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Kleiner Funke Hoffnung...

...oder erloschene Flamme? Alemannia im Endspiel!


Es bleibt ein Rätsel, wie die Verantwortlichen der Alemannia weiterhin mit vollstem Optimismus in das Endspiel gegen den Karlsruher SC gehen können, obwohl der Verein nur noch eine haaresbreite vom Abgrund entfernt steht. Nur noch ein Sieg würde die Schwarz-Gelben nämlich davor bewahren, schon vorzeitig den Weg in Liga 3 anzutreten. Um den rettenden Relegationsplatz zu erreichen müsste ein kleines Wunder geschehen: Die Alemannia zwei Mal siegen, Karlsruhe auch gegen Eintracht verlieren und Rostock dürfte nur einen ihrer verbleibenden Gegner in die Knie zwängen. 
Eine Ausgangslage, die nicht wirklich zu Optimismus verleitet.

Doch Alemannia ging mit dem Thema Abstieg schon die gesamte Saison über leichtsinniger um als jeder andere Verein der Liga. Die Konsequenz droht nun Schlag auf Schlag: Wenn Schwarz-Gelb am Sonntag auf die Schnauze fliegt, war's das zunächst Zweitligafußball in der Städteregion. Dann gingen am Tivoli zunächst die Lichter aus – und niemand wäre da, um sie wieder einzuschalten.
Denn weder Spieler noch sonstige Verantworliche sind mit einem Vertrag für Liga 3 ausgestattet; die gesamte Geschäftsstelle würde geleert sein, wo man schließlich auch hier das Wort "Abstieg" selten in den Mund nahm.

An eine Verabschiedung vor dem Spiel gegen den KSC denkt man allerdings nicht. Als Abgänger stehen lediglich Mirko Casper, den es nach der Saison zur Zweitvertretung von Bayer Leverkusen verschlägt, sowie Marco Stiepermann, Reinhold Yabo und Shervin Radjabali-Fardi (allesamt Leihgaben) fest, und auch Erik Meijer hat nach der Saison seine Koffer zu packen. Dass die Alemannia unabhängig vom Ausgang der Saison nicht weiter mit dem Holländer plant, gab der Verein unter der Woche bekannt.

Wer ebenfalls nach der Saison nicht mehr in Schwarz-Gelb auflaufen wird, entscheidet sich erst nachdem um die Zukunft des Vereins entschieden wurde. Und das könnte bereits morgen der Fall sein, wenn man gegen den Gast aus Karlsruhe keine drei Punkte holt.
Neben den Langzeitverletzten um Fardi, Müller & Co. kann nur Albert Streit nicht ins Geschehen eingreifen. Der Winterneuzugang sah beim vergangenen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt die fünfte gelbe Karte und muss damit ein Spiel pausieren. Laut Coach Aussem könnten sowohl Kevin Kratz als auch Sascha Marquet den Platz des neuen Sechsers ausfüllen.

Auch wenn es so scheint, als hätte sich ein Großteil der Schwarz-Gelben-Anhänger schon mit einem potentiellen Abstieg abgefunden, baut die Alemannia auf die Unterstützung ihrer Fans im so wichtigen Endspiel. Gerechnet wird mit über 16.000 Anhängern, die ihr Team nicht im Stich lassen, die – auch wenn sie an ein Wunder nicht mehr glauben mögen – im Hinterkopf irgendwo noch ein kleines Fünkchen Hoffnung haben. Denn diese stirbt bekanntlich zuletzt – und aus dem Fünkchen könnte mit nur einem Sieg eine große Flamme entstehen. Noch ist es nicht vorbei.

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You don't hate the last-place team

Eintracht: "Wir steigen auf und ihr steigt ab!"


Mal fällt es mir als Blogger schwer, mal weniger schwer, über das zu schreiben, was ich am Spieltag fühle und erlebe. Nach den Ereignissen des vergangenen Montags ist dieser Post schnell in die richtige Spalte eingeordnet. Durch die Niederlage gegen den jetztigen Tabellenführer aus Frankfurt ist der Abstieg des Kultklubs nahezu besiegelt. Nur mit Hilfe der Konkurrenz könnte der Relegationsplatz noch erreicht werden, wobei man dabei von zwei Niederlagen des KSCs sowie mindestens einem Sieg des FC Hansa Rostocks auszugehen hat. Verpflichtend wäre unter anderem, dass die Alemannia ihre letzten beiden Spiele beide gewinnt. 

