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Heimstärke beweisen

Alemannia möchte sich Zuhause gegen Spitzenreiter Lotte behaupten


Nach den schrecklichen Ereignissen und der 0:2 Niederlage in Essen ist rund um den Tivoli wieder so etwas wie Normalität eingekehrt. Wenn die Alemannia am Samstag den Tabellenführer aus Lotte empfängt, dann ist alles wieder auf Null gesetzt. Der Einspruch, den der Klub für die beiden Sperren von Krasniqi und Hackenberg einlegte, trug Früchte: Beide sind dem Kader angehörig und können am Samstag eingesetzt werden, ihre Sperre wurde auf zwei Wochen verkürzt und ist nun abgesessen. 

Doch der Gegner, den die Alemannia am Wochenende empfangen wird, hat es in sich. Schon in der vergangenen Saison konnte Lotte sich nach 34 Spieltagen Meister nennen, scheiterte in der Aufstiegsrunde zur dritten Liga dann an RB Leipzig. Und auch in dieser Saison reißen sich die Sportfreunde alles unter den Nagel, was sie kriegen können. Mit bislang drei Siegen und zwei Unentschieden markiert Lotte erneut den Tabellenführer und ist bisher in der Saison ungeschlagen.
Nichtsdestotrotz möchte Schwarz-Gelb beweisen, wer Herr im Tivoli ist, und sich so gut es eben geht gegen den Spitzenreiter behaupten. Doch der Gast mit der weitesten Anreise in die Soers hat eine gestandene Elf, ist zielsicher und weiß, wohin ihr Weg gehen soll. Ob Schwarz-Gelb da mithalten kann, bleibt abzuwarten. 

Bisher hat die Alemannia rund 4.000 Karten für die Partie gegen Lotte an den Mann gebracht. Nach dem Spiel sollen die Besucher des Tivolis in den Genuss eines weiteren Extras kommen: Die rund 1.350 Liter an Freibier, die Schwarz-Gelb im letzten Jahr mit jedem Tor an der heimischen Spielstätte erspielt hat, werden für rund anderthalb Stunden nach Abpiff der Partie unter dem Bitburger Wall ausgeschenkt. Der Anstoß der Partie ist um 14:00 Uhr, Tickets können noch bis zum Anpfiff an den Tageskassen am Tivoli erworben werden.

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Von Gewalt und purer Willkür

Der Polizeieinsatz beim Auswärtsspiel in Essen - was wirklich geschah




Anstatt eines obligatorischen Spielberichts über die vergangene Partie der Alemannia bei Rot-Weiß Essen möchte ich an dieser Stelle über Geschehnisse berichten, die außerhalb des Platzes am Spieltag vorgefallen sind. Denn wie wäre ich auch in der Lage, über ein Spiel zu berichten, dass ich nur zehn Minuten verfolgen konnte - und das, obwohl mein Zug in Richtung Ruhrgebiet mehr als pünktlich am Aachener Hauptbahnhof losrollte?

Nach den erschütternden Ereignissen an diesem Tag überfluteten falsche Meldungen der Presse die Medien. Kaum einer Aussage der in Deutschland angesehenen Blätter ist zu trauen, spiegeln sie schließlich alle ein vollkommen falsches Bild von dem wieder, was wirklich vorgefallen ist. 

