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Viktoria gelingt die Revanche im Topspiel

Erste Heimniederlage lässt Aufstiegstraum wohl endgültig platzen




Auch wenn rechnerisch immer noch alles möglich ist: Die Anhänger von Schwarz-Gelb sollten sich spätestens seit Donnerstagabend vom Aufstiegstraum verabschiedet haben. Denn nach lediglich drei Punkten aus den letzten vier Spielen liegen die Tivoli-Kicker vier Punkte von der Tabellenspitze entfernt und haben in den letzten drei Spielen nun auch noch Viktoria Köln über sich stehen. Diese nämlich nutzten an diesem Spieltag die Gunst der Stunde, sich zwischen Gladbach und den TSV zu stellen und haben mit einem Nachholspiel nun ebenfalls gute Chancen, sich den ersten Platz unter den Nagel zu reißen – getreu dem Motto: Wenn zwei sich streiten freut sich der (ehemalige) Dritte.

Dabei hatten die Vorzeichen vor dem Topspiel in der Mainacht so gut für Schwarz-Gelb ausgesehen: Zwar hatte man gegen die Schalker U23 unglücklich den Kürzeren ziehen müssen, konnte sich beim SV Rödinghausen jedoch dafür bedanken, dass man zum 31. Spieltag noch einmal neue Hoffnung geschenkt bekommen hatte.
Doch mit Viktoria Köln erwartete die Alemannia im nächsten Endspiel vor heimischer Kulisse einen harten Brocken. Im Vergleich zur Partie in der Vorwoche ließ Coach Peter Schubert sein Team unverändert: Vor Stammkeeper Löhe positionierte sich die Viererkette um Lejan, Hackenberg, Hoffmann und den wiedergenesenen Dominik Ernst. Jerat und Demai bildeten die Doppelsechs, während Dowidat und Müller über die Außen stürmten. Fabian Graudenz markierte im Angriff Kevin Behrens' Sturmpartner.

Rund 11.800 Zuschauer hatten trotz "Tanz in den Mai" auf die Ränge des Tivolis gefunden und waren gewillt, ihr Team zum nächsten Dreier vor heimischer Kulisse zu peitschen. Doch auch wenn Schwarz-Gelb mit viel Power in die Partie startete, ließen auch die Gäste vor dem gegnerischen Kasten keine Chance ungenutzt und forderten Keeper Löhe im Aachener Kasten viel ab.
Doch auch auf der Gegenseite zeigten die Gastgeber schöne Aktionen: Nachdem Dowidat nur knapp an Schlussmann Pellatz gescheitert war, wuchtete Hackenberg das Leder nach Jerat-Ecke nur an die Latte. Aus der Entfernung zimmerte Behrens im Anschluss die Pille gen Viktoria-Gehäuse, sodass sich der Keeper der Kaczmarek-Elf ganz lang machen musste.
Nach fünfundvierzig Minuten, in denen sich beide Mannschaften nichts schenkten, den gegnerischen Torhüter jedoch auch nicht überwinden konnte, ging es wenig später torlos in die Kabinen. 

Nach dem Seitenwechsel begann die zweite Hälfte der Partie mit einem Paukenschlag. Die Gäste erwischten den besseren Start: Nach Flanke auf Röttger war dieser mit dem Kopf zur Stelle und ließ Keeper Freddy Löhe keine Chance (52').
Die Schwarz-Gelben schienen sich nun aufgegeben zu haben – trotz Einwechslung von Ito und Maier konnten die Kicker aus der Kaiserstadt im gegnerischen Strafraum keine Akzente mehr setzten. Damit ist er so gut wie aus – der Traum vom Aufstieg in die dritte Liga. Erstmals seit über einem Jahr konnte die Schubert-Elf im eigenen Stadion wieder überwunden werden. Auch wenn die Gladbacher im Topspiel in Oberhausen nur einen Punkt holten: Die besseren Chancen zum Einzug in die Aufstiegsspiele haben nach dem 31. Spieltag Gladbach und Viktoria. Die Alemannia ist in der nächsten Woche zum drittletzten Kick der Saison in Rödinghausen zu Gast, ehe man zum letzten Heimspiel den SC Verl empfängt.

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Achterbahnfahrt in die Aufstiegsspiele?