Die Chancen stehen also schlecht für den Traditionsverein, dessen Fans sich langsam aber sicher mit dem Abstieg in Liga Drei abgefunden haben. Doch ausgerechnet da, wo man es am ehesten erwartet hätte, sieht man es nicht ein, von Dingen abzusehen, die offensichtlich keinen Erfolg bringen.
"Ich glaube immer noch an den Klassenerhalt.", sagt zum Beispiel Manager Meijer, ziemlich naiv, kurz nach der Partie, die sich als fünfzehnte aller Niederlagen in dieser Saison in die Liste einreiht. Wirklich abkaufen kann man dem Mann, der an der momentanen sportlichen Lage einen ziemlich großen Anteil hat, diese Aussage nur schwer. Vor allem nach den Enthüllungen der Aachener Zeitung am heutigen Mittwoch ist der Holländer bei vielen Anhängern unten durch, seinen Rücktritt forden sie fast alle – ganz gleich ob direkt heute oder erst nach den finalen Endspielen zuhause und in München.
Denn Meijer konnte nicht loslassen. Er setzte den entscheidenen Männern stets eine neue Gnadenfrist, anstatt Nägel mit Köpfen zu machen; hielt an ihnen fest und sah nicht ein, dass sie dem Verein womöglich viel mehr schadeten, als sie ihm Gutes taten. Laut Aussagen der Presse war Meijer nicht verständnisvoll, gab Spielern keine Chance, auf ihn zuzukommen – suchte keine Gespräche, ließ einfach geschehen; die Alemannia ins Unheil abdriften.

Und da ist sie nun fast angekommen – im Unheil Liga 3, die am Montag abermals an die Tore des Tivolis anklopfte. Es ist nahezu irrelevant, wie das eigentliche Spiel verlief, blickt man alleinig auf das Geschehen danach. Denn eine 0:3 Niederlage vor zahlreich erschienenem Publikum kann man getrost so im Raum stehen lassen. Eintracht Frankfurt feierte nämlich nicht nur ihren mehrmaligen Torschützen Idrissou sondern auch den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga – lauthals, im fremden Stadion, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Gegner aus Hessen provozierte nicht nur einen riesigen Polizeieinsatz sondern produzierte sogleich einen Schaden in Höhe von 75.000€.
Respektlos stürmten die Fans des Spitzenreiters das Feld, demolierten, was ihnen in die Quere kam. Dass auf der anderen Seite ein Verein gerade in die Knie ging – ja, schon auf dem Boden lag – war nicht von Bedeutung. Man trat ihn vielmehr noch mit Füßen, beschimpfte ihn, als hätte er ein Verbrechen begangen – hasste ihn, obwohl es an ihm nichts mehr zu hassen gab. Denn er war lediglich der Tabellenletzte, der mit seinem Handeln nur sich selbst schadete. Als Konsequenz muss er nun aller Wahrscheinlichkeit den Weg nach unten antreten – und der wird gewiss nicht leicht werden.

Nur mithilfe von uns – den Fans des TSV Alemannia Aachen – kann dieser Schritt auch gewagt werden. Ohne die Unterstützung und den Zusammenhalt auf den Rängen kann die Alemannia dort unten nicht bestehen. Und auch die letzten beiden Spiele – zuhause gegen den Karlsruher SC (Sonntag, 29.04.12, 13:30 Uhr) und am 34. Spieltag in München (Sonntag, 06.05.12, 13:30 Uhr) – würden für das Team ohne ihre Anhänger zu einer Hollenquäl werden.
Laut Verein möchte man das Unmögliche schaffen, ein kleines Wunder bewirken, indem man durch zwei Siege in Folge doch noch die Klasse hält. Auch wenn wir nicht mehr daran glauben sollten wir zumindest für die Alemannia da sein und sie unterstützen. Denn nur gemeinsam sind wir stark. Und unser Verein braucht uns jetzt – und das mehr als je zuvor!