Es war kurz nach siebzehn Uhr, als der Zug, voll mit Fans aus der Kaiserstadt, in den Essener Hauptbahnhof einfuhr. Während der Fahrt wurden, anders als in der Presse behauptet, weder Bengalos (Rauch wäre sichtbar gewesen/Zug wäre abgebrannt) noch Knallkörper (wäre unüberhörbar gewesen) gezündet. Von "Randale" konnte ebenfalls keine Rede sein, die Beschädigung des Zuges hatte sich in Grenzen gehalten.
Begleitet von mehreren Polizisten, hoch bewaffnet, wie man das als auswärtsreisender Fan ja gewohnt war, strömten die Massen im Anschluss auf die Bahnsteige. Es wurde gesungen, ausgelassen gefeiert, dass man den Austragungsort des Derbys nach zwei Stunden Fahrtzeit endlich erreicht hatte. Zwei, drei Knallkörper wurden gezündet, ob jemand verletzt wurde, kann ich nicht sagen; lediglich, dass niemand noch am Bahnhof behandelt oder gar hinausgetragen wurde. Die Polizei reagierte nicht. Am Bahnsteig selbst gab es keine sichtbaren Festnahmen; aus dem Hinterhalt dahingegen drängte man mit Knüppeln und Hunden die Scharen nach vorne. Es kam zum ersten Gedränge, was mich dazu veranlasste, das Hinterfeld zu verlassen und mich mehr in die Mitte zu begeben. Erst jetzt fiel auf, dass die Polizei die Schar komplett eingekesselt in die Unterführung unter die Gleise führte. Auf der Treppe, die an eine Straße führte, an der Shuttlebusse abfahren sollten, machte die Polizei plötzlich Halt. Die Gruppe wurde gespalten, der erste Teil hing nun auf der ersten Treppe fest, sollte einzeln kontrolliert und anschließend in Bussen zum Stadion gebracht werden. Erst dann sollte der Rest folgen, währenddessen auf Treppe und Unterführung festgehalten, eingekesselt von den Männern in Grün, die Zugang zu sanitären Anlagen strikt verweigerten. 
Während der erste Teil (darunter auch die Karlsbande, die in der Presse als Auslöser für die Polizeigewalt benannt wird) sich bereits vor den Shuttlebussen befand und dort angab, auf den Rest warten zu wollen, um gesammelt zum Stadion zu fahren, stoppte die Polizei weiterhin den Fluss auf den Treppen. Da die Ordnungshüter weiterhin aus dem Hinterhalt mit ihren Hunden versuchten, die Masse weiter nach vorne zu treiben, kam es am Anfang zu einem logischen Gedränge. Viel zu viele Menschen auf zu engem Raum, zum ersten Mal durchfuhr einem das "Loveparade-Gefühl", das sich in einem Mal zu etwas steigern sollte, was kaum zu beschreiben war. Weil sich die Polizisten am Anfang der Meute vor der unvermeidbaren Unruhe nicht anders zu helfen wussten, wurde sich ohne Vorwarnung mit Pfefferspray geholfen. Als Fan in der zweiten Reihe, weil es anders kaum möglich war, bekam man die volle Ladung ab. Die Augen tränten und brannten wie Feuer, die Atemwege wurden gereizt und die Meute strömte zurück - vielleicht, um Abstand von den willkürlich reagierenden Beamten am Anfang zu nehmen, größtenteils jedoch, um den Gasen auf der Treppe zu entgehen, wieder durchatmen zu können und erste Hilfe entgegen zu nehmen, nicht von Rettungsanitätern und Polizei, sondern eigenen Fans, die sich in letzter Minute vor dem Anschlag in Sicherheit begeben konnte. 

Über eine Stunde hielt man die Fans nun schon in der Unterführung unter den Gleisen fest; hatte erste Hilfe verweigert, schlimmer noch nichtmals zugelassen und selbst Körperverletzung verursacht. Hatte man sich als Fan ans Ende der Meute begeben, um einen klaren Kopf zu bekommen und zu realisieren, was überhaupt vorgefallen war, so wurde man von Polizisten mit erhobenen Schlagstöcken und deren Hunden, die mit gezielten Schlägen aggressiver gemacht wurden, wieder nach vorne gepeitscht. Die Angst und die Erschütterung über das Geschehene ließen vergessen, dass bis zum Spielbeginn lediglich dreißig Minuten verblieben - und man weiterhin von der Staatsgewalt am Bahnhof festgehalten wurde. 

Es dauerte, bis die Polizei ihre Schranke öffnete und nun auch der zweite Teil der Aachener Anhänger zur Ganzkörperkontrolle zugelassen wurde. Jeder einzelne wurde von gleich zwei Herren in Grün kontrolliert, das Abtasten durch die zugewiesenen Beamten grenzte beinahe an sexuelle Belästigung.
Die letzten Minuten vor Spielanpfiff liefen, als mittels Telefon versucht wurde, die Partie nach hinten zu verschieben, weil noch immer hunderte Fans am Bahnhof festgehalten wurden - mit wenig Erfolg. Fünf Minuten nach regulärer Anstoßzeit rollte der Ball im Stadion Essen, während die ersten Shuttlebusse den Bahnhofsvorplatz noch nicht verlassen hatten. 
Während die letzten sich der Kontrolle unterzogen, begann man damit, die wartenden Busse zu füllen, um die Fans auf schnellstem Wege zum Stadion zu bringen. Zum zweiten Mal an diesem Tag verursachte ein Fehlverhalten der Polizei ein logisches Gedränge, was erneut mit Knüppeln und roher Gewalt unterbunden wurde. Die Busse, halb gefüllt und mit noch freien Sitzplätzen, verließen mit unnötiger Verzögerung nach und nach den Essener Hauptbahnhof. Um nicht erneut in die Bredouille zu geraten, verlagerte man sich in den Hintergrund, wo erneut mit Hunden versucht wurde, die Meute eingekesselt zu lassen. Der letzte Bus, der beinahe dreißig Minuten nach Spielanpfiff vom Bahnhofsgelände abfuhr, war der unsere. Lieb fragte man einen Beamten, wie lange die Tour zum Stadion denn nun noch dauere. Die originale Antwort: "Je nachdem, welche Route wir einschlagen, so um die fünf Minuten". Unser Bus erreichte das Stadion Essen zum Ende der ersten Halbzeit, Fahrzeit: Über fünfzehn Minuten.

