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Gravierende Verletzung bremst Cubukcu

Bilal Cubukcu kam in der Winterpause an den Tivoli. Bei der Hertha aus Berlin ausgebildet ging der Türke für 2 Jahre in sein Heimatland. Zurück in Deutschland sah er seine Chancen in Aachen, unterschrieb einen Vertrag bis 2013.
Doch Cubukcu musste kämpfen, um an sein Ziel zu kommen. Weil der Mittelfeldmann noch nicht fit genug war, schob er sogar Sonderschichten. Bis zum heutigen Tag absolvierte er 191 Spielminuten für die Alemannia, in 9 Partien kam er zum Einsatz, zwei Mal stand er dabei von Anfang an auf dem Rasen. 
Doch er wollte weiter daran arbeiten, länger als 45 Minuten einsetzbar zu sein.

Die Entwicklung Cubukcus wurde nun jäh gestoppt. In einem tragischen Trainingsunfall brach sich der Offensiv-Allrounder Schien- und Wadenbein. Die Saison ist für ihn gelaufen, wie lange er genau ausfallen wird, ist noch nicht bekannt.
"Es war ein ekliges Geräusch", berichtet Kapitän Auer. In einem Zweikampf im morgendlichen Training ereignete sich der Unfall, Cubukcu wurde mit einem Krankenwagen direkt ins Luisen Hospital gebracht, wo er schon am heutigen Tag operiert wurde. 

In der Sommerpause soll der Mittelfeldmann wieder aufgebaut werden. Momentan kann man die Worte Auers nur unterstreichen: "Alles Gute für Bilal, hoffentlich kommt er bald zurück!"

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Den Löwen kein Futter sein.

 Alemannia nutzt die Länderspielpause sinnvoll aus

Als sehr wichtig stufte Trainer Hyballa diese wenigen Pausen, die man während einer Saison durch die stattfindenden Länderspiele habe, ein. Trotz eines freigegebenen Wochenendes habe man den Rest der Zeit sinnvoll ausgenutzt. Am Sonntag (13:30 Uhr) soll dies auf die Probe gestellt werden, wenn der TSV 1860 München zu Gast auf dem Tivoli ist.

In den knappen zwei Wochen hat man neben dem intensiven Training außerdem einen Laktatest vollzogen. Da dieser auf Grund des Wetters in der Winterpause ins Wasser gefallen war, nutzte man die Gunst der Stunde, um ihn in der letzten Woche nachzuholen. Außerdem habe man sich mit dem Spielern, die zum Saisonende die Alemannia verlassen, noch einmal an einen Tisch gesetzt und sie über ihren weiteren Werdegang (beziehungsweise das Ende für sie in diesem Klub) informiert.

Wenn es gegen den TSV aus München am Sonntag ran geht, will Trainer Hyballa Münchens momentane Situation mehr in den Hintergrund drängen. Schließlich ginge es dabei um etwas privates. Am Sonntag solle vielmehr Fußball gespielt werden, dazu seie man da. "Das ist eine gute Fußballmannschaft", berichtet Hyballa über die Elf von Maurer. "Wir beschäftigen uns nicht mit anderen Dingen."
Der Klub aus Bayern steht finanziell vor dem Ruin. In der Liga verweilt man derzeit auf dem 8. Platz, auf das Konto der Löwen gehen momentan 40 Punkte.

Seitens der Alemannia geht man relativ entspannt in die Partie gegen den indirekten Tabellennachbarn. Personell sieht es im Kader der Alemannia nur bedingt düster aus. Tolgay Arslan und Shervin Radjabali-Fardi haben den Weg zurück in die Heimat wiedergefunden. Obwohl es Fardi mit einer Zerrung kurzzeitig rausgeworfen hatte, hat sich die Lage bei ihm wieder entspannt. „Er ist fit und kann spielen“, berichtet der Trainer über den Berlin-Neuzugang. Weniger gut steht es jedoch um Kevin Kratz. Der Mittelfeldakteur klagt über eine Grippe, sein Einsatz am Sonntag ist fraglich.
Definitiv ausfallen wird Juvhel Tsoumou. "Günther" hatte sich am Mittwoch beim Training das Syndesmoseband gerissen. Der junge Stürmer, der hauptsächlich für die Amateure der Alemannia zum Einsatz kommt, fällt mindestens sechs Wochen aus.