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Rechnung: Klassenerhalt

Das Spiel ist aus. Der Karlsruher SC gewinnt mit 2:0 im Wildparkstadion und lässt damit nicht nur die Erstligaträume des Gegners, dem Aufstiegsaspiranten aus Paderborn, eiskalt zerplatzen. Denn mit dem Erreichen der 30-Punkte-Marke haben die Blau-Weißen die Messlatte so hoch gelegt, dass es für Alemannia schwer wird, sie noch zu erreichen. 
Denn Schwarz-Gelb ziert seit Wochen Tabellenplatz 18, hat mit gerade einmal 25 Punkten schon ganze fünf Punkte Rückstand auf den rettenden Relegationsplatz, auf den Karlsruher SC, die zu allem Überschuss am nächsten Wochenende auch noch zum Tivoli reisen.

Es wäre das Duell im Kampf um den Klassenerhalt, vorausgesetzt die Alemannia verkürzt den Rückstand auf den übernächsten Gegner am Montagabend auf zwei Punkte. Dann nämlich hätte sie die Chance, bei einem Sieg über den KSC, sich den Relegationsplatz unter den Nagel zu reißen. Und das am vorletzten Spieltag!
Doch bevor man sich in der Soers mit den Sportclub aus Karlsruhe beschäftigen kann, steht zunächst ein Gegner ganz anderer Klasse vor der Tür: Die Eintracht aus Frankfurt!
Der Aufstiegskanidat ziert mit 65 Punkten zur Zeit den zweiten Tabellenplatz, ist durch die Niederlage von Union Berlin mit zwei Siegen der Fortuna in Folge noch einholbar und somit nicht direkt aufgestiegen.

Der Elf von Trainer Armin Veh würde ein Unentschieden am Tivoli reichen, um nach Greuther Fürth als zweiter, direkter Aufstieger in Liga 1 festzustehen. Mit einer Punkteteilung könnte der Gastgeber allerdings alles andere als zufrieden sein. Dann nämlich müsste man darauf vertrauen, dass die Gegner in ihren letzten beiden Partien patzen und man selbst nicht nur zuhause gegen den Karlsruher SC sondern auch zuletzt bei den Münchener Löwen als Sieger vom Platz geht. 
Viel gerechnet wird rund um den Tivoli, denn so knapp, wie in diesem Jahr, war es sowohl im Aufstiegs- als auch im Abstiegsrennen zuvor noch nie! Alle drei Abstiegsfavoriten hätten durch das Remis zwischen Aue und Dynamo Dresden noch die Chance, bei überaus glücklichen Spielen aller anderen Beteiligten nicht nur dem direkten Abstieg zu entgehen: Auch ein direkter Verbleib in Liga Zwei wäre rechnerisch noch möglich.


Rechenbeispiele gibt es zu Genüge, doch nun müssen diesen entsprechende Taten folgen; Taten in Folgen von Toren, die im Anschluss die wichtigen Punkte mit sich bringen – oder zumindest mit sich bringen sollten. Denn dass gute Leistung nicht grundsätzlich für Erfolg oder gar erfolgsbringende Punkte steht, musste das Team von Neu-Coach Ralf Aussem am vergangenen Samstag erfahren. Beim Lokalrivalen aus Duisburg kassierte man einen herben Rückschlag, verlor nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sondern auch fast zwei Stammspieler für die letzten drei Spiele dieser Saison. Denn neben Aimen Demai, der schon kurz nach dem Wiederanpfiff in der Schauinslandreisen-Arena das Feld verlassen musste, bangte man auch um Stammtorhüter Boy Waterman. Der Niederländer war zwanzig Minuten vor Schlusspfiff in einem Zweikampf zu Boden gegangen und verließ anschließend humpelnd das Feld. Unter der Woche gab es Entwarnung: Sowohl Demai als auch Waterman steht einem Einsatz am Montag nichts im Wege. Und auch Kevin Kratz ist vollkommen genesen, kann wieder vollständig an allen Trainingseinheiten teilnehmen und wird dem Team, ebenfalls wie Kim Falkenberg (Schonung aufgrund von Adduktorenproblemen), wieder zur Verfügung stehen. Alper Uludag hat seine Gelbsperre abgesessen und ist abenfalls wieder einplanbar!

Neben den personellen Verbesserungen zum Spiel gegen die Frankfurter Eintracht bahnt sich auch auf den Rängen eine Steigerung an. Laut Alemannia sollen bislang über 20.000 Karten verkauft sein. Mit bis zu weiteren 5.000 rechnet der Verein, die ihr Team im Kampf um den Klassenerhalt nicht hängen lassen. Die weiter kämpfen, weiter rechnen – ihrer Mannschaft zum Sieg verhelfen sollen. Alle zusamman – für Alemannia!

