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Auch gegen Lippstadt punkten

Alemannia will Sieg in Verl zuhause wiederholen


Nach dem überzeugenden Auftritt in Verl empfängt die Alemannia an diesem Wochenende den SV Lippstadt auf dem heimischen Tivoli.  Während man sich im Hinspiel noch mit 0:2 bei den Westfahlen geschlagen geben musste, könnten die Chancen am 22. Spieltag da schon um einiges besser stehen. Denn statt einst im oberen Tabellendrittel angesiedelt kämpfen die Lippstädter zur Zeit um ihre Existenz, stehen mit 13 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz - weit unter den Schwarz-Gelben - und konnte keines der letzten 16 Pflichtspiele gewinnen.

Die Truppe aus der Kaiserstadt geht damit zwar als Favorit, dennoch nicht komplett ohne Beeinträchtigung in die Partie. Zwar kehrt Sascha Marquet nach Gelb-Sperre in den Kader zurück, weiterhin verzichten muss Trainer Schubert dahingegen auf Michael Lejan, der nach Rot-Sperre im Testspiel noch eine Woche abwarten muss. Langzeitverletzte wie Dennis Dowidat und Kris Thackray arbeiten zwar an ihrem Comeback, sind zur Zeit allerdings nicht einsatzfähig. Wann Aimen Demai zum Team stoßen wird, ist ungewiss, die Alemannia geht jedoch davon aus, dass dies in zwei Wochen der Fall sein wird. Fraglich ist zudem der Einsatz von Jochen Schumacher. Nach Informationen des Klubs habe er sich eine Verletzung des Oberschenkels zugezogen.

Anpfiff der Partie ist am Samstag um 14 Uhr. Erwartet werden rund 4.000 Anhänger zum zweiten Heimspiel diesen Jahres. Mit einem Sieg der Schwarz-Gelben könnte es Ihnen gelingen, Rot-Weiß Essen auf dem 10. Rang zu überholen

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Sieg in doppelter Überzahl

Alemannia feiert ersten Sieg im neuen Jahr und zwei Neuzugänge




Kurz vor Schließung des Transferfensters konnte die Alemannia auf dem Spieler-Markt noch einmal zugreifen - und beinahe wären es am Samstag auch jene zwei Spieler gewesen, die sie mehr auf dem Platz stehen hatten, als der Gastgeber aus Verl. Doch Aimen Demai, der alte Bekannte, der damals schon aus der zweiten Liga mit den Schwarz-Gelben abgestiegen war, musste am Wochenende verletzt passen, saß im zweiten Spiel in diesem Jahr nicht einmal auf der Bank. Marcus Hoffmann dahingegen, ähnlich wie Demai zuvor ohne Verein, sollte die Tivoli Kicker wenige Tage nach seiner Verpflichtung gleich unterstützen. Mit einem 2:0 Erfolg über Verl hätte sein Einstieg kaum besser verlaufen können.

Der Defensivmann fügte sich nahtlos in die beständige Viererkette um Kapitän Hackenberg, Schumacher und Stevens ein. Opper rückte neben Neppe ins zentrale Mittelfeld; auf Rechts ersetzte Marvin Ajani den gesperrten Marquet. Garcia kam über Links, während Sasa Strujic und Abedin Krasniqi zu Beginn auf der Bank Platz nahmen. In der Offensive bekam Sangare Unterstüzung vom wiedergenesenen Florian Abel. Den Kasten der Schwarz-Gelben hütete wie gewohnt Stammkeeper Löhe.

Während man im Nachholspiel gegen Fortuna Köln noch eine gänzlich schwache Leistung abgeliefert hatte, zeigte man sich in Verl von Beginn an von einer anderen Seite. Mit dem Anpfiff gaben die Tivoli-Kicker den Ton an, der nötige Zug zum Tor ließ allerdings auf sich warten.
Die Gastgeber schienen eingeschüchtert; es dauerte, bis Keeper Löhe das erste Mal ins Spielgeschehen eingreifen musste, doch von Torgefahr konnte man auch aus Verler Sicht nicht sprechen.
So ging es nach fünfundvierzig Minuten mit einer vorläufigen Punkteteilung in die Kabinen.

