Im Vergleich zu Trainer Aussem, der nach acht Spielen seine Koffer zu packen hatte, weil er eine "zu magere" Ausbeute von "gerade einmal" 10 Punkten vermelden konnte, schneidet van Eck sogar noch schlechter ab. 

Geht man am Tivoli bald also wieder auf Trainersuche? Vorerst nicht. Wenn die Tore des Tivolis am morgigen Samstag für die Partie gegen den ebenso geschwächten Gegner aus Heidenheim öffnen, wird der holländische Chefcoach am Spielfeldrand Platz nehmen und darauf hoffen, endlich vor heimischer Kulisse dreifach punkten zu können. Umstellen wird der Trainer seine Elf, die seine Vorstellungen in Halle seiner Meinung nach "sehr gut" umgesetzt hat, aller Wahrscheinlichkeit nach nur verletzungsbedingt. Denn Christian Weber wird aufgrund von muskulären Problemen morgen wohl nur die Bank erwärmen. Für den Rechtsaussen könnte Timo Brauer in die Viererkette rutschen; Timmy Thiele dahingegen, der seine Rot-Sperre erfolgreich abgesessen hat, wird wohl noch nicht in der Startformation stehen. Der Angreifer wird aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls auf der Bank Platz nehmen.

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Willkommen im Tabellenkeller

Nach der Pleite gegen Babelsberg rutscht die Alemannia weiter ab




Als die Mannschaft nach Spielende noch einmal aus der Kabine kam, fand sie in der Gästekurve noch viel verstörtere Gesicher vor, als kurz nach dem Abpfiff. Es herrschte Fassungslosigkeit und es bestand ordentlich Redebedarf - dort, wo vereinzelt schon winzige Tränen flossen. Mehr als je in dieser Saison fühlte man sich zurückversetzt in die Letzte, in der es ähnlich harmlos angefangen dafür aber umso schlimmer geendet hatte.

Während den Fans auf den Rängen dieses Ende - dieser bittere Abstieg - noch sehr gut in Erinnerung ist, kennen viele Spieler und auch der Trainer dieses Szenario höchstens aus dem Fernsehen oder von Erzählungen. Damals wurde den Verantwortlichen der Ernst der Lage erst viel zu spät bewusst, heute - am zehnten Spieltag - liegt hinter uns bereits der erste Paukenschlag, die Beurlaubung des ehemaligen Cheftrainers.
Doch auch dieser Wechsel, der an der beklemmenden Situation etwas ändern sollte, trägt bis heute keine Früchte. Vielmehr rutscht die Alemannia immer weiter in das ab, was sich am Tivoli nach der letzten Saison niemand mehr zurück wünscht - nämlich in den Abstiegskampf, der nach der Partie in Babelsberg wieder bittere Realität geworden ist. 

Dabei hätte man annehmen können, aus dem Auftritt René van Ecks hätte das Team etwas lernen können. Denn nachdem man gegen Unterhaching in der letzten Woche vor heimischer Kulisse mit 1:3 verloren hatte, handelte der neue Übungsleiter rigoros. Der 46-Jährige Niederländer spannte nicht nur den Ton mächtig an - seinen Worten sollten auch direkt Taten folgen. Als Konsequenz für einen „Ego-Trip“ hatte er Oguzhan Kefkir kurzerhand zur U23 versetzt. Im Vergleich zum vergangenen Spieltag nahmen dann gegen Babelsberg weitere Startelfler der letzten Woche auf der Bank Platz.
Dafür setzte van Eck große Worte auf den wiedergenesenen Verteidiger Kristoffer Andersen. Der belgisch-dänische Neuzugang sollte neben Kai Schwertfeger den Platz von Timo Brauer  vor der Viererkette einnehmen, die mit Ausnahme von Seyi Olajengbesi unverändert aus Fabian Baumgärtel, Mario Erb und Christian Weber bestand. Dario Schumacher feierte zudem sein Startelf-Debüt und kam zusammen mit Heller über die Außen. Kapitän Streit bekam ebenso wie Angreifer Freddy Borg das Vertrauen des Trainers geschenkt und besetzte die Zehnerposition von Schwarz-Gelb. Tim Krumpen hütete wie gewohnt den Kasten.