Nach den erschütternden Ereignissen war der Blick auf die zweite Hälfte gerichtet, die man nun noch verfolgen durfte, auf sanitäre Einrichtungen, die bereits über zwei Stunden verweigert wurden. Die ersten Busladungen hatten die Tore des Stadion Essen bereits passiert, als es davor zu erneuten, vermeidbaren Verzögerungen kam. Die Halbzeitpause hatte bereits ihr Ende gefunden, da warteten immer noch hunderte Fans auf den Einlass ins Regionalligastadion. Der Frust in jedem einzelnen hatte sich aufgestaut, die einen ließen diesen in Form von harmlosen Gesängen hinaus, die anderen begannen, ein wenig zu drängen, nicht vergleichbar allerdings mit dem Gedränge, das die Polizei noch am Bahnhof über Stunden vollzogen hatten.
Die vier Reihen an Polizisten, die sich noch vor den Toren positioniert hatten und wieder einzeln zur Kontrolle riefen, wurden damit nicht fertig. Nach dem Einsatz von Knüppeln und roher Gewalt schlossen sie hinter sich die Tore. Von den Seiten kesselte wieder eine Hundertschaft die Meute ein. Das Fazit: Hunderte Fans, eingekesselt am Stadionvorplatz, als die Durchsage die Runde machte: Hausverbot für alle, die noch hier draußen sind.
Die zweite Halbzeit des Spiels lief bereits in vollen Zügen, die Hausherren führten mit 2:0, als von innen die Tore aufgebrochen wurden, um den Ausgesperrten Einlass zu gewähren. Erneut setzte die Polizei rohe Gewalt sowie Pfefferspray und Hunde ein, um den Konflikt zu lösen. Aus diesem Tumult herausgehalten fragte man über fünf Staatsbeamte nach zu benutzenden Sanitären Anlagen, doch eine Antwort erhielt man nicht. Kurz bevor die Tore zur 75. Minute wieder öffneten, bekam man am Eingangstor zum Stadionvorplatz die Ansage, mit einem Fanbeauftragten könne man den Platz verlassen, um die Blase zu leeren, allerdings "nur Frauen, keine Männer".

Allen jenen, die dieses Angebot nicht wahrnahmen, wurde rund fünfzehn Minuten vor Spielende dann doch noch der Einlass ins Stadion gewährt. Plötzlich ging alles reibungslos, ohne erneute Kontrolle durfte man die Tore des Stadions passieren. Im Eingangsbereich des Gästeblocks nahm man dann erst wahr, dass es hüben wie drüben nicht besser laufen sollte. Im vollkommen überfüllten Block kam erneut das "Loveparade-Gefühl" auf - zwischen hunderten Aachener Fans bekam man im "Tunnel" zum Block kaum Luft, einzelne kletterten die Fassaden hoch, um sich vor der Meute zu retten; bis man sich auf die Ränge gekämpft hatte und einen Platz gefunden hatte, an dem man atmen und einen klaren Kopf bekommen konnte, läutete bereits die achtzigste Spielminute ein. Unter Schmerzen, die das eingesetzte Pfefferspray erst im Nachhinein verursachte, als man sich "zum kühlen" selbst etwas Wasser auf die betroffenen Stellen gekippt hatte, sah man die Schlussminuten der Partie und trat dann, in überfüllten Zügen den Rückweg an, da den hunderten Fans seitens der Deutschen Bahn nur zwei Waggons zur Verfügung gestellt wurden. 

So endete - für mich persönlich - die schlimmste Auswärtsfahrt meines Lebens. Auf allen Touren, sei es mit Bus, Bahn oder PKW, war mir der Einsatz der zuständigen Behörden noch nie so übel aufgestoßen. Der Einsatz der Polizei war zum Teil überzogen, willkürlich und ungerechtfertigt. Die Absprache untereinander lief schief, die eine Hand wusste nicht was die andere tat. Es wurde gegen Grundrechte verstoßen und Freiheitsberaubung vollzogen. Es liegt nun am Verein Alemannia Aachen, sich hinter ihre unschuldigen Fans zu stellen und der Polizei eine klare Ansage zu machen. Es kann und darf nicht sein, dass man sich gerade aufgrund der Polizei im eigenen Land nicht mehr sicher fühlt. 