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Aufwärtstrend gestoppt

 Alemannia kassiert herben Rückschlag beim MSV




Das Wochenende rund um den Aachener Tivoli hätte besser nicht beginnen können: Der FC Hansa Rostock musste im Spiel gegen den FSV Frankfurt eine 0:5 Klatsche und damit einen herben Rückschlag im Kampf um den Abstieg hinnehmen. Der Ostseeklub damit zumindest für diesen Spieltag ausgeschalten war aber nicht der einzige, der an diesem Wochenende wichtige Punkte liegen ließ. Kurz vor Schluss waren es die Ingolstädter, die den KSC ebenfalls ohne Punkte nach Hause schickten und den Aachenern - als Ausgleich für das kuriose 3:3 in der Woche davor - ermöglichten, bei einem Sieg am Vortag bis auf den Relegationsplatz vorzuziehen.

Doch das Team um Neu-Coach Ralf Aussem ließ diese Chance ungenutzt, kehrte nach neunzig Minuten beim Lokalrivalen aus Duisburg mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck zurück in die Heimat. Dabei standen Segel noch vor der Partie klar auf Derby-Sieg...


Eine unbeschreiblich gute Bilanz konnte Ralf Aussem noch vor der Begegnung mit den Zebras verzeichnen, wo der neue Mann an der Seitenlinie doch ganze vier Punkte aus den vergangenen zwei Spielen erringen konnte. Seine "Erfolgs-Elf" war der 51-Jährige bemüht, nicht zu verändern, sodass er auch am Samstag eine ähnliche Truppe auf den Rasen stellte. Doch mit Alper Uludag fehlte dem Fußballlehrer einer seiner festeingeplanten Schützlinge aufgrund einer Gelb-Sperre. Und auch auf Berlin-Leihgabe Fardi konnte Aussem nicht zurückgreifen - und er wird es vorerst auch nicht mehr tun können. Denn ob "Rajda" noch einmal im Trikot der Schwarz-Gelben auflaufen wird, ist ungewiss - dass er dies zumindest in den letzten drei Spielen nicht mehr tun wird, ist schon jetzt in trockenen Tüchern. Denn der Mittelfeldmann, der bis zum Sommer an den Tivoli gebunden ist, hatte in der Partie gegen den VfL Bochum am Mittwoch einen Schlag vor's Knie bekommen und wurde acht Minuten nach seiner Einwechslung gleich wieder vom Platz genommen. Nach früher Entwarnung kam die Diagnose überraschend: Kreuzbandriss. Der braunhaarige Offensivmann muss eine rund sechsmonatige Pause einlegen.
Während für den einen die Saison gelaufen ist, fängt sie für einen anderen gerade erst an: Durch den Ausfall von Alper Uludag und dem potenziellen Lückenfüller Fardi durfte Sascha Marquet bei den Zebras sein Debüt feiern. Im bewährten 4-2-3-1 berannte der U23-Mann den rechten Flügel, während Wintereinkauf-Odonkor über Links kam. Aimen Demai bildete zusammen mit Albert Streit die Doppelsechs vor der Viererkette um Kapitän Falkenberg, Olajengbesi, Feisthammel und Aachenbach. Auf der anderen Seite durfte Anouar Hadouir auf der "Zehn" ran, der zuvor so gefeierte Stiepermann war erneut die einzige Spitze. Einsamer Schlussmann war Boy Waterman, er hütete wie gewohnt den Kasten der Schwarz-Gelben.

Hinter dem Tormann vom Tivoli lauerten in Hälfte Eins rund 2.500 mitgereiste Anhänger aus der Kaiserstadt, die versuchten, ihr Team zum zweiten Sieg in Folge zu pushen. Doch alle Anfeuerungsrufe sollten auf dem Platz in Schall und Rauch verfallen, nahmen keine Wirkung oder wurden ignoriert. Denn von Umsetzung konnte keine Rede sein, das Spiel war fade und fand keinen wirklichen Lauf. Doch eines musste man den Jungs auf dem Platz lassen: Das "kämpfen" im Motto "kämpfen und siegen" war zumindest ansatzweise vorhanden, auch wenn zumindest im Ergebnis später nichts sichtbar wurde. Denn Chancen wurden dort nicht verwertet, wo sie fast hundertprozentig gegeben waren. Das alte Leid - die bitterböse Chancenverwertung - war wieder aufgetaucht und sollte den Aachenern an diesem Tag neuerlich zum Verhängnis werden.