Bisher habe man für die Partie gegen die Löwen rund 16.000 Karten verkauft. Das angekündigte schöne Wetter, sowie der verkaufsoffene Sonntag in der Aachener-City lässt jedoch noch einige Zuschauer mehr vermuten. Wer sich kurzfristig entscheidet und noch in den Genuss einer Karte kommen möchte, hat dazu an allen bekannten Vorverkaufsstellen die Chance. Wie gewohnt öffnen die Tageskassen 2 1/2 Stunden vor dem Spiel. Laut Wettervorhersagen soll das Thermometer morgen bis auf 15 Grad hinauf klettern.

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Flo verlängert!

Alemannia plant das Jahr 2011 mit Müller.

Eine tolle Geste zeigte der Verein noch bevor das Spiel gegen die Eintracht überhaupt angepfiffen wurde: Florian Müller hat seinen bis Juni 2011 laufenden Vertrag um ein Jahr plus Option auf eine weitere Saison verlängert. Der Mittelfeldakteur hatte sich im Spiel gegen den VfL Bochum, nachdem er sich gerade wieder in die Startelf zurück gekämpft hatte, den zweiten Kreuzbandriss innerhalb eines Jahres zugezogen und fällt somit wieder rund ein halbes Jahr aus. „Sicher haben wir eine soziale Verantwortung. Das Wichtigste bei Flo ist aber: Wir vertrauen zu 100 Prozent darauf, dass er gesund zurück kommt. Und dann ist es auch sicher, dass er uns verstärken wird“, versicherte Meijer.

„Ich bin sehr froh, dass die Alemannia auf mich baut und mir das Vertrauen schenkt.", so Müller über seine Vertragsverlängerung. Müller absolviert momentan eine Reha in Köln. "Der Heilungsprozess geht nur schleppend voran.", gab Müller vor knapp anderthalb Wochen im Gespräch zu verstehen. "Ich kann nach 45 Minütiger täglicher Untersuchung nur knapp eine Viertelstunde auf das Fahrrad. Viel mehr ist momentan einfach noch nicht drin.", war der Stand der Dinge. Wann genau Müller wieder zur Mannschaft dazustoßen wird ist unklar und vom Heilungsprozess abhängig. Nachdem die Alemannia im Sommer viel Zeit und Kraft in den 23-Jährigen gesteckt hat, möchte man im nächsten Jahr darauf aufbauen. Meijer: „Wir vertrauen ihm“

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Alemannia beklagt den nächsten Ausfall

Immer auf die jungen Wilden!

Wie die Alemannia gestern Abend berichtete, ist wieder ein Platz im Kader leer. Der junge Robert Wilschrey, der momentan noch bei den Amateuren eingesetzt wird, zog sich im gestrigen Training einen Kreuzbandriss zu und fällt somit bis zum Saisonende aus. Robert Wilschrey hatte im Sommer auf sich aufmerksam gemacht und war seither immer ein gern gesehener Gast im Kader der A-Mannschaft. Nachdem er seine Qualitäten im Training bewies, saß er zuletzt häufiger auch bei Auswärtsspielen auf der Ersatzbank. Wilschrey stand kurz vor seinem Profidebüt.

Nun wurde seine Entwicklung jäh gestoppt. Mit der Diagnose Kreuzbandriss, Innenbandriss und Außenmeniskusriss im Knie leidet der 21-Jährige eine ähnliche Verletzung wie die Kollegen um Müller & Co.
Hyballa betitelt seinen Ausfall gefasst, ›Die nächste Hiobsbotschaft!‹ und sieht damit weiterführend ein nächstes Problem: ›Und wir haben wieder einen Spieler weniger‹.

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Das Alemannen-Lazarett

Zum Mitschreiben.

