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"Paderborn ist eine Mannschaft mit mehreren Gesichtern!"

Hyballa-Elf möchte bei den Ostwestfalen Punkten

Mit der Partie gegen die Ostwestfalen steht die Alemannia vor einer scheinbar kleineren Hürde. SC Paderborn, ein kleiner Traditionsverein aus dem Osten Nordrhein-Westfalens, der in den letzten Jahren zwischen der zweiten und dritten Liga hin und her pendelte und zurzeit mit dem 12. Tabellenplatz noch unter dem der Alemannia residiert.
Bevor die Ostwestfalen zuletzt in in Oberhausen scheiterten (2:0), fuhren sie gegen Teams wie Karlsruhe und Union Berlin deutliche Siege ein (3:0, 0:2). Zu unterschätzen ist die Elf von André Schubert, seines Zeichens junger Chefcoach und Sportdirektor der Blau-Weißen, also durchaus nicht. Vor allem die Ordnung und die Präzision des Teams auf dem Rasen schätzt Coach Hyballa sehr. In SC Paderborn sieht der Trainer der Schwarz-Gelben eine intelligente Mannschaft, die ihr Defizit in Sachen 'starke Einzelspieler' durch konzentrierte Taktik aufholt. "Sie wollen uns zu Fehlern zwingen!", sagt der Trainer und erklärt damit seine Auffassung gegenüber dem kommenden Gegner.
In der Hinrunde machte die Alemannia ihre Überlegenheit erst spät sichtbar. Nach rund 70 Minuten kam der Ball bei den Tivoli-Kickern erst richtig ins Rollen, das Sturmduo Auer/Stieber kündigte an, zu was es in der Lage sein konnte: Benny Auer markierte nach Verletzungspause seinen ersten Saisontreffer, Stieber traf zu seinem dritten Streich. Die Partie endete 2:0.

Das Spiel gegen die Ostwestfalen, knapp ein halbes Jahr nach der Hinrundenpartie, trägt nun ähnliche Vorzeichen. Verzichten muss der Coach weiterhin auf seine Langzeitverletzten, bei denen nur langsam ein Lichtblick zu ersehnen ist. Nico Herzig und Alper Uludag seien auf dem besten Wege, in der laufenden Saison noch ein paar Spiele zu bestreiten. Der Coach prophezeite, dass die Rückkehr der beiden wohl nur noch wenige Wochen entfernt liege. Während für Markus Daun und Florian Müller die Saison schon beendet sei, befänden sich Burkhardt, Stuckmann und Krumpen wieder im Mannschaftstraining. Positive Fortschritte mach zudem Seyi Olajengbesi. Nachdem der Senegalese in der letzten Woche in der Schlussphase in die Innenverteidigung rutschte und seine Präsenz im Training der Norm entspreche, sei er für Morgen auf jeden Fall eine Option für die Startelf. Seine Fitness wäre für die vollen 90 Minuten jedoch noch nicht ausreichend. Thomas Stehle wird aller Voraussicht nach nicht im Kader stehen. Für ihn käme der Einsatz noch zu früh, obwohl er unter der Woche wieder mit trainierte.

Mit breiter Brust, was den Kader angeht, startet die Alemannia also in am morgigen Samstag (13 Uhr) in die Partie. Nach einer starken Trainingswoche, in welcher die Jungs konzentriert gearbeitet haben sollen, zieht Hyballa ein positives Fazit. Der Kader wäre gut gefüllt, sodass am Donnerstag sogar ein 11 gegen 11 Spiel Zustande gekommen sei. "Von der Quantität und Qualität" wäre der Kader also gut bestückt. Angewendet werden muss das Erlernte der Woche nun am Samstag in der Energieteam-Arena in Paderborn. 
In den vergangenen Spielen hätte der Gegner mehrere Gesichter gezeigt, so Hyballa. Mit guten Spielen wie gegen Karlsruhe oder Union, sowie mit schwächelndem Auftritten beim RW Oberhausen oder in Aue. Trotz alledem steht für den jüngsten Coach der Liga das Ziel fest. "Wir fahren nach Paderborn, um zu gewinnen!", fasst Hyballa ins Auge und ergänzt: "Da können wir was holen!"

Schiedsrichter der Partie ist Tobias Welz. Ihm assistieren Markus Häcker und Christopher Bornhorst. Vierter Offizieller ist Patrick Alt.