In Hälfte eins war davon jedoch nicht wirklich viel sichtbar. Beide Teams gingen nicht auf Risiko, spielten behutsam und ohne wirkliche Torchancen. Wenn einmal der Gegner am eigenen Strafraumrand kratzte, dann war das meist der MSV Duisburg, der allerdings immer in Boy Waterman seinen Meister fand.
Auf der anderen Seite ging nicht sonderbar viel. Nur aus Standards heraus kam der Ball mal auf das Tor der Zebras, Keeper Felix Wiedwald wurde nicht gefordert.

Doch als man sich auf den Rängen schon so gut wie mit einem torlosen Pausenstand abgefunden hatte, wackelte das Leder plötzlich in den Maschen. Wer hatte getroffen? Torschützenkönig des Anfangsdrittels Tobias Feisthammel - doch dieses Mal in's eigene Netz!
Auf der gegnerischen Tribüne brach man in Jubel aus und auch Spieler des MSV waren außer Rand und Band - zumindest dann, als Schiedsrichter Stark die Pfeife aus dem Mund nahm. Der gute Mann hatte eine Abseitsstellung erkannt - der MSV piff, reklamierte und beschwerte. Die Aachener gingen erleichtert in die Pause - "Feisti" allen voran - noch hatte man Glück gehabt.

Dieses Glück allerdings sollte sich schnell ins Gegenteil wenden, vor allem für Aimen Demai, der schon kurz nach dem Wiederanpfiff das Feld verlassen musste. Für den Sechser kam Bas Sibum.
Und damit sollte das Pech für die Kaiserstädter noch nicht ausgereicht haben. Als die Alemannen endlich eingesehen hatten, dass sie auch in diese Partie zu investieren hatten, um später als Sieger daraus hervorgehen zu können, war Misserfolg vorprogramiert. Sowohl Marquet als auch Stiepermann scheiterten mehr als nur einmal an Schlussmann Wiedwald, kurz bevor David Odonkor zu seiner größten Chance des Spiels kam: Der WM-Held tauchte ganz frei vor den Mann mit den Handschuhen auf - und scheiterte an dessen Reflexen. Stiepermann vergab im anschließenden Nachschuss. Doch es kam noch übeler, noch bitterer - denn nach Aimen Demai sollte ein zweiter Akteur in Schwarz-Gelb das Feld verlassen: Und dieses Mal war es niemand geringeres als Boy Waterman. Der Schlussmann im Kasten der Aachener ging bei einer Chance der Duisburger in die Knie, humpelte anschließend mit gekränktem Gesicht vom Platz. Tim Krumpen ersetzte den Stammtorhüter und musste wenig später gleich einen herben Rückschlag einstecken: Denn dort, wo die Aachener in Form von David Odonkor abermals scheiterten war der MSV zur Stelle!

Es war Exlager, der sich das Leder am Mittelkreis schnappte und auf den Kasten von Tim Krumpen zustolzierte. Seinen Pass fand Brosinski, der das Leder vom Elfmeterpunkt in die Maschen jagte - keine Chance für Tim Krumpen.
Aussem reagierte, brachte mit Benny Auer einen weiteren Mann für die Offensive. Doch der Austausch verhalf nur zur Länge des Spielberichtsbogen: Kapitän Auer war auf dem Platz keine Hilfe, weder Schuld noch in der Lage, keine zehn Minuten vor Spielende etwas am finalen Paukenschlag zu ändern. Denn wieder war es Exlager, der seinen Mann stand, auf Gjasula ablegte und mit verantwortlich am 2:0 Entstand für die Hausherren war.

Mit dem Ergebnis in der Schauinsland-Reisen-Arena hat sich an der Tabellensituation der Schwarz-Gelben nichts geändert. Und auch die Konstelation der untersten drei blieb durch die drei Niederlagen der Abstiegskanidaten unverändert. Bei einer Niederlage des Karlsruher SCs gegen den SC Paderborn sowie der Hansa gegen den FC St. Pauli und einem Sieg der Alemannia gegen Eintracht Frankfurt würde das Team von Ralf Aussem am drittletzten Spieltag der Saison den gewünschten Relegationsplatz erreicht haben. Doch bis dahin ist noch über eine Woche Zeit, die es gilt auszunutzen, um sich optimal auf den Gegner aus dem Oberhaus einzustellen!