Für Schwarz-Gelb zählen auch gegen Viktoria nur drei Punkte




Nach der Pleite bei der Schalker U23 am vergangenen Freitag stand für die meisten Anhänger der Alemannia fest, dass der Traum vom Aufstieg endgültig geplatzt ist. Doch nach der Niederlage des Tabellenführers im Nachholspiel in Rödinghausen taucht am Tivoli neue Hoffnung auf. Derzeit liegen die Gladbacher mit drei Punkten vor dem Team von Trainer Peter Schubert. Nur wenn Schwarz-Gelb alle kommenden Partien für sich entscheidet und die Bundesliga-Reserve mindestens noch ein weiteres Mal patzt könnte der Kultklub Ende Mai in die ersehnte Aufstiegsspiel-Runde einziehen.

Bis dahin ist es für die Tivoli-Elf jedoch noch ein weiter Weg, auf dem sie auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Der nächste Gegner des Tabellenzweiten macht es ihm daher nicht gerade leichter: Auch die Viktoria möchte sich in den Streit der beiden Spitzen noch einmal einmischen und hat rechnerisch mit sechs Punkten Rückstand auf Platz Eins ebenfalls noch die Chance, am Ende ganz oben zu stehen. 
Um das zu verhindern und zumindest theoretisch weiterhin im Rennen zu bleiben ist ein Dreier für Schwarz-Gelb am heutigen Abend somit Pflicht. Personell kann das Trainerduo Schubert/Plaßhenrich gegen die Kölner wieder aus dem Vollen schöpfen. Demnach wird Dominik Ernst wahrscheinlich zurück auf seine alte Position kehren.

Im Hinspiel war Schwarz-Gelb durch einen Dowidat-Treffer in letzter Sekunde der Dreier gegen den ehemaligen Tabellenführer gelungen, den Spieltag darauf glänzte Schwarz-Gelb als neuer Spitzenreiter der Liga. In der Hoffnung, dieses Szenario wird auch zum Saisonende hin noch einmal gelingen, werden am Donnerstagabend mehrere tausend schwarz-gelbe Anhänger das Spektakel auf dem Tivoli verfolgen. Anpfiff der Partie ist um 19:30 Uhr, erwartet werden über 9.000 Zuschauer, sodass sich eine frühe Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt.

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Drei Punkte im Spitzenspiel

Alemannia zieht mit Tabellenführer Viktoria Köln gleich




Nach wochenlanger Vorfreude auf die Partie beim Tabellenführer konnte die Alemannia diesen mit einem knappen 1:0 Erfolg weiter in die Krise schießen. Vor über 4.500 Zuschauern gelang der Schubert-Elf damit der Sprung auf den zweiten Tabellenplatz, zusätzlich zog man punktetechnisch mit dem Gegner aus der Domstadt gleich.
Im Vergleich zum Vorwochenende hatte das Trainergespann seine Elf auf gleich drei Positionen verändert. In der Viererkette vor Stammkeeper Löhe gab es dabei den ersten Wechsel: Neben Ernst, Hackenberg und Hoffmann agierte Thackray anstelle von Lejan, der neben Jerat ins zentrale Mittelfeld rückte. Die Offensive wurde durch Dowidat, Graudenz, Duspara und Lünenbach vollendet, dafür mussten Demai, Dagistan und Garcia zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Mit dem Anpfiff des Topspiels war klar, dass Schwarz-Gelb sich ohne Punkte im Sportpark Höhenberg nicht zufrieden geben würde. Deshalb startete das Team vom Tivoli voller Elan in die Partie, konnte in den Anfangsminuten jedoch nichts Zählbares zustande bringen. Die Viktoria kam auf der Gegenseite in den ersten Minuten der Partie ähnlich gefährlich zum Zuge, fand in Keeper Löhe jedoch stets ihren Meister.
Vor allem Graudenz hatte auf Seiten der Aachener immer wieder die Möglichkeit, den Klub aus der Kaiserstadt in Führung zu bringen. Vor dem Tor von Keeper Pellatz behielt der 22-Jährige doch nie die Nerven. 
Die Viktoria, aus dem Spiel heraus nicht annähernd so gefährlich wie nach Standardsitutionen, fand in den ersten fünfundvierzig Minuten ebenfalls nicht den Zug zum Tor, weswegen es torlos in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel reagierte Viktoria-Coach Wollitz mit gleich zwei Spielerwechseln auf die Torflaute der Hausherren. Wenngleich sie daraufhin den Druck erhöhten, behielt Schwarz-Gelb den Überblick im Spiel und ließ vor dem eigenen Kasten weiterhin nichts anbrennen.
Auch Übungsleiter Schubert brachte im Laufe der zweiten Hälfte mit Mohr und Demai gleich zwei neue Kräfte ins Spiel, die für frischen Wind sorgen sollten. Und das taten sie – mit Erfolg! Kurz nachdem Schiedsrichter Sevinc die Schlussphase der Partie eingeläutet hatte, kam Dowidat aus der zweiten Reihe frei zum Torabschluss. Das Leder landete ungehindert im unteren rechten Eck und versetzte alle 3.500 mitgereisten Aachener in einen Ausnahmezustand.
Bis zum Abpfiff ließ Schwarz-Gelb im eigenen Strafraum nichts mehr anbrennen, womit es beim knappen aber verdienten 1:0 Erfolg für die Schubert-Elf blieb. Damit schafft Schwarz-Gelb den Sprung auf Platz Zwei und zieht mit 27 Punkten mit dem Tabellenführer gleich. In gut einer Woche empfängt man nun Rödinghausen auf dem Aachener Tivoli. Anpfiff der Partie gegen den Tabellenachten ist am kommenden Samstag, wie gewohnt um 14 Uhr. 