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Lieber spät als nie

 Nach Achenbachs Traumtor sah's lange düster aus!

Kein schöner Titel:
Hyballas Elf ist Remis-König der Liga
Mit 8 Remis in der laufenden Saison standen die Alemannen schon im Vorfeld als "Remis-Könige" dar. Um diesem "unerfreulichen" Titel Parole zu bieten, sollte gegen die Hessen am Samstag natürlich wieder einmal ein Sieg her.
Dass dies gegen Frankfurt machbar ist, bewies man schon im Hinrundenspiel, in welchem man nach einer 1:0 Führung der Gastgeber das Spiel drehte und schlussendlich mit 1:3 als Sieger vom Platze ging. Die Partie gegen die spielfreudigen Hessen wurde zum "Knackpunkt-Spiel": Die Alemannia startete eine Serie, ließ Mannschaften wie Paderborn, Ingolstadt und Mainz hinter sich; lieferte sich in packenden Partien gegen Bochum und Hertha Fights, die nur in einem Remis endeten. Blieb über sieben Spiele hinweg ungeschlagen und setzte mit dem Pokalrauswurf der Eintracht Frankfurt (nach Elfmeterschießen) dem ganzen noch ein Krönchen auf.

Viel versprach man sich also von der Samstagspartie am Tivoli. Während durch die Medien noch Sprüche wie "Das Ergebnis dürfe dann ja klar sein" im Bezug auf die Historie gegen Frankfurt in dieser Saison flossen, grübelte Coach Hyballa an seiner Startformation. Mit Olajengbesi hatte der 35-Jährige wieder eine weitere Option für die Abwehrreihen im Peto. Weil der Senegalese jedoch erst frisch zurück im Kader war, gönnte man ihm zu Anfang eine Pause auf der Reservebank. So begann man in der Viererkette wie gewohnt mit  Tobias Feisthammel und Mirko Casper (der den angeschlagenen Stehle weiterhin ersetzte) zwischen Timo Achenbach und Shervin Radjabali-Fardi jeweils auf den Außenbahnen. Die Raute im Mittelfeld setzte sich aus Kevin Kratz auf der "Sechs", Marco Höger und Manuel Junglas auf den Außenbahnen, sowie Tolgay Arslan auf der "Zehn" zusammen. Das Sturmduo Stieber/Auer sollte auch gegen Frankfurt zuschlagen. Im Tor stand erneut David Hohs.

Die Alemannia startete vor rund 15.000 Zuschauern flott von links nach rechts. Unter der Leitung von Schiedsrichter Fischer mit seinen Assistenten endeten viele Anfangssituationen aber erstmal im 'ins Abseits rennen'. 
Die erste gute Möglichkeit hatte Kapitän Auer, der nach einer Arslan-Flanke das Leder nicht im FSV-Kasten unterbringen konnte (8').
Es lief alles in allem gut für die Schwarz-Gelben. Mit raschem Kurzpass-Spiel tastete man sich an den Strafraum der Gäste heran. Man drückte die Hessen weit in die eigene Hälfte, sodass man auf eine nennenswerte Aktion lange warten musste. Mölders nutzte das weite Herauslaufen Hohs', schaffte es an ihm vorbei und zimmerte das Leder weit am leeren Kasten vorbei - noch einmal Glück gehabt (25').
Nur mit langen Bällen versuchte Frankfurt, vor dem Aachener Tor gefährlich zu werden. Keeper Hohs stand sicher auf der Linie, hielt für die Alemannen weiterhin das Remis.

In einer quirligen Phase beider Teams war es dann Dauerbrenner Achenbach, der den Kasten das erste Mal rappeln ließ. Aus 25 Metern sah der Abwehrmann, dass Keeper Klandt zu weit rausgekommen war, dann legte er alles drauf an und zimmerte Vollspann ins linke obere Eck (36').
Die Alemannia, unbekümmert von Frankfurts zahlreichen Möglichkeiten, versuchte im Verlauf noch eins draufzusetzen, Junglas und Arslan scheiterten jedoch im Abschluss. 
Auf der anderen Seite zeichnete sich dann Hohs aus: Im Duell gegen Hickl blieb er Sieger und konnte Bouhaddouz' noch ins Toraus lenken, sodass es mit einer 1:0 Führung in die Kabine ging.