Trotz einer wenig ereignisreichen ersten Hälfte nahmen beide Trainer zum Wiederanpfiff keine Wechsel vor. Dieses Mal starteten die Hausherren bissiger in die Partie als die Aachener, doch vor dem Tor wurde auch dies nicht belohnt. Im Gegenteil: Nach einem Trikotzupfer von Garcia trat der Verler Angreifer Engelmann nach, der Unparteiische bestrafte diese Tätigkeit mit dem roten Karton. 
In Überzahl hatte die Alemannia nun leichtes Spiel, ihre anfängliche Durchschlagskraft wieder an den Tag zu legen. Nach einer Ecke von Abel war Opper zur rechten Stelle und netzte aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung ein.

Bei den Verlern kochten nun die Emotionen hoch und die Ereignisse überschlugen sich: Nach Foulspiel von Schröder sah der zum zweiten mal die gelbe Karte und musste Engelmann in die Kabine folgen. In doppelter Überzahl war es für Schwarz-Gelb kein Kunststück, den Sieg perfekt zu machen. Der eingewechselte Sasa Strujic konnte mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Sack zu machen und damit den ersten Sieg im neuen Jahr garantieren.

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Der große Jahresrückblick




Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende, das es wahrlich in sich hatte - zumindest können das erneut alle von sich behaupten, die Schwarz-Gelb in ihren Herzen tragen. Denn es scheint, als würde es nie ruhig am Tivoli. Was einst mit dem Bau des neuen Stadions im Jahr 2009 begonnen hatte, wirkt auch vier Jahre später immer noch nach. Mittlerweile scheint der Klub aus der Kaiserstadt am untersten Ende angekommen zu sein. Als Regionalligist befindet man sich zur Winterpause auf dem 12. Tabellenplatz wieder, steck neuerlich im Abstiegskampf und dem damit verbundenen bitteren Kampf um die Existenz. Auch wenn man meinen müsste, der alt eingesessene Öcher, der nun schon zwei Abstiege auf dem Puckel hat, sei darin ja geübt - immer wieder, wenn das Boot Alemannia zu kentern droht, weil es neuerlich auf die Klippen zusteuert, rutscht nicht nur dem Kapitän das Herz in die Hose, sondern auch seiner gesamten Besatzung, allen, die an diesem Projekt je mitgewirkt haben. 

Dabei begann auch dieses Jahr nicht gleich mit dem Gipfel der negativen Ereignisse. Zum Jahreswechsel konnte man nämlich zunächst den Einzug in die nächste Runde des FVM-Pokals feiern, ehe man den FC Bayern München zum Rettungsspiel auf dem Tivoli empfing. Auch wenn man gegen den Rekordmeister keine Chance hatte (5:2), bekam man zum Benefizspiel die Hütte voll - der Tivoli war ausverkauft und der insolvente Klub aus der Kaiserstadt nahm über 600.000 Euro ein.
Das Spiel gegen den Erstligisten schien dem Team vom Tivoli Selbstvertrauen eingeflößt zu haben, konnte man schließlich mit einem Aufwärtstrend in die kommende Rückrunde starten. Nach einem Sieg im Heimspiel gegen den SC Saarbrücken sicherte man sich im Nachholspiel in Dortmund sowie in Offenbach zumindest einen Punkt. Danach begann eine Negativserie, wie es sie scheinbar nur am Tivoli geben konnte. Nach einem 0:4 Zuhause gegen Mitabsteiger Karlsruhe konnte das Team aus der Soers nur noch drei Spiele gewinnen. Der Höhepunkt fand Ende Mai in Bonn statt: Im Finale des FVM-Pokals unterlag Schwarz-Gelb Fortuna Köln mit 1:2.

Wohin der Weg gehen würde, war klar, wenngleich er auch schwer zu begreifen war: Der Verein, der noch in der Saison 2006/2007 in der ersten Fußballbundesliga gespielt hat, ist jetzt wiederzufinden in der Regionalliga West, der bitteren Viertklassigkeit, im Amateurfußball. 
Wie im Jahr zuvor zog der Abstieg einen Umbruch nach sich. Nur wenige Spieler konnten gehalten werden; nach Saisonabschluss zog man die im November 2012 angekündigte Insolvenz durch. Alemannia war endgültig am Boden angekommen, es wurden die ersten Pläne geschmiedet, wieder hoch zu kommen, in sieben bis acht Jahren. Doch die Stimmung in der Kaiserstadt blieb getrübt, bis Alemannia ein Team vorstellte, das Potenzial zu haben schien. 