Nach dem Ausfall des jungen Nationalspielers Alper Uludag berichtete man gestern Abend vom kurzfristigen Ausfall Nico Herzigs und Thomas Zdebels. Während es dem Routenie Zdebel schon seit Wochen in der Wade zwickt, beklagt man nun auch den Ausfall des Innenverteidigers Nico Herzigs. Nach seiner Operation am Knie entstand an der Stelle ein Ödem. Nachdem er seit Wochen versuchte, seine Schmerzen mit Medikamenten zu unterdrücken, wird er nicht mit nach Oberhausen reisen. Gleiches gilt für den Leidesgenossen Zdebel.
Gute Chancen, die Reise nach Oberhausen antreten zu können, haben die beiden Amateur-Spieler Daniel Engelbrecht, sowie der schon in mehreren Partien auf dem Spielbogen auftauchende Robert Wilschrey, welcher am Freitag Abend sogar Chancen auf ein (Startelf-)Debüt hätte.
Doch, wird überhaupt gespielt? Aus der Sicht des Gastgebers wurde gestern vorerst grünes Licht gegeben. Nach der heutigen Verschlimmerung des Wetters bleibt der Freitagmorgen abzuwarten. Erst wenn Schiri Markus Schmidt sich die Gegebenheiten vor Ort inspiziert hat, wird er ein genaues Urteil geben. Die Rasenheizung im  Niederrhein-Stadion läuft bislang auf Hochtouren. Ob sie dem vielen Schnee stand hält, bleibt vorerst abzuwarten. Am Freitagabend werden rund 6.000 Zuschauer erwartet.


Das Lazarett - Kurz notiert. 
Wie in der letzten Saison muss die Alemannia zur Zeit einige Ausfälle beklagen. Wie vom Pech verfolgt stehen der Alemannia momentan nicht zur Verfügung:

  • Markus Daun - Knie-Verletzung
  • Thorsten Stuckmann - Mittelfußbruch
  • Seyi Olajengbesi - Sehnenabriss
  • Thorsten Burkhardt - Fußverletzung
  • Florian Müller - Kreuzbandriss
  • Alper Uludag - Syndesmosebandriss
  • Thomas Zdebel - Wadenverhärtung
  • Nico Herzig - Ödem am Knie

Für sie alle ist das restliche Jahr 2010 wohl gelaufen. Ihr Einsatz noch in dieser Saison ist bei allen - abzuwarten bleibt es bei Thomas Zdebel und Nico Herzig - eher unwahrscheinlich. An dieser Stelle wünsche ich allen eine gute Genesung - nach jedem Rückschlag kommen Zeiten die wieder besser sein werden!

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Das Erzgebirge erklimmen

10 Meter - eh. Punkte.

10 Punkte liegen die kommenden Gegner aus dem Erzgebirge vor den Tivoli-Kickern. Sie sind mit eine Überraschung der Liga, denn so hätte wirklich niemand gedacht, dass der Aufsteiger aus Liga 3 am 13. Spieltag der Saison auf Tabellenplatz 2 zu finden sein würde. Abschrecken solle dies die Aachener jedoch nicht. Schließlich wolle man 3 Punkte - endlich mal wieder.

Sie werden wohl mit das einzige Team der Liga sein, welches die 650 Kilometer zum Erzgebirgstadion mit dem Bus antrat. Schon früh trat man also den Weg in den Osten Deutschlands aus - Abfahrt war am Samstagmorgen um 7 Uhr - und damit wurden gleich die Weichen für den Sonntagmittag gelegt. Denn kurz zuvor stand noch nicht einmal fest, ob Kevin Kratz den Weg ins Erzgebirge überhaupt antreten würde. Dieser konnte am Freitag wegen einer Oberschenkelverhärtung nur bedingt ins Trainingsgeschehen eingreifen. Sein Einsatz am Sonntag ist weiterhin fraglich.
Ebenfalls wie Kevin Kratz es ergehen könnte, hat es Thomas Zdebel und Alper Uludag getroffen. Während Oldie Zdebel immer noch mit seiner Zerrung kämpft, hat es Uludag schon heftiger getroffen. Der junge Türke hat sich womöglich einen Fußbruch zugezogen und konnte die Reise ins Erzgebirge nicht mit antreten. Die genaue Diagnose steht jedoch noch aus. Für den 19-Jährigen wurde Narciso Lubasa nachnominiert. Ebenfalls in den Kader gerutscht ist der U23-Alemanne Robert Wilschrey, der im Training mit guten Leistungen auffiel.
Nicht dabei sind die Langzeitverletzten um Markus Daun, Thorsten Burkhardt, Florian Müller, Thorsten Stuckmann und Seyi Olajengbesi. 