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Auf einem guten Weg

 Alemannia gastiert am Samstag zum Derby in Duisburg




Wenn man am Donnerstagmorgen beim Training der Alemannia vorbeischnupperte, dann merkte man schnell, dass sich im Vergleich zu den Wochen zuvor einiges getan hatte. Die Stimmung im Aufgebot der Schwarz-Gelben hatte sich deutlich gebessert: Auf den Gesichtern aller Akteure leuchtete ein ehrliches Lächeln auf, man witzelte untereinander und dass die Spannung, die in den letzten Wochen stets in der Luft gelegen hatte, wie verflogen war, war ebenfalls deutlich anzumerken.

Doch nicht nur das Klima im Team hat sich gebessert, auch außerhalb des Platzes ist der Glaube an Alemannia und den Klassenerhalt gewachsen. Wenn es am Samstag zum Lokalrivale nach Duisburg geht, werden die Kaiserstädter von über 2.000 Anhängern begleitet. Jeder will dabei sein, ist wieder Feuer und Flamme: Alle zusammen - für die Alemannia!

Auf dem Platz sieht das nicht anders aus: Auch am Samstag will wieder jeder alles geben, um die Alemannia im Rennen zu behalten. Denn nach der Niederlage des FC Hansa Rostock am Freitag (0:5 gegen den FSV Frankfurt) winkt den Schwarz-Gelben zunächst vorläufig der Relegationsplatz, der bei einer Niederlage des KSCs über das Wochenende hinaus gehen könnte.
Doch bevor man auf die Ergebnisse der Konkurrenten schaut, muss man sich mit seinem eigenen Spiel befassen. Denn das sollte, nach zuletzt zwei starken Auftritten, erst einmal im Vordergrund stehen.

Auch wenn die Zeit der Vorbereitung zur Zeit alles andere als lang ist, möchte das Team gut eingestellt sein, wenn es schon am Samstag (13 Uhr) ins 112 Kilometer entfernte Duisburg geht. Wie auch schon am Mittwoch sollte für die Schwarz-Gelben nur ein Sieg relevant sein, dass weiß auch Ralf Aussem, dessen Bilanz durchweg positiv ist: Aus zwei Spielen holte der Neu-Coach vier Punkte, zuletzt gab es unter Funkel nur einen einzigen aus sechs.
So hört sich auch das Fazit des Mannes an der Seitenlinie durchweg positiver an, als bei seinem Vorgänger vor noch wenigen Wochen. "Wir sind auf einem guten Weg.", so Aussem. "Die Mühen haben sich gelohnt. Man ist dafür belohnt worden – mit Toren und Punkten." Und das soll auch an diesem Wochenende wieder so sein.

Nicht mit ins Geschehen eingreifen kann allerdings Alper Uludag, der im Spiel gegen Bochum die fünfte Gelbe-Karte sah. Entwarnung gab es dahingegen bei Shervin Radjabali-Fardi: Die Berlin-Leihgabe hatte am Mittwochabend nur für acht Minuten auf dem Platz stehen dürfen, hatte nach seiner Einwechslung einen Tritt vors Knie bekommen und war anschließend wieder ausgewechselt worden. Der Mittelfeldmann hat nur eine Prellung aus dem Spiel mitgenommen und könnte Uludag am Samstag so ersetzen. Heute war der Berliner wieder ins Training eingestiegen.

Unterstützt wird die Alemannia in der Probe beim MSV Duisburg wie bereits erwähnt von einer großen Masse an Zuschauern. Stehplatzkarten für die Schauinsland-Reisen-Arena sind im Gästeblock restlos ausverkauft, Sitzplatzkarten für den Oberrang sind allerdings vor Ort noch zu erwerben.
Im Abstiegskampf ist es das wichtigste, zusammen zu halten und das Team nicht hängen zu lassen. Gebt euch also einen Ruck, fahrt nach Duisburg: Zusammen, für Aachen! Denn nur gemeinsam sind wir stark!