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Mit 2.000 Fans zum RWE

Alemannia will sich mit einem Sieg im Ruhrgebiet oben festsetzen


Der jüngste Erfolg liegt noch nicht in all zu langer Vergangenheit, da treten die Jungs aus der Kaiserstadt schon beim nächsten Gegner an. In Essen möchte die Alemannia beweisen, dass sie durchaus Ambitionen hat, oben mit zu spielen und sich gegen jeden Gegner in der Liga zu behaupten. Mit RWE steht den Schwarz-Gelben jedoch eine dicke Hausnummer vor der Tür. Neben dem Klub aus der Soers stellen die Essener den zweitgrößten Traditionsverein der Regionalliga West dar und genießen im Stadion Essen den zurzeit höchsten Zuschauerschnitt der Saison.

Zum Duell der beiden Großen im Reich der Kleinen erwartet RWE über 10.000 Zuschauer - davon mehr als 2.000 Gästefans. Für den Klub aus dem Ruhrgebiet verlief der Saisonstart nicht annähernd so gut, wie er dies für die Alemannia tat. Gerade einmal ein Punkt geht bisher auf das Konto der Truppe von Trainer Waldemar Wrobel, zu wenig, um zu behaupten, zu den Besten der Liga zu gehören. 
Alemannia dahingegen überraschte schon zum Saisonstart mit einem 3:1 Sieg über Favorit Fortuna Köln. Auch wenn man nach dem Heimsieg über Verl in Lippstadt nicht punkten konnte, erkämpfte man sich schon wenige Tage später einen erneuten Sieg vor heimischer Kulisse. In Überzahl gewann man gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kölns nach Rückstand mit 2:1.

Wenn es nun zum Auswärtsspiel in den Ruhrpott geht, möchte die Alemannia den guten Schnitt der letzten Spiele aufrecht erhalten. Bis auf Kapitän Hackenberg und Stürmer Krasniqi (beide seit Lippstadtspiel Rot-gesperrt) kann Trainer Schubert aus dem Vollen Schöpfen. Der Coach warnt vor Essens Wille, die Negativserie mit dem ersten Sieg der Saison zu beenden. Alemannia sei jedoch "bestens vorbereitet", wenn die Tore des Stadions Essen am morgigen Freitag geöffnet werden. 

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Mit Dowidat zum zweiten Heimsieg

Alemannia kehrt nach Rückstand zurück und gewinnt in Überzahl




Dass die erste Saisonniederlage beim SV Lippstadt am vergangenen Montag der Alemannia noch schwer zu schaffen machte, merkte man allein daran, dass Coach Peter Schubert durch die beiden roten Karten, die sowohl Kapitän Hackenberg als auch Stürmer Krasniqi gesehen hatten, gezwungen war, sein Team erneut auf mehr als einer Position zu verändern. Die Anhänger von Schwarz-Gelb, diesen Rückschlag dahingegen vollends ausgeblendet, hatten ihren Blick nur noch auf das kommende Heimspiel gerichtet, in welchem ihr Team gegen die Zweitvertretung des verfeindeten Rivalen aus Köln wieder dreifach punkten sollte.

Die Elf auf dem Rasen, nun also ohne Hackenberg und Krasniqi, setzte sich ähnlich wie noch vor zwei Wochen beim Heimsieg gegen Verl zusammen. Die Viererkette vor Stammkeeper Löhe bestand aus Schumacher, Thackray, Lünenbach und Ersatzkapitän Lejan. Auf der Doppelsechs davor agierten Sascha Marquet und Marco Neppe, während Nazim Sangare auf der Außenbahn den Vorzug gegenüber Abel bekam. Neben Dowidat und Garcia im offensiven Mittelfeld agierte die Alemannia mit Yoshihara als einziger Spitze.
Das Team aus der Soers begann druckvoller als der Gast aus der Domstadt, dennoch blieben zwingende Torchancen in den ersten Minuten aus. Es dauerte, bis die Alemannia in Person von Dennis Dowidat erstmals ein Zeichen setzen konnte, indem er aus der Entfernung auf das Gehäuse der Kölner zielte, es jedoch leicht verfehlte. Auch wenn das Spiel zunehmend in der gegnerischen Hälfte stattfand, fiel der erste Treffer auf der gänzlich anderen Seite. Fast genau so, wie der SV Lippstadt in der vergangenen Woche, reichte dem FC eine einzige Standardsitution zum Tor. Der Schock saß tief bei Gelb-Schwarz, bis zur Pause konnte man sich davon auch nicht erholen, weswegen es erneut mit einem 0:1 Rückstand in die Kabinen ging.