Ein etwas Spielunabhäniges lockt Trainer Hyballa ebenfalls in den Osten. Bei der Partie gegen den FC Erzgebirge Aue trifft der jüngste Coach der Liga auf den Trainer der Lila-Weißen, Rico Schmitt, mit welchem er gemeinsam die Lehrgänge zu A-Schein und Fußball-Lehrer absolviert hatte. Für dessen Team sieht es alles in allem jedoch ein bisschen rosiger aus. Konstante Leistungen, erkämpfte Siege, dreckige Partien und nicht zuletzt der Tabellen Platz 2 - Fakten, mit denen niemand vor Saisonbeginn jemals hätte gerechnet. Für die Alemannia sieht es dagegen ganz anders aus. Schöne Spiele, ohne Punkte - eigentlich das genaue Gegenteil.
Dennoch lobt Hyballa sein Team immer wieder und sucht sich ein bisschen damit die Ausreden, dass sie halt einfach ›die jüngste Mannschaft der Liga.‹ sei, und das ist Fakt.

Fakt ist auch, dass Trainer Hyballa sich am Sonntag die 3 Punkte wünscht. „Wir haben einfach zu wenig Dreier geholt“, stellt er fest. Damit ist das Ziel für die Partie gegen Aue kurz und knapp ausgedrückt. Dies umzusetzen liegt nun also nur noch in den Händen der Spieler, die folgend am Sonntag auf dem Platz stehen werden. Anpfiff dazu ist um 13:30 Uhr. Geleitet wird die von Partie Günter Perl. Ihm assistieren Karl Valentin und Thomas Färber. Vierter Offizieller ist Michael Emmer.

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›Die Fans waren gigantisch.‹

Aus der Sicht eines Fans war das gestrige 'Heimspiel' in Bochum ein Highlight der Saison - und das obwohl zum Ende der Partie nur ein '1:1' auf der Videowand aufleuchtete. Die knapp 2.000 mitgereisten Aachener feierten das Remis wie einen Sieg. Ob Welle, Humba oder 'Wir woll'n den Trainer seh'n': die Stimmung war einzigartig und unbeschreiblich. Zurecht feierte man ein Team, was es zu Anfang nicht einmal so einfach hatte..

Mit Grönemeyers Hymne, dem Stadtlied zu Bochum mit gleichnamigem Titel, zogen beide Mannschaften vor rund 15.000 Zuschauern in das RewirPower-Stadion ein. Zum dritten mal in Folge schickte Trainer Hyballa damit die selbe Startelf ins Rennen. Vor Stammkeeper Hohs agierten um den Grippe geschwächten Abwehr-Chef Stehle die Viererkette mit Feisthammel, Müller und Achenbach. Die blutjunge Raute im Mittelfeld bildeten abermals Kevin Kratz auf der 6, Höger auf rechts, Uludag auf links, sowie Tolgay Arslan hinter den beiden Spitzen Benjamin Auer und Zoltán Stieber. Robert Hartmann, der Mann mit der Pfeife, führte beide Teams mit seinen Assistenten Zacher und Pflaum zum Anpfiff an den Mittelkreis.




Mit knapp 2.000 mitgereisten Aachener Fans im Nacken erwischte die Alemannia eigentlich den besseren Start: Sie zeigen den Gastgebern, dass mit ihnen nicht zu scherzen war; der entscheidende letzte Pass blieb jedoch häufig aus. Andererseit waren die ankommenden Bälle keine Gefahr für Keeper Luthe im Bochumer Kasten. Die Alemannia spielte sauber und ließ den Gastgeber wenig Chancen, sodass diese sich nach knapp 10 gespielten Minuten nur noch mit Fouls zu helfen wussten - nachdem Bochums Maric Kratz böse mit den Stollen am Knie erwischte, musste der Ex-Leverkusener minutenlang an der Außenlinie behandelt werden. Während sich Ersatz Zdebel schon warm lief, folgte direkt der nächste Schock für die Schwarz-Gelben Tivoli-Kicker: Mahir Saglik stand nach einer Flanke am langen Pfosten genau richtig und ließ Keeper Hohs keine Chance - Führung für die Gastgeber.




Die ungerechte Führung der Blau-Weißen brauchte nur kurz 'Sacken-Lass-Phase', bis die jung Spurte im Aachener Team darüber hinweg waren und die Augen wieder nach vorne richteten. Nachdem Kratz nach dem Zweikampf knapp fünf Minuten den Helden makierte, indem er auf die Zähne bis, kam nach knapp 20 Minuten Oldie Zdebel für ihn in die Partie. Nach der Führung der Gastgeber zogen diese sich dann noch weiter zurück. Die Alemannia hatte Platz, der Raum war breit - Uludag und Stieber scheiterten im Bochumer Sechzehner - Arslan hatte den Ball schon einmal ins Tor befördert, Schiedsrichter Hartmann entschied jedoch auf Abseits und ließ das Tor somit nicht gelten. Zum Ende der ersten Halbzeit ließ der zweite Wechsel dann auch nicht mehr länger auf sich warten: Der Grippe-Geschweächte Abwehrchef Stehle wank nach knapp vierzig Minuten ab - der Axt ging die Luft aus, für ihn kam Mirko Casper in die Partie (38.) Kurz danach war dann auch Schluss, Außenverteidiger Achenbach, ärgerlich über den frühen Abpfiff, erntete zum Gang in die Kabine den gelben Karton.