Unverändert ging es nach der Pause für beide Teams in die Partie. Die erste Chance gehörte dann den Gastgebern, Stieber versemmelte eine Arslan-Flanke jedoch ins Außennetz. Auf der Gegenseite blieben die Hessen weiterhin stark, setzten sich nicht in den Hintergrund ab - im Gegenteil: Gjasulas' Schuss setzte der Mittelfeldmann nur knapp neben den Pfosten, Mölders Kopfball ging an die Querlatte.

Es war viel Wind in der Partie; auf dem Tivoli ging es hin und her. Obwohl Kapitän Auer mit einem Kopfball, der von Konrad gerade noch geklärt werden konnte, nah am 2:0 war, schafften es die Gäste heran zu kommen: Gjasulas hatte nach einer Flanke in den Strafraum der Gastgeber aus rund 5 Metern keine Probleme, den Ball in Hohs' Kasten zu versenken. Obwohl das Tor aus einer Abseitsposition heraus erziehlt wurde, notierte Schiri Fischer und auf der Videowand leuchtete das 1:1 Remis auf (68').

Der verdiente Ausgleich regte Coach Hyballa zu einem Wechsel an. Der lang verletzte Olajengbesi feierte sein Comeback. Er rückte neben Feisthammel in die Innenverteidigung, Casper nahm Radjabalis Position ein, dieser rückte ins Mittelfeld. Junglas verließ den Platz. Außerdem ersetzte Cubukcu den ausgelaugten Arslan (68' & 73'). Die Schlussviertelstunde, nun von Wechseln bestimmt, kümmerte die Gäste recht wenig. Sie zeigten sich zufrieden mit dem Punkt, mussten bei Auswechslungen geradezu vom Platz geschoben werden. Das Desinteresse der Frankfurter ausnutzend schlich sich Stieber an den Verteidigern vorbei, seine Flanke erreichte Torjäger Auer, der am langen Pfosten lauerte und sicher zur 2:1 Führung und seinem 14. Saisontor einköpfte (83').
Während von den Rängen schon Siegeshymnen angestimmt wurden, trugen die Schwarz-Gelben den Sieg locker zum Ende. Nach 90 Minuten besiegelte Schiedsrichter Fischer das Glück der Alemannen, vorübergehend rutscht man mit 32 Punkten auf einen einstelligen Tabellenplatz.

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›Wir wollen uns festsetzen!‹

Hyballa stellt klar: "Noch ist die Liga nicht vorbei!"

Am Ende einer ereignisreichen Woche lobt der Coach ein konzentriertes, "fast zu gutes" Training. Personell sei der Kader nach den trüben Wintermonaten wieder gut besetzt. Langzeitverletzte machen ihre ersten Schritte in Richtung Comeback - für Abwehrbaracke Olajengbesi stehen die Sterne sogar noch besser: Der Sinegalese ist laut Hyballa wieder im Mannschaftstraining und könnte möglicherweise wieder in den Kader rutschen. Der Abwehrchef ist eine Alternative für die schlecht besetzte Innenverteidigung, die derzeit nur aus Tobias Feisthammel und Thomas Stehle besteht.
Durch die gehäufte Anzahl spielfähiger Spieler taucht auch intern wieder eine Art "Konkurenzkampf" auf. Der Coach kann mit breitem Kader auftreten, im Training schon 11 gegen 11 spielen lassen.

Im Rückrundenspiel gegen den FSV aus Frankfurt soll das im Training so gut Angewandte nun umgesetzt werden. Im Hinspiel stand die Partie für die Alemannia unter einem guten Stern: Nachdem man eine 0:1 Führung der Gastgeber gedreht hatte, besiegte man die Hessen mit 1:3. Auf dem Sieg aufgebaut entstand eine Serie, die sich bis zur DFB-Pokal-Partie erstreckte.
Ähnliches wünscht sich der Coach auch am Samstagvormittag, wo dann zum nächsten "Knackpunktspiel" gerufen wird.
Der FSV steht mit 33 Punkten in der Tabelle knapp über der Alemannia, glänzt mit spielerischem Fußball stat mit großen Worten. Auch wenn Hyballa ein Herz für diese "so ähnliche" Spielphilosophie der Gegner hat, setzt er das Ziel klar auf einen Sieg. Man wolle "endlich mal wieder Gegner schlagen, die über uns in der Tabelle stehen.", schließlich "bringt es am Ende nichts, wenn wir gegen diese immer gut spielen aber keine Punkte einfahren."