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Spitzenspiel im Sportpark Höhenberg

Alemannia ist zu Gast bei Tabellenführer Viktoria Köln




Bereits am Freitagabend lädt Tabellenführer Viktoria Köln im heimischen Sportpark Höhenberg zum Spitzenspiel gegen das schwarz-gelbe Team aus der Kaiserstadt. Nach dem erneuten Dreier gegen die U23 vom FC Schalke 04 befindet sich dieses punktgleich mit RWE auf dem dritten Tabellenplatz und könnte mit einem Sieg über den Spitzenreiter mit jenem sogar gleichziehen. 

Während sich die Elf von Peter Schubert weiterhin auf einem Erfolgskurs befindet, musste das Team aus der Domstadt nach zwei Remis in Folge in der vergangenen Woche eine bittere Niederlage in Wiedenbrück einstecken. Damit steht für das Team um Trainer Pele Wollitz nur ein Dreier aus den letzten fünf Spielen zu Buche. 
Die Viktoria empfängt die Aachener damit zu "einem Spiel auf Augenhöhe". Rund 1300 Karten konnte die Alemannia bis Donnerstagnachmittag bereits an den Mann bringen, gerechnet wird mit einem ausverkauften Gästeblock und tatkräftiger Unterstützung aller mitreisenden Fans.

Personell muss Coach Schubert weiterhin auf Kevin Behrens und Bastian Müller verzichten, die nach den Platzverweisen im Pokalspiel gegen Wegberg-Beeck weiterhin gesperrt sind. Anpfiff der Partie ist am morgigen Freitag um 19:30 Uhr. Die Tore des Sportpark Höhenbergs öffnen bereits um 18 Uhr.

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Leistungssteigerung trotz Misserfolg

Alemannia zeigt sich wettbewerbsfähig und verliert trotzdem


Der Abgang nach dem Spiel war für die Jungs vom Tivoli eine Qual: Obwohl man über neunzig Minuten gekämpft und alles gegeben hatte, musste man den langen Weg zur Kabine mit einer 1:0 Niederlage im Rücken antreten. Sechs Spiele in Folge konnte die Schubert Elf damit keinen einzigen Punkt auf ihr eigenes Konto schaufeln - die Luft in der Soers wird von Tag zu Tag dünner.

Keine Woche war sie her - die 0:3 Niederlage in Siegen, die als Fünfte in Folge der Alemannia zur Last wurde. Sich von diesem Ereignis zu erholen und Ausfälle zu kompensieren - dafür blieb wenig Zeit, stand der Top-Favorit im Kampf um die Aufstiegsrunde schließlich schon längst in den Startlöchern.
Die Tore des Tivolis wurden pünktlich zur Partie gegen Viktoria Köln geöffnet, als die Mannschaften das Spielfeld betraten und schnell klar, dass Trainer Schubert sein Team auf gleich mehreren Positionen verändert hatte. Während Freddy Löhe seinen Stammplatz im Tor nicht verlassen hatte, musste schon in der Viererkette davor ordentlich gebastelt werden. Durch die Rot-Sperre von Jochen Schumacher rückte Ajani zurück in die Abwehrreihe um Hackenberg, Opper und Stevens. Marquet und Drevina wanderten ins zentrale Mittelfeld, während Lejan und Strujic über Außen kamen. Moslehe bildete anstatt von Duspara den Sturmpartner von Abedin Krasniqi.