Die zweite Halbzeit blieb dann vom Verletzungspech nicht verschont: der junge Florian Müller verletzte sich im Zweikampf in Hälfte eins so stark, dass er direkt in der Kabine blieb; für ihn stand nun Aimen Demai auf dem Rasen. Mit dem schon nach 45 Minuten ausgeschöpften Wechselkontingent und dem Verletzungspech ließ sich der Rückstand nicht wirklich besser verkraften. Die Alemannia jedoch behielt die Nerven, ging ans Limit - und wurde belohnt! Der Ex-Bochumer und Alemannen-Kapitän Benjamin Auer glich nach Stieber-Flanke auf alter Wirkungstätte aus zum 1:1 (56.).

Die Stimmung bei den mitgereisten Aachenern stieg erneut an, die Fans tobten und pushten damit ihre Kicker weiter vor. So hatte es die Schlussphase noch mal richtig in sich. Torjäger Auer verpasste knapp das 2:1 (89.); sein Ball ging nur knapp über die Latte. Dann war auch Schluss im RewirPower Stadion. Die Spieler verabschiedeten sich in Richtung Gästekurve und ließen sich noch einmal richtig feiern. Die Fans nämlich feieren das Remis wie einen Sieg. Nach einer Welle baten sie die Spieler noch einmal an den Zaun, nachdem diese sich dann nach tobendem Beifall langsam entfernten, forderten die Fans einmal die Trainer auf - passend zu diesem fuliminanten Spiel etwas, was es zuvor vielleicht auch noch nicht gegeben hatte: Mit den Rufen 'Wir woll'n den Trainer seh'n.' bat man Eric van der Luer und Chefchoach Peter Hyballa ebenfalls an den Zaun - und das, obwohl man nicht einmal gewonnen hatte! Generalprobe bestanden, aufgewärmt für  Mainz 05, die am Mittwoch im Tivoli erwarten werden.




Die Polizei - Dein Freund und Helfer.

Viele der mit dem Auto angereisten Fans hatten nicht (mehr) mitbekommen, welch ein Polizeiaufgebot in ganz Bochum herschte, sowie was vor dem Einstieg in den Sonderzug in Bochum am Hauptbahnhof noch vorgefallen war. Man fühlte sich mal wieder 'wie im Knast' - wie ich ein Zitat beim durchqueren des Bahnhofes auf schnappte - da an allen Ecken die dick bewaffneten grünen Männchen lauerten. Nach einer 'friedlichen' Hinfahrt und nur einer Stunde Marsch zum Stadion verlief der Rückweg nicht mehr so ganz glimpflich: Nachdem es auf dem Heimmarsch von Stadion zum Bahnhof schon zu Krawall zwischen Aachener Fans und denen der Bochumer kam, verhinderten Fans auch noch das Abfahren des Zuges. Da einige Aachener beukotierten und sich weigerten in den Zug ein zu steigen, hatten diese schnell einige der schon im Zug feiernden Alemannen auf ihrer Seite, die in Partystimmung ihre Kleider aus den Wägen schmissen und eine Fensterscheibe zertrümerten, um zu verhindern, dass der Zug schon losfuhr, da man natürlich mit allen wieder zurück nach Aachen kehren wollte. Da sich die Fans mit Worten nicht beruhigen ließen, kam der Zug plötzlich ins Rollen - erreichte jedoch nicht einmal die 10 Meter Marke da, so schien es, hatte jemand die Notbremse gezogen. Der Lokführer sprang aus seinem Führerwagon, stürmte hinter den nun auf das Gleis spurtenden Polizisten her. Danach soll alles ausgeartet haben: Nachdem ein Aachener einen Polizisten nieder geschlagen hatte, wurden die Fans kurzer Hand mit Tränengas ruhig gestellt und in den Zug geführt, damit der Zug - mit einer halben Stunden Verspätung - endlich aus dem Bochumer Hauptbahnhof herausrollen konnte.