Wer sich erhofft hatte, im Vergleich zur letzten Woche eine andere - eine bessere - Alemannia spielen zu sehen, der wurde wieder einmal bitter enttäuscht. Die rund dreihundert mitgereisten Fans, die für ihre sechshundert Kilometer-Tour durch ganz Deutschland mehrere Stunden unterwegs gewesen waren, sahen nichts, für das sie für all die Strapazen auch nur in geringster Weise entschädigt wurden.
Das Spiel im größten Stadtteil Potsdams lag auf unterstem Spielniveau, Alemannia zeigte rein gar nichts von dem, was sie so lang und breit angekündigt hatte. 
Dass man aus alledem, was in der Vergangenheit passiert war, gelernt hatte, war nicht im geringsten sichtbar. Vielmehr musste man sich weiter dem Abgrund entgegen spielen. Von leidiglich zwei Schüssen, die gefährlich auf das Tor von Tim Krumpen gingen, stammte der eine vom eigenen Mann - den anderen verwandelten die Babelsberger noch vor der Halbzeitpause zum 1:0 Zwischenstand.
Der Tabellenvorletzte hatte ebensowenig gezeigt wie die Alemannia, die mit Schumacher (bzw. Streit) und Heller zwei hunderprozentige Chancen besaßen, wurden jedoch durch ihre Effektivität belohnt. So lag der Gegner glücklich vorne, doch Alemannia schaute nur zu und reagierte nicht. 

Nach der Pause ließ man den Gegner weiter kommen, beinahe ununterbrochen hagelte das Leder jetzt auf Keeper Krumpen ein - daran konnte auch der eingewechselte Schumacher-Ersatz Timo Brauer nichts ändern.
Alemannia machte also nicht den Anschein, als wolle sie etwas am Ergebnis ändern. Trainer van Eck versuchte, die Gemüter mit den Wechseln von Leipertz für Andersen und Pozder für Borg noch einmal zu erhitzen, was jedoch vollkommen nach hinten los ging.
Fünf Minuten vor dem Ende sah Marcel Heller für unglückliches „Nachtreten“ glatt Rot. Nach Spielende zückte der Schiedsrichter dann noch einmal den roten Karton. Nachdem Streit während des Spiels für eine Beschwerde um nicht geahndeten Foulspiels Gelb gesehen hatte, wurde er zunächst mit Worten vom Schiedsrichter angegangen. Als er auf diese einging, wurde er sofort des Feldes verwiesen. Damit fehlen der Alemannia am nächsten Spieltag gleich zwei weitere Stammkräfte.

Die restlichen Neun mussten anschließend dann noch den Kopf für das Hinhalten, was sie verbockt hatten. Doch bis auf Mario Erb und Robert Leipertz - die ausgerechnet Jüngsten der Mannschaft - trat keiner bis an den Zaun vor. Nachdem man sich bereits verabschiedet hatte kam man jedoch noch einmal aus der Kabine zurück um sich gemeinsam den Fans zu stellen, die fassungslos auf den Rängen zurückgeblieben waren.
Denn nach dem zehnten Spieltag ist die Alemannia nun in den Tabellenkeller der dritten Liga abgerutscht. Mit gerade einmal zehn Punkten finden sie sich in der Tabelle auf den siebzehnten Rang wieder und markieren damit nun den schlechtesten Absteiger aus der zweiten Bundesliga.
Schon am Dienstag empfängt das Team auf dem Tivoli zur dritten englischen Woche nun Preußen Münster. Die Elf von Trainer Pavel Dotchev hat zur Zeit einen richtigen Lauf. Mit 21 Punkten stehen sie in der Tabelle auf Platz zwei, nachdem sie am gestrigen Tag Arminia Bielefeld mit 4:0 deklassierten.

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Ein trauriger Einstand

Auch unter neuem Trainer kann Alemannia den Bann nicht brechen


Nach neunzig Minuten mit leeren Händen dazustehen - damit kennt sich Schwarz-Gelb wohl am besten aus. Fünfzehn Mal musste man allein in der vergangenen Saison eine bittere Niederlage einstecken, stieg dann, am vierunddreißigsten Spieltag, mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Karlsruher SC auf direkte Weise in die dritte Liga ab.
Damals dachte man, am Tivoli hätte man gelernt, dass jeder Punkt am Ende zählt, dass jeder kleine Fehler zum Verhängnis werden und ein jeder noch so kleine Ausrutscher dem Verein das Genick brechen kann. Doch mittlerweile täuscht man sich stetig, stellt man Vermutungen über diesen so unberechenbaren Klub auf. So musste man beispielsweise schon vor gut zwei Wochen überraschender Weise den ersten Trainer der Saison verabschieden, auch wenn damit zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet hatte. Auf das Konto von Ralf Aussem gingen zehn Punkte und zwei Niederlagen, mit dem neuen Trainer summiert sich die Anzahl dieser Pleiten nun auf drei auf. Denn im ersten Pflichtspiel unter René van Eck musste die Elf vom Tivoli den nächsten Rückschlag in der unbrechenbarsten Liga des deutschen Profifußballs einstecken. Dabei hatte sich der Neue gleich zu Beginn so viel vorgenommen...