Von Beginn an war klar: Die Fangespräche vom vergangenen Dienstag hatten Spuren hinterlassen. Man sah eine Elf, die plötzlich verlorenen Bällen hinterher sprintete, anstatt sie außer acht zu lassen - eben so, wie es sein sollte. Dennoch wurde gleich klar, dass man sich mit dem Zweitbesten der Liga nicht gerade den einfachsten Gegner ausgesucht hatte, um die Negativserie mit einem Schlag zu beenden und sich selbst zurück auf die Erfolgsspur zu lenken.
Die Klasse des Gastes wurde schon früh sichtbar, doch Freddy Löhe hatte im Tor in den ersten fünfundvierzig Minuten keine Probleme, die Null für Schwarz-Gelb zu halten. Auf der anderen Seite musste Torhüter Koczor ebenfalls selten ins aktive Geschehen eingreifen, weswegen es zum Halbzeitpfiff mit einem 0:0 Unentschieden in die Kabinen ging.

Statt unter aggressivem Pfeifen hatte die Mannschaft mit Applaus den Platz verlassen, was sich zum Start der zweiten Hälfte positiv auf die Leistungsbereitschaft auswirkte. Die Schwarz-Gelben machten und taten was sie nur konnten, doch zwingende Torchancen blieben aus. Unter normalen Umständen hätte das Spiel wohl abgestempelt werden können als "nicht bemüht genug, um den Treffer zu erzielen" - doch unter den Momentanen und im Vergleich zu allen vergangenen Spielen war eine klare Leistungssteigerung zu erkennen, die dennoch keine Früchte tragen sollte. Denn gegen Ende des Spiels verließen die jungen Aachener die Kräfte. Nach mehreren Spielen in so kurzem Zeitraum war zwanzig Minuten vor Ende die Luft raus. Alemannia konnte sich nicht mehr wehren gegen die nun immer stärker werdenen Kölner - als die letzten zehn Minuten der Partie einläuteten, war es Keeper Löhe, der hinter sich greifen musste, obwohl alles danach aussah, dass man endlich wieder nach vorne schauen könnte. Denn zehn Minuten später war Schluss. Ein hart umkämpftes Spiel endete unglücklich für Schwarz-Gelb mit einem 1:0 für die Fortuna. Damit bleibt Alemannia mit zwei Punkten Vorsprung auf dem dreizehnten Tabellenplatz und reist schon am morgigen Dienstag zu Schlusslicht Wiedenbrück, wo dann hoffentlich endlich wieder ein Erfolg gefeiert werden kann.

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Zurück auf Siegkurs

Alemannia Schiff droht nach fünf Niederlagen in Folge zu kentern




Der Frust in der Kurve hatte sich aufgestaut, als die mitgereisten Fans am Dienstag nach der fünften Niederlage das Gespräch suchten. Was war schief gelaufen rund um den Tivoli? Die ersten Spiele der Saison hatte die Alemannia mit Bravour gemeistert, sowohl in Köln als auch gegen Verl konnte man Zuhause sogar dreifach punkten. Danach - die erste Niederlage in Lippstadt, nach der man sich gegen Kölns Zweite noch einmal aufrappeln und ebenfalls siegen konnte. Doch dann fiel Schwarz-Gelb in ein tiefes Loch, dass von Spieltag zu Spieltag die Hoffnungen nimmt, dass die Alemannia in diesem Jahr nicht gegen den Abstieg spielen muss. Die Fakten vor der Partie gegen Viktoria Köln sind eindeutig: Zwei Punkte und zwei Tabellenplätze ist die Tivoli-Elf vom ersten der fünf Abstiegsplätze entfernt, scheint langsam aber sicher nach unten durchgereicht zu werden. 

"Wir können eure Sorgen verstehen", hieß es am Dienstag, "wir sitzen schließlich alle im selben Boot."
Doch dieses Boot droht allmählich unter zu gehen - und dies scheint den wenigsten bewusst. Trainer Schubert betonte immer wieder, dass sich "jeder immer und vor allem am Samstag alles geben wird", doch wirklich viel von dieser Aussage ist schon lange nichts mehr zu sehen. 