Übrigens: der Täter, der den Polizisten in Bochum eins' verpasst hatte äußerte sich auf die Frage, warum er das getan hätte mit den Worten 'Ich habe mich bedroht gefühlt' - auf ihn wartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung, eine Anzeige wegen dem Widerstand der Staatsgewalt, sowie ein halbjähriges Stadionverbot. Tränengas und Schlägerreien - Leute, das muss nicht sein! Die grünen Männer aus Bochum durften aus Aachen dann übrigens die nächste Euregio zurück nehmen: Nach den Ausartungen vor dem Zug verstärkten sie die aus Aachen angereisten Polieikräfte im weiteren Verlauf im Zug.




Santa Maria Krüppelheim.

Viel Verletzungspech zog die Alemannia aus der Generalprobe gegen den VfL Bochum zum Spiel am Mittwoch gegen Mainz O5. Nachdem zunächst Kratz in Hälfte eins unglücklich vom Gegenspieler erwischt wurde, musste der Ex-Leverkusener am heutigen Tag am Knie genäht werden. Florian Müller traf es da erheblich härter: Der junge Eisenhüttenstädter zog sich in einem Zweikampf am gestrigen Sonntag erneut einen Kreuzbandriss im vorderen Knie zu und fällt nun wieder 6 Monate aus. Ein Rückfall, ein schwerer Schlag für 'Flo' Müller, der sich in der letzten Saison - auf den Tag genau vor einem Jahr im Spiel gegen Union Berlin - schon einmal das Kreuzband gerissen hatte und somit bis zum Ende der Saison ausfiel. Gerade jetzt, wo er sich wieder in die Mannschaft integriert hatte und zurück in die Startelf gefunden hatte, sitzt der Schock tief bei Spieler und Verantwortlichen. ›Das ist schrecklich für Florian. Er ist gerade aus derselben Verletzung zurück und hat einige ordentliche Spiele gemacht. Jetzt fällt er wieder lange aus. Da musst du erstmal schlucken, wenn einem jungen Sportler so etwas passiert. Er ist ein Riesen-Talent, das uns jetzt wieder lange fehlen wird‹

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Olas Hinrunden-Aus.

Noch vor dem Spiel in Berlin wurde Trainer Hyballa um die Verletzung Olajengbesis aufgeklärt. In seinem ersten Training nach seiner Zerrung, die er sich im Spiel in Frankfurt zugezogen hatte, erlitt er nun einrn knöcherner Sehnenabriss im Adduktorenbereich. Olajengbesi fällt damit nun wohl die komplette Hinrude aus.

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Herzig stoppt Alemannias Freude in der Ligapause

Nachdem die Alemannia im Testspiel am Donnerstagnachmittag einen Sieg über den niederländischen Erstligisten Nijmegen eingefahren hatte, folgt nun ein derber Rückschlag für die Schwarz-Gelben: Innenverteidiger Nico Herzig wird zum Start nach der Ligapause fehlen. Aufgrund eines Innenmeniskus-Risses darf sich der 26-Jährige am Montag einer Knie-OP hingeben. Somit wird er in den kommenden Wochen nicht einsatzbereit sein.

Zum Spiel auf dem altehrwürdigen Tivoli an diesem Nachmittag war der Pößnecker gar nicht erst angetreten. Beim 2:0 Erfolg über den niederländischen Erstligsten schossen jeweils Gueye und Höger die Tore für die Tivoli-Kicker.

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Benny Auer reiht sich in die Verletzten-Liste ein


Gut gelaunt wie bei der Saisoneröffnung am letzten Sonntag würde sich Toptorjäger Benjamin Auer heute Abend wohl kaum mehr zeigen. Natürlich, nachdem der Landauer heute morgen unglücklich mit Keeper Hohs zusammen gestoßen war, brachte das Ergebnis aus der Kernspinuntersuchung am Nachmittag in Köln schon eine gewisse Entwarnung, anders habe man sich den Saisonstart jedoch schon vorgestellt. Mit einem Innenbandriss im Knie wird der Stürmer nun auf ungewisse Zeit aussetzen müssen (Spekuliert wird auf etwa 6-8 Wochen), der Saisonstart für ihn in 2 Wochen rückt so jedoch in weite ferne. 

Leäv Benny, jute Besserung!