Die Alemannia aus ihrem Tief holen, aggressiver spielen, Vollgas geben und gewinnen - so oder so ähnlich gestaltete sich wohl das Vorhaben des Holländers, als dieser zur Partie gegen die Spielvereinigung Unterhaching erstmals für Schwarz-Gelb auf der Bank Platz nahm. Personell veränderte er sein Team auf gleich vier Positionen, obwohl er zuvor angekündigt hatte, es nicht komplett umzustrukturieren.
Doch mit Thomas Stehle, Robert Leipertz, Freddy Borg und Neuzugang Christian Weber waren gleich vier Alemannia-Akteure in die Startformation gerutscht. Während Borg den verletzten Thiele ersetzte, verdrängten die anderen einsatzbereite Profis auf die Reserve-Bank. Für Leipertz nahm dort der zuletzt starke Florian Müller Platz, Seyi Olajengbesi musste für den gleichaltrigen Innenverteidiger Stehle Platz machen und für "den Neuen" spielte Sascha Herröder den Bankwärmer. Der Rest blieb wie gehabt: Die Abwehrreihe um Weber und Stehle wurde von Erb und Baumgärtel ergänzt. Kai Schwertfeger rutschte neben Timo Brauer auf die Doppelsechs. Die Zehnerposition besetzte wie gewohnt Kapitän Albert Streit, während Heller und Leipertz über die Außen kamen. Den Kasten bewachte unverändert Tim Krumpen.

Der Abstieg in der letzten Saison, der wohl als größte Ernüchterung der letzten Jahre gilt, steckt allen Anhängern von Schwarz-Gelb immer noch tief in den Knochen. Mehr als präsent ist die Erinnerung an diese ernüchternde Zeit, die mit ebenso - vergleichbar kleinen - Dämpfern begonnen hatte, wie zur Zeit. Denn einst waren es nur wenige Punkte, die nicht eingefahren werden konnten und mit denen man anschließend mehr und mehr in die Versenkung geriet.
Allzu schlimm ist die Situation zur Zeit noch nicht, trotz alledem: Was zuletzt am Tivoli geschah, will dort so schnell niemand ein zweites Mal erleben. So war das harmlose Agieren des Teams den Anhängern auf den Rängen schon vor der Halbzeitpause ein Dorn im Auge. Nicht eine nennenswerte Aktion, keine gefährliche Situation war aus dem Spiel hervorgegangen, die ein Unentschieden zu dieser Zeit rechtfertigte. Vereinzelt hatten die Offensivkräfte der Alemannia ein "Schüsschen" auf das gegnerische Tor abgegeben, doch Ambitionen, dieses Spiel damit zu gewinnen, hatten sie bei weitem nicht.
Doch das Team von Neucoach van Eck machte ohnehin nicht den Anschein, als wäre dies die vorgegebene Zielsetzung. Vielmehr ließ man den Gegner kommen, ihr eigenes Spiel abziehen - mit schweren Folgen. Nicht ganz eine Stunde war gespielt, da musste Keeper Tim Krumpen das Leder erstmals aus dem Netz fischen. Traurig musste man sich nicht nur auf den Rängen eingestehen, dass dieser Paukenschlag mehr als nur verdient gekommen war.
Mit einem Aufbäumen - einem Wachrütteln - rechnete man am Tivoli schon gar nicht mehr, viel zu groß war die Befürchtung, nur wieder enttäuscht zu werden. Man war es ja nicht anders gewohnt.
Umso überraschender gelang den Kickern aus der Kaiserstadt dann - gut sieben Minuten später - der Ausgleich durch Marcel Heller. Alemannia schien doch einen Sieg zu wollen, Blut geleckt zu haben. Mit Kefkir für Leipertz sollte der Wunsch nach dem nächsten Treffer umso schneller realisiert werden - doch es dauerte keine fünf Minuten, da zerplatzte auch dieser Traum wie eine Seifenblase.
Denn die Bemühungen des Teams hielten nicht lange an, da machte man es dem Gegner wieder kinderleicht, die größtmögliche Anzahl an Punkten mit in die Heimat zu nehmen. Ein ruhender Ball, eine Unachtsamkeit der Viererkette - schon war es passiert. Ein erneutes Aufbäumen der Gastgeber? Nicht in Sicht. Da konnten auch die Wechsel von Müller für Brauer und U19 Talent Maciej Szewczyk für Schwertfeger nichts mehr rütteln. Die Gäste konnten vielmehr noch einen draufsetzen und machten mit dem 3:1 rund vier Minuten vor Schluss noch alles klar.