Viktoria Köln dahingegen ist in der Liga zur Zeit gutgehandelter Aufstiegsfavorit und findet sich nur wenige Punkte hinter Lotte auf dem zweiten Tabellenplatz wieder - wer damit als Favorit in die Partie am morgigen Samstag geht, ist schnell begriffen. Dennoch: Die Alemannia möchte endlich wieder zurück in die Erfolgsspur, Fans und Sympathisanten beweisen, dass die gesprochenen Worte nicht nur Schall und Rauch waren und sich am Tivoli endlich etwas ändern wird. 

Änderungen in der Startformation werden es dahingegen auf jeden Fall geben - so viel ist sicher. Neben dem Langzeitverletzten Kris Thackray muss Coach Schubert auch auf Schumacher und Yoshihara verzichten. Während Schumacher bei der Partie gegen die Sportfreunde Siegen mit Rot vom Platz geflogen war, ist der Japaner kurzzeitig erkrankt. Ob Ersatztorhüter Unger auf der Bank Platz nehmen kann, steht noch in den Sternen; der Keeper plagt sich zur Zeit mit Schulterproblemen herum. Spielbeginn ist um 14 Uhr, Alemannia erwartet knapp knapp 4.000 Zuschauer am Tivoli.

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Ein gelungener Einstieg

Alemannia siegt im wichtigen Pokalspiel - Matchwinner: Mark Flekken




Es war ein Schritt, von dem niemand gehofft hatte, dass er ihn wirklich gehen wird. Albert Streit, Kapitän von Schwarz-Gelb und derjenige, der im Kader der Kaiserstädter bislang die größte Wertschätzung genoss, unterschrieb in der vergangenen Woche seinen Auflösungsvertrag. Der 32-Jährige, der stets plädierte, dass er die Alemannia in solch einer schweren Zeit unterstützen möchte, verlässt den Verein nun in Richtung Viktoria Köln, dem Regionalligisten, zu welchem die Tivoli-Kicker an diesem Wochenende zur zweiten Runde des FVM-Pokals geladen waren.

Eine Voraussetzung dafür, dass Streits Vertrag bei Schwarz-Gelb frühzeitig aufgehoben wurde, war die Einigung beider Vereine, ihn im Pokalspiel gegen seinen Ex-Klub nicht einzusetzen. So konnte der alte Kapitän am Samstagvormittag nur auf den kalten Plastiksitzen im Sportpark Höhenberg Platz nehmen und das Spiel von der Tribüne aus verfolgen.

Die Lücke, die Albert Streit in der Mannschaft hinterlassen hatte, sollte mit vereinten Kräften geschlossen werden. Kai Schwertfeger sollte das Amt des alten Kapitäns übernehmen und die Binde tragen. Der 24-Jährige, der im Sommer von der Zweitvertretung der Fortuna aus Düsseldorf gekommen war, rückte auf seine ursprüngliche Position in der Viererkette zurück, die von Wilschrey, Herröder und Baumgärtel komplettiert wurde. Timo Brauer bildete zusammen mit Armand Drevina die Doppelsechs, während Robert Leipertz den ehemaligen Kapitän auf der Zehnerposition ersetzte. Während Sascha Marquet und Oguzhan Kefkir über die Flügel kamen, markierte Marcel Heller die zentrale Spitze im Aachener Aufgebot. Weil Trainer René van Eck sowohl Tim Krumpen als auch Michael Melka nicht zur Verfügung standen, feierte Keeper Mark Flekken sein Debüt zwischen den Pfosten der Schwarz-Gelben.