Nach 21 Spieltagen steht die Alemannia mit 29 Punkten momentan auf einem "authentischen" 10. Tabellenplatz. Nach der 3-Punkte-Regel konnten die Schwarz-Gelben aus 8 Partien nur jeweils einen Punkt einfahren - und das, obwohl man zwischen "Sieg und Niederlage andauernt schwankte."
Das ist wohl mehr oder minder das größte Makel der Tivoli-Kicker. Die gewonnen Chancen nicht umsetzten, gute Spiele abliefern, ohne Punkte einzufahren.
Man bedenke, hätte man in diesen 8 Partien, in denen man nur über ein Remis hinauskam, obwohl man zeitweise klar überlegen war (vgl. Cottbus, Berlin, Bochum), einen Dreier einfahren können, stände die Alemannia mit 45 Punkten als Spitzenreiter dar.

Der Coach lässt sich auf all dieses "Hätte, wäre, wenn und aber" wie gewohnt nicht ein; lässt stattdessen poetische Worte in den Raum hallen: "Die Zahlen gewinnen immer gegen das Gefühl." - und damit hat er ja auch nicht gerade Unrecht.
Über das Spiel hinaus plädiert der Trainer: "Wir wollen uns festfahren!" Ergänzt auf Andeutungen darauf, dass nach unten und oben ja eh nichts mehr ginge: "Noch ist die Liga nicht vorbei! Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen."
Insbesondere kann der Coach in den kommenden Wochen, in denen die Liga fortgeführt wird, wohl mit Abwehrmann Stehle rechnen. Am heutigen Freitag unterschrieb der 30-Jährige einen Vertrag bis 2013 mit einer Option auf ein weiteres Jahr. Außerdem soll er nach seiner aktiven Zeit eine Position im Klub übernehmen. 
Da Stehle jedoch am Samstag aufgrund eines Muskelfaserrisses weiter passen muss, wäre der bereits erwähnte Innenverteidiger Olajengbesi eine gute Alternative für den in der letzten Woche eingesetzten Mirko Casper. Nach einem U-Nationalspiels ist auch Shervin Radjabali-Fardi wieder im Mannschaftstraining. Der Ex-Berliner hatte beim Spiel der deutschen U21 gegen Italien eine Halbzeitlang in der linken Außenverteidigung gespielt. Zusammen mit seinen Kollegen erlebte er dabei einen 2:1 Sieg seines Teams.

Am Samstag wird dann zu gewohnter Zeit (13 Uhr) wieder an den Tivoli gerufen. An den Mann wurden bisher rund 14.000 Karten. An den Tageskassen sind ab knapp 2 1/2 Stunden vor dem Spiel natürlich noch zahlreiche Tickets verfügbar.
Geleitet wird die Partie von Christian Fischer. Ihm assistieren Dominik Nowak und Marc Frömel. Vierter Offizieller ist Sven Jablonski.

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Kein Dreier in der Lausitz

Nur ein Remis gegen durchschnittliche Cottbuser.


Schon im Vorfeld hatte Coach Hyballa seine Veränderungen gegenüber der Fürth-Partie geäußert. Dies bezog sich nicht nur auf das Verlangen, endlich wieder drei Punkte einzufahren - beziehungsweise gegen einen starken Gegner einen Dreier zu erkämpfen - sondern auch auf personelle Veränderungen in der Startelf. 
So ersetzte Mirko Casper den aufgrund eines Muskelfaserisses in Aachen gebliebenen Thomas Stehle und rutschte somit neben Tobias Feisthammel, Shervin Radjabli-Fardi und Timo Achenbach in die Viererkette. Ebenfalls bekam Tolgay Arslan wieder den Vorzug gegenüber Bilal Cubukcu. Mit Kevin Kratz auf der "Sechs", Marco Höger und Manuel Junglas auf den Außenbahnen bildete er die Raute im Mittelfeld. Das Sturmduo setzte sich abermals aus Kapitän Auer und Zoltán Stieber zusammen. Im Tor stand wie gewohnt David Hohs.