26. Juli 2013 - Zum Saisonauftakt der Regionalliga West traf das Team um Neu-Coach Schubert erneut auf Fortuna Köln. Doch dieses Mal sollte das Spiel gänzlich anders ausgehen, als noch im Mai. Nach neunzig Minuten gingen nämlich die Schwarz-Gelben als Sieger vom Platz, sicherten sich zumindest für eine Nacht die Tabellenführung. 
Eine Woche später, im Heimspiel gegen Verl, konnte Schwarz-Gelb erneut dreifach punkten. Nach einem kurzen Rückschlag in Lippstadt griff das Team kurzzeitig wieder an und siegte auch über die Zweite vom FC Köln. Alemannia wurde als Aufstiegsfavorit gehandelt, obwohl gerade einmal vier Spieltage vorüber waren - ein riskanter Fehler. Die Elf der Alemannia fiel wie schon in der Saison zuvor in ein tiefes Loch: Sechs Spiele in Folge holte Schwarz-Gelb keinen einzigen Punkt, musste sich dann vom Bezirksligisten FC Inde Hahn aus der ersten Runde des FVM Pokals kegeln lassen. Neuerlich begann am Tivoli der sogenannte "Abstiegskampf", die Ränge blieben von Spieltag zu Spieltag leerer. 
In den letzten Spielen vor der Winterpause hat es die Alemannia zwar geschafft, ihren Auftritt zu verbessern und sowohl gegen Velbert als auch in Wattenscheid zu gewinnen, dennoch wird es in den verbleibenden Spielen der Saison im kommenden Jahr nicht einfacher. 

Dass Potential vorhanden ist, um in dieser Liga zu bestehen, haben die ersten Spiele ganz klar gezeigt, doch ob dies auch über eine längere Distanz hinweg abzurufen ist, bleibt abzuwarten. Dennoch bleibt am Ende der Gedanke, dass irgendwann alles besser werden wird, es alles nur seine Zeit braucht.

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit typischlinksaussen.de in ein neues Jahr. Ich möchte mich bedanken für all die Unterstützung, die ich auch in diesem Jahr wieder bekommen habe. Ich wünsche somit allen Lesern und Fans der Alemannia einen guten Rutsch ins neue Jahr, wo es mit typischlinksaussen in eine neue Runde geht. Bis dann!

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Doppelpack vom Rückkehrer

Robert Leipertz stiehlt dem Ex-Klub die Show




Zwei Siege in Folge hatten den Jungs vom Tivoli das Selbstvertrauen gegeben, das nötig war, wenn man die Zweitvertretung des FC Schalke 04 empfang und mit ihm zwei Gesichter, die in der Kaiserstadt nicht unbekannt waren. Denn noch im Sommer hatten Robert Leipertz und Dario Schumacher ihre Schuhe für die Alemannia geschnürt und wechselten mit dem Abstieg in die Regionalliga zu den Königsblauen. Am Wochenende gab es zum Hinrundenfinale das große Wiedersehen, aus dem jedoch nur ein Team als Sieger hervorgehen konnte - und das war nicht die Alemannia.

Denn trotz neunzigminütiger Überlegenheit konnten die Schwarz-Gelben am Ende die Punkte nicht am Tivoli behalten. Und derjenige, der ihnen einen Strich durch diese Rechnung gemacht hat, war ausgerechnet Robert Leipertz.
Dabei waren die Alemannen, in unveränderter Formation gegenüber dem 3:0 Erfolg in Wattenscheid gestartet, von vornherein das überlegenere Team. Das Duo Garcia - Marquet tauchte schon zu Beginn immer mal wieder gefährlich vor dem Schalker Kasten auf, zum Torerfolg reichte es dennoch nicht. Vom Favoriten hatte man bis zu dem Zeitpunkt noch nichts gesehen, doch dies sollte sich schlagartig ändern, als Keeper Löhe den Ball nur noch aus den Maschen fischen konnte. Wie aus heiterem Himmel hatte nämlich Robert Leipertz das Leder im Strafraum an den Fuß bekommen und eiskalt vollstreckt.
Der plötzliche Gegentreffer sollte die Gastgeber allerdings nicht verunsichern, sie vielmehr noch bekräftigen, endlich selbst den Zug zum Tor zu finden. Keine fünf Minuten waren vergangen, da trug dieser Sinneswandel auch schon Früchte: Nach einer Ecke kam Ersatz-Kapitän Lejan an den Ball, der aus elf Metern Keeper Oswald keine Chance ließ. 