Es war fast wie ein Heimspiel vor anderer Kulisse: Mit rund 2.000 mitgereisten Fans war die Anhängerschaft der Kaiserstädter rund doppelt so groß wie die der Heimmannschaft - möglicherweise mit ein Grund dafür, dass die Gäste im Sportpark Höhenberg besser als die Hausherren ins Spiel fanden. Alemannia spielte offensiv nach vorne und zeigte sich schon in den Anfangsminuten gewillt, im rund achtzig Kilometer entfernten Köln Merheim heute einen Erfolg zu erzielen. Doch den Schwarz-Gelben fehlte das Glück im Abschluss. Auch wenn bis zum Sechzehner guter und überzeugender Fußball gespielt wurde - zum Torerfolg kam man nicht.
Auf der gegenüberliegenden Seite hatte Mark Flekken ebenfalls nicht sonderlich viel zu tun. Die Gastgeber kamen selten bis vor das Tor des Holländers, da das Spiel hauptsächlich auf der anderen Seite stattfand. Sowohl auf das Konto von Nachwuchstalent Drevina, als auf jenes von Leipertz und Heller gingen in Hälfte eins die größten und vor allem gefährlichsten Torchancen, die allerdings nicht den herbeigesehnten Treffer versprachen.

So verabschiedete sich Schwarz-Gelb nach fünfundvierzig Minuten mit einem 0:0 Unendschieden in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel starteten beide Mannschaften unverändert in die zweite Spielzeit, in der die Alemannia dort weitermachte, wo sie aufgehört hatte.
Mit forschem Pressing drückte man die Hausherren zurück in die eigene Hälfte, machte das Spiel schnell und nutzte den sich ergebenden Raum - mit Erfolg! Es waren keine zehn Minuten gespielt, da musste der Keeper der Kölner erstmals hinter sich greifen. Ein schöner Pass von Baumgärtel erreichte in der Mitte Sascha Marquet, der Poremba aus naher Distanz keine Chance ließ.
Schwarz-Gelb jubelte - sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen - doch die überschwängliche Freude sollte nicht von allzu langer Dauer sein. Denn schon im direkten Gegenzug herrschte in der Aachener Abwehr Uneinigkeit. Diese fehlendene Konzentration nutzte Gastgeber Viktoria kaltblütig aus und verwandelte Sekunden später zum 1:1 Zwischenstand.
Mit dem Tor von Bouhaddouz war der alte Abstand zwischen beiden Mannschaften wieder hergestellt und auch wenn sich Schwarz-Gelb bemühte, mit erneutem Torerfolg alles klar zu machen - es half nichts.

Zwanzig Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit reagierte Trainer van Eck und brachte Thiele für Heller. Doch auch die Einwechslung des Ex-Schalkers brachte nicht den gewünschten Erfolg: Weil auch nach neunzig Minuten das Remis stand, musste Schwarz-Gelb in die Verlängerung. 

Mit dem Anpfiff der weiteren dreißig Minuten schienen sich beide Mannschaften bereits darauf geeinigt zu haben, die verbleibenden Restkräfte für ein mögliches Elfmeterschießen aufzuheben. Noch in der ersten Hälfte brachte van Eck den endlich spielberechtigten Japaner Murakami für den platten Drevina, doch auch die Übermotivation des Asiaten änderte nichts am beständigen Spielstand, der sich bis zur 120. Minute nicht mehr verändern sollte.
Erstmals seit der erfolgreichen Pokalpartie gegen die Eintracht aus Frankfurt vor über zwei Jahren sollte der Ausgang dieses Spiels beim Elfmeterschießen geklärt werden. Doch anders als damals, als zwischen den Pfosten des Schwarz-Gelben Kastens der Stammkeeper der Kaiserstädter gestanden hatte, sollte der Mann zwischen den weißen Pfosten ein Debüt feiern, dass er so schnell wohl nicht vergisst - der neunzehnjährige Ersatzmann Mark Flekken, der in diesem Spiel zum Helden werden konnte - und sollte. 
Denn es sollte das Spiel seines Lebens werden. Während seine Teamkollegen um Brauer, Schwertfeger, Kefkir und Baumgärtel alle Strafstöße erfolgreich verwandelten, hatte sich der Schlussmann von Schwarz-Gelb gleich zwei Mal die richtige Ecke ausgesucht - und wurde damit zum Matchwinner. Begraben unter seinen Teamkollegen bekam Flekken kaum mit, wie ausschweifend auf den Rängen gefeiert wurde.

Denn mit dem Sieg über Viktoria Köln zieht die Alemannia in die dritte Runde des FVM-Pokals ein, die aller Wahrscheinlichkeit nach am zweiten Februarwochenende ausgetragen wird. Doch zunächst trifft man am nächsten Wochenende im Rettungsspiel auf den Rekordmeister Bayern München, bei dem sich Flekken den Platz zwischen den Pfosten mehr als nur verdient hat.