Den frischen Wind der Fürth-Partie vom vergangenen Samstag noch in den Knochen starteten die Gäste aus Aachen flott in die Partie. Man überraschte die Cottbuser mit genauen Pässen und flottem Angriffsspiel. So dauerte es nicht lange, bis sich auch im Ergebnis die deutliche Überlegenheit der Tivoli-Kicker zeigte. Nach einem Einwurf mit Zwischenstop bei Zoltán Stieber kam der Ball zu Kevin Kratz, welcher das Leder aus Rund 25 Metern auf den Kasten des Energie-Keepers Renno knallte. Die Nummer 12 im Tor des FCE' konnte die Kugel nur noch ins linke obere Eck abfälschen - 1:0 aus Sicht der Aachener (8').
Gestärkt vom frühen Führungstreffer, machten die Alemannen da weiter, wo sie aufgehört hatten. Man nutzte die Laufintensivität des jungen Ungars Stieber aus, schickte ihn mehrmals in Richtung Energie-Tor. Die Schiri Assistenten blieben jedoch wachsam entschieden mehrmals richtig auf Abseits.
Wachgerüttelt wurden in den Folgeminuten dann auch die Gastgeber. Der Gegentreffer steckte den Lausitzern nur kurz in den Knochen. Toptorjäger Petersen wurde nun immer häufiger vor dem Tor der Aachener gesichtet, fand jedoch in Keeper Hohs öfter seinen Meister (11') oder setzte das Leder über den Kasten. 

Nach einer Standartsituation der Gastgeber ließen diese ihre Anhänger dann auch jubeln. Eine Ecke erreichte Jula, welcher für Hünemeier ablegte. Dieser hatte keine Probleme, den Ball in David Hohs' Kasten unterzubringen (22').
Die Partie wurde nun immer schneller und schneller. Die Fernsehsender hatten ihre Probleme, von Situationen eine Zeitlupe zu zeigen - so schnell und hitzig war nun die Partie.
Ungern in solch einer schönen Zweitligapartie geschieht dann so etwas, wie im direkten Anschluss an den Ausgleich der Gäste. Nach einem Zweikampf zwischen Kratz und Riebig artete das ganze in eine Art "Ringkampf" aus. Die Streithähne konnten nur von Schiri Kempter und ihren Mannschaftskollegen auseinander gebracht werden. Als Konsequenz erhielten beide den gelben Karton.

"Jeder Schuss ein Tor." - mehr oder minder konnte man Hälfte Eins so zusammenfassen. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleich durch Hünemeier waren die Schwarz-Gelben wieder am Drücker: Eine Stieber Flanke erreichte  zunächst den Kopf von Kevin Kratz. Dessen Kopfball kam zu Mirko Capser, sein Torversuch wurde zunächst vom Cottbuser Keeper verhindert. Den Abblocker nutzte Benny Auer gekonnt und verwandelte mit links als Abstauber zum 2:1 (28').
Ex-Alemanne Adlung nun in Cottbus.
 Während aus der Ecke der Gäste noch Jubelschreie ertönten, waren es widerum die Gastgeber, die das Stadion der Freundschaft wieder beben ließen: Junglas vertendelte den Ball an Roger. Dessen Schuss von Feisthammel abgefälscht ging über Hohs in dessen Tor - 2:2 (32').

Hin und Her in Hälfte Eins. Die Zuschauer dieser Zweitligapartie kamen gänzlich auf ihre Kosten. Nach einer Ecke der Rot-Weißen konnte Hohs gerade noch zur Ecke abfälschen.
In der letzten Situation vor der Pause konnten die Schwarz-Gelben das Ergebnis dann abermals erhöhen. Nach einer Ecke flankte Arslan den Ball in den Strafraum. Auer musste nur noch hinhalten und verwandelte per Kopfball zum Pausenstand 3:2 (45' +1).

In Hälfte Zwei sicherten sich die Gastgeber die erste Möglichkeit. Ex-Alemanne Adlung versuchte, es Kollege Kratz nach zu machen - sein Distanzschuss ging jedoch knapp über den Kasten Hohs'.
Die Alemannen zogen sich jetzt mehr und mehr in die Defensive. Während in Durchgang eins ständig ein Angriffer vor den Toren beider Keeper auftauchte, überließ man diese Tätigkeit im Verlauf der zweiten Hälfte mehr und mehr den Gastgebern. Diese agierten nämlich jetzt mit zunehmenden Angreifern, Wollitz wechselte stetig mehr offensiv Kräfte ein; zum Ende der Partie zog man daraus Erfolg: Nach einem Freistoß der Rot-Weißen kam der Ball zu Jula, dieser machte den Siegeswünschen der Gäste gänzlich einen Strich durch die Rechnung, netzte ein zum 3:3 (83').
In den wenigen verbleibenden Minuten der Partie setzten beide Mannschaften noch einmal daran, einen Sieg einzufahren. Nach 90 Minuten pfiff Schiri Kempter ab - in der Lausitz blieb es bei einem 3:3 Remis.