Unverändert startete man fünfzehn Minuten später in die zweite Hälfte der Partie, von der man sich als Alemannia-Fan zuvor so viel erhofft hatte. Doch da das Spiel schließlich aus 90 Minuten bestand, blieb Schwarz-Gelb noch jede Menge Zeit - die innovativ genutzt wurde.
Wenige Minuten nach dem Wechsel des schwachen Yoshiharas durch Tobias Ahrens war es erneut Dowidat, der - dieses Mal nicht aus der Entfernung - freistehend zum 1:1 einnetzen konnte. Auf den Rängen kam in den Anhängern von Schwarz-Gelb die Hoffnung wieder auf, dass es zu einem Dreier doch noch reichen könnte, als Schiedsrichter Steffens dies noch untermalte. Nach einer Notbremse verwies er den Kölner Kacinoglu des Feldes; damit waren die Gäste nur noch zu zehnt und Schwarz-Gelb somit in der Überzahl.
Bei der Elf aus der Kaiserstadt wurden jetzt alle Segel auf Sieg gesetzt, keine Minute verging, ohne dass der Ball den Sechzehner der Rot-Weißen verließ. Keine zehn Minuten nach dem Ausgleich war es erneut Dennis Dowidat, der einen Traumpass von Marquet zum 2:1 Endstand verwandelte. Denn der FC konnte in Unterzahl am Tivoli nichts mehr reißen. Auch wenn Schwarz-Gelb aufs 3:1 drückte, sollte dies nicht mehr gelingen. Als Schiedsrichter Steffens die Pfeife nach neunzig Minuten in die Hand nahm, stand für Schwarz-Gelb der dritte Sieg der Saison. Das Team ließ sich von der Südtribüne feiern, während es in der Tabelle den vierten Rang hielt. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den ersten Tabellenplatz reist man nun schon am Freitag nach Essen, um zu zeigen, dass es auch auswärts - mit der richtigen Anzahl an Fans im Nacken - gesiegt werden kann.

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Zurück in die Erfolgsspur

Nach dem Ausrutscher in Lippstadt will Alemannia wieder punkten


Nach der ersten Saisonniederlage am Montag gegen den SV Lippstadt empfängt die Alemannia am morgigen Samstag die Zweitvertretung des 1. FC Kölns auf dem Tivoli. Zum kleinen Derby erhofft sich Schwarz-Gelb eine Vielzahl an Besuchern, die die Ränge des heimischen Stadions füllen sollen. Nach dem Punktverlust in Westfalen, bei dem die Alemannia sich nicht gerade von ihrer besten Seite zeigte, hat man einiges gut zu machen. 

Dennoch ist der Klub aus der Domstadt keine leichte Nummer und steht nicht ohne Grund in der Tabelle nur einen Platz hinter den Kaiserstädtern. Als einziges Team in der Liga kann der 1. FC Köln II nämlich einen ähnlichen Start vorzeigen, wie Schwarz-Gelb; siegte bislang zwei Mal und unterlag nur der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf am vergangenen Spieltag einmal. 
Das Spiel auf dem Tivoli bekommt durch den regionalen Konflikt beider Teams eine eigene Würze, weswegen sich ein Besuch schon alleine deswegen lohnt.

Auch zwei Spieler von Schwarz-Gelb, die noch am Montag in Lippstadt auf dem Platz gestanden haben, werden das Derby nur als Zuschauer beobachten können. Sowohl Kapitän Hackenberg als auch Stürmer Krasniqi sahen zum Wochenbeginn den roten Karton und wurden vom WFLV für drei bzw. vier Wochen gesperrt. Angesichts der Tatsache, dass diese Strafe unangemessen hoch erscheint, legte die Alemannia schon kurz nach der Verkündung Widerspruch ein. Schon in der kommenden Woche soll nun ein Urteil über Alemannias Anliegen gesprochen werden.

Zuvor steht auf dem Plan der Schwarz-Gelben allerdings erst einmal das Topspiel gegen Köln an diesem Wochenende. Wer sich noch kein Ticket gesichert hat, kann dies noch heute in allen bekannten Vorverkaufsstellen erledigen. Am morgigen Samstag öffnen dann die Tageskassen zur bekannten Uhrzeit. Anstoß gegen den FC ist um 14 Uhr.