So blieb bei einer - unter'm Strich absolut verdienten - Niederlage für Schwarz-Gelb, die sich nahtlos an die letzte anfügt. Auch mit neuem Trainer kann der Bann nicht gebrochen werden; Alemannia macht sich weiter selbst kaputt - einfach nur traurig.

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Van Ecks erste Härteprobe

Niederländer fordert vollen Einsatz gegen Unterhaching!


Wenn das Team der Alemannia am Samstagvormittag auf die Spielvereinigung Unterhaching trifft, dann hat sich im Vergleich zur letzten Partie vor gut zwei Wochen einiges geändert. Denn nicht nur die Konstellation auf der Trainerbank ist nun eine gänzlich andere. Auch die Elf auf dem Platz muss auf die Unterstützung des ein oder anderen Kollegen verzichten. Neben den bekannten Langzeitverletzten um Aimen Demai und Sascha Rösler zählt auch Timmy Thiele zu jenen. Der Angreifer hat sich laut Berichten der Aachener Zeitung am Wochenende die Beugesehne des Daumens gerissen und fällt somit mindestens einen Monat aus. Und auch auf Kristoffer Andersen kann der neue Trainer am neunten Spieltag nicht setzten. Den dänischen Neuzugang plagen weiterhin muskuläre Probleme.

So bleibt offen, welche Elf René van Eck den Zuschauern des Tivolis am Samstag präsentieren wird. Auch wenn - vor allem durch den kurzfristigen Ausfall Thieles - vereinzelt Änderungen vorgenommen werden müssen, versprach der Coach in der heutigen Pressekonferenz, das Team nicht von Grund auf neu zu strukturieren.
Denn dazu gäbe es auch keinen Grund. Wie sich die Mannschaft in den vergangenen Spielen präsentiert hat, das interessiert Alemannias neuen Übungsleiter herzlich wenig. Von jedem Spieler wolle er sich ein eigenes Bild machen, den Anfang dazu hat er gemacht, als er am Montagnachmittag zusammen mit dem vorübergehenden Co-Trainer Plaßhenrich und Torwart-Trainer Stephan Straub das Trainig in der Soers übernommen hat.

Die Leistungen des Teams in dieser Trainingswoche wären akzeptabel gewesen. Es gäbe noch einiges zu verbessern, doch dass man auf dem richtigen Weg sei, da ist sich der Chefcoach sicher.
Am morgigen Samstag soll sich dies nun beweisen. Bei seiner ersten Härteprobe als Trainer von Schwarz-Gelb empfängt seine Mannschaft die Spielvereinigung Unterhaching um vierzehn Uhr auf dem Tivoli. Nach fünf sieglosen Partien in Folge sollen dann endlich wieder drei Punkte her!

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René van Eck soll's richten

Alemannia stellt den Nachfolger von Trainer Ralf Aussem vor


Der Name René van Eck fiel an diesem Wochenende nicht selten. Es kursierten diverse Gerüchte, der holländische Trainer von Nürnbergs U19-Mannschaft hätte seinen laufenden Kontrakt bereits gelöst und in Aachen unterschrieben. Doch die Alemannia selbst hielt sich bedeckt, wartete den heutigen Tag ab, um es dann doch offiziell zu machen. Exakt eine Woche nach der kurzfristigen Beurlaubung von Chefcoach Aussem und seinem Trainerteam ist dieser Posten neu besetzt. Und das nicht von irgendwem.

Denn René van Eck ist kein unbeschriebenes Blatt - jedenfalls nicht bei unseren Nachbarn in der Schweiz.
Nach Stationen in seinem Heimatland (Excelsior Rotterdam und FC Den Bosch) war der 46-Jährige acht Jahre für den Schweizer Klub FC Luzern aktiv. Zum krönenden Abschluss seiner Karriere unterschrieb er für zwei Jahre beim FC Nürnberg, ehe er als Trainer in die Schweiz zurückkehrte. Mit dem FC Luzern gelang ihm gleich im ersten Jahr, nach einer unglaublichen Serie von 31 ungeschlagenen Partien, der Aufstieg in die höhere Spielklasse.
Bevor van Eck zum FC Nürnberg zurückkehrte, um dort das Nachwuchsleistungszentrum zu leiten und die U19-Mannschaft zu trainieren, saß er unteranderem auch beim FC Carl Zeiss Jena auf der Bank.

Alemannias neuer Cheftrainer unterschrieb am heutigen Tag einen Zweijahresvertrag und leitete am Nachmittag gleich das erste Training. Dabei mit von der Partie: Stephan Straub. Der Ex-Torhüter von Schwarz-Gelb, der bis 2009 selbst auf dem Platz stand, soll die Nachfolge von Spillmann als Torwarttrainer antreten.