Nach dem Seitenwechsel wollten die Schwarz-Gelben dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten, doch nicht nur Strujic scheiterte abermals vor dem Kasten der Blau-Weißen. Auch der Rest des Alemannen-Teams sollte heute kein Zielwasser getrunken haben. Robert Leipertz dahingegen sah sein Wiedersehen mit dem Ex-Klub als Chance, sich zu beweisen, und lochte nach einer knappen gespielten Stunde abermals ein.
Wie beim ersten Gegentreffer hatten die Schwarz-Gelben durch dieses Ereignis Blut geleckt, der Fokus wurde auf den Punktgewinn gelegt. In den letzten Minuten des Spiels warf man alles nach vorne, nach einem Foul an Duspara in Strafraumnähe entschied der Unparteiische auf Freistoß, den Schwarz-Gelb jedoch nicht verwerten konnte. Dieses Ereignis blieb das letzte nennenswerte dieses Spiels. Alemannia beendet die Hinrunde damit mit einer Niederlage gegen den FC Schalke 04, ehe sie am kommenden Samstag Spitzenreiter Fortuna Köln empfängt, ehe es in die Winterpause geht. 

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Zurück auf der Erfolgsspur

Alemannia sichert sich drei Punkte in Wattenscheid


Während man zu Beginn der Saison in der Tabelle noch nach oben geguckt hatte, kann man jetzt froh sein, dass man sich mit einem Sieg in Wattenscheid Luft nach unten verschaffen konnte. Denn nach erfolgreichem Start ist die Alemannia Mitte der ersten Hälfte der Saison in ein Tief gefallen - und immer noch nicht hundertprozentig wieder aufgestanden. Doch am Erfolg des vergangenen Wochenendes bleibt nichts zu rütteln - drei Tore, drei Punkte, Alemannia scheint zurück auf der Erfolgsspur - die Frage ist nur: Für wie lang?

Denn die nächsten beiden Heimspiele auf dem Tivoli haben es sich in sich. Nachde am Samstag die Zweitvertretung von Schalke 04 in der Kaiserstadt gastiert, empfangen die Alemannen schon eine Woche darauf Spitzenreiter Fortuna Köln, ehe es in die Winterpause geht.
Halten wir zunächst also am Sieg in Wattenscheid fest. Die Schubert-Elf musste verletzungsbedingt auf einer Position verändert werden. Für den verletzten Dennis Dowidat, für den die Hinserie ja frühzeitig beendet wurde, durfte Sasa Strujic von Beginn an ran. Neben Marquet, Neppe und Kapitän Lejan komplettierte er die Raute im Mittelfeld. Während sich die Abwehrreihe unverändert aus Schumacher, Ajani, Opper und Stevens zusammensetzte, markierte Garcia den Sturmpartner von Abedin Krasniqi.

Die Gäste kamen deutlich besser ins Spiel als die Hausherren und hatten schon wenige Minuten nach Spielanpfiff die Gelegenheit zur Führung, die man nach zehn Minuten dann sogar nutze. Sascha Marquet konnte das Leder nach einer Flanke von Links mit höheren akrobatischen Bewegungen im Tor der Gastgeber unterbringen. 
Auch wenn die Alemannia im Verlauf weiterhin die führende Kraft hat, schafften es die Wattenscheider immer wieder zu minimalen Schocksekunden im Aachener Strafraum. Doch die zwingenderen Chancen hatte das Team aus der Kaiserstadt, dass in Hälfte Eins seine Führung aber nicht mehr ausbauen konnte.

Dafür kam man direkt mit einem Paukenschlag aus der Halbzeitpause. Es waren keine zehn Minuten in Hälfte Zwei gespielt, da netzte Garcia aus rund 20 Metern Entfernung zum 2:0 ein. Die Alemannen hatten nun Blut geleckt und wollten mit einem 3:0 den Sack endgültig zumachen. Doch die Chancenverwertung sollte sich trotz 2:0 Führung nicht zum Positiven gewendet haben und so dauerte es, bis Garcia mit seinem zweiten Streich den Sieg perfekt machen konnte. Gezittert werden musste - im Gegensatz zu sonst - in der Schlussphase der Partie nicht. Rund fünf Minuten vor dem Ende konnte Garcia zum 3:0 Endstand einlochen. Am Samstag empfängt das Team aus der Kaiserstadt dann - wie bereits erwähnt - vor heimischer Kulisse den FC Schalke 04 und trifft mit Robert Leipertz auf alte Bekannte.