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Mit Energie ins Stadion der Freundschaft

 Cottbus ist schwierig - aber machbar.

"Die Liga ist unheimlich eng." - Das waren mehr oder minder einleitende Worte von Coach Hyballa, die mit der Auswärtspartie bei Energie Cottbus zusammenhingen. "Wie vor jeder Zweitligapartie" konzentriere man sich auch am Freitag darauf, ein gutes Spiel abzuliefern. Den Leuten da draußen zu zeigen, zu was das Team in der Lage ist - und wenn der Trainer schon solche Worte ergreift, dann ist er meistens auf ein ganz bestimmtes Ziel aus: gewinnen.

Während man der neu zusammengewürfelte Mannschaft im Sommer im Laufe der Saisonvorbereitung in die Köpfe hämmerte, mit Hilfe von diversen Wettbewerben, die Leistungsbereitschaft forderten, ständig nur gewinnen zu wollen, heißt es auch im Halbjahr Zwei unter Hyballa diesen Wünschen nach zu kommen. Nach mäßigen Leistungen zum Auftakt in Berlin, besseren Ansätzen gegen Karlsruhe und totalen Ausfällen gegen die Bayern, soll am Freitag an das gute Spiel der letzten Woche, gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, angeknüpft werden.
Wer die Erwartungen des Trainers am Freitagabend erfüllen soll, steht für den 35-Jährigen schon auf dem Papier geschrieben. Mit einem ähnlichen Kader wie am vergangenen Samstag wolle man auch im Stadion der Freundschaft anreisen. Grundlegend steht dem Trainer zwar Mittlerweile wieder ein breiterer Kader zur Verfügung (Zdebel und Burkhardt wieder im Mannschafttraining, Krumpen und Stuckmann sammeln Spielpraxis bei den Amateuren, Ola im Aufbautraining), dennoch vertraue man dabei auf Fitness und die Leistungen in den letzten Wochen. "Ruhig angehen" wolle man es mit den Langzeitverletzten, denn "wer so lange Zeit raus ist" sollte sich die Zeit nehmen, "wieder rein zu kommen". 
So wird es am Freitag Abend im Osten keine grundlegenden Veränderungen geben. Im Tor stehe wie gewohnt David Hohs und auch auf den Positionen des Mittelfelds gäbe es keine Änderung. Ebenfalls sähe der Coach keinen Grund, das vorhandene Sturmpaar Auer/Stieber auseinander zu reißen.
Allenfalls in der Abwehr sähe Hyballa den zuvor nur eingewechselten Casper als Alternative für die leicht schwächelnde Abwehr. "Natürlich", so betont der Trainer, "spielen Feisthammel und Stehle eine gute Saison". Dennoch ziehe er in Anbetracht, dass der ursprüngliche Rechtsverteidiger auch eine Option für die Innenverteidigung sein könnte, schließlich habe "Mirko gegen Fürth und Karlsruhe ein gutes, sicheres Bild von sich gegeben." Dass der Außenverteidiger so flexibel einsetzbar ist, könnte man mit dem Neuzugang für die linke Seite, Shervin Radjabali-Fardi, vergleichen. Der junge Berliner wechselte gegen die Kleeblätter am Samstag auf die rechte Abwehrseite und gab dort ein akzeptables Bild von sich. Der Trainer lobt: "Es ist immer gut, so flexible Spieler zu haben."

Zuschauertechnisch kann man bei der Partie in Cottbus, die rund 730 km entfernt von der Kaiserstadt ausgetragen wird, wohl nicht erwarten. Laut Alemannia seien im Vorverkauf nur rund 20 Karten verkauft worden. 
Anpfiff der Partie ist um 18:00 im Stadion der Freundschaft. Schiedsrichter der Partie ist Robert Kempter. Ihm assistieren Alexander Schlutius und Thomas Münch. Vierter Offizieller ist Christian Dietz.