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Finanziell stabil, sportlich labil

Nach Rettung in letzter Sekunde: Alemannia will wieder nach oben


Es waren nur wenige Worte, die Alemannias Anhängerschaft am gestrigen Vormittag dazu verleiteten, endlich aufatmen zu können. Trotz Finanzloch von nun mehr als 3,9 Millionen Euro hat es der Verein geschafft, durch private Zugaben der Vorstandsmitglieder den Kopf abermals aus der Schlinge zu ziehen. Um den Klub nachhaltig über Wasser zu halten gab man zudem die sofortige Trennung von Geschäftsführer Frithjof Kraemer bekannt. Damit kann man sich am Tivoli nun wieder voll und ganz auf die sportlichen Geschehnisse konzentrieren, die in den letzten Wochen häufiger zur Nebensache wurden.

Dabei sieht es dort, wo der Ball rollt, ebenfalls düster aus für das Team von Schwarz-Gelb, dass nun seit mehr als zwei Monaten die unteren Tabellenregionen nicht mehr verlassen hat. Mit gerade einmal fünfzehn Punkten belegt die Truppe von Cheftrainer van Eck immer noch den vierzehnten Tabellenplatz, obwohl man schon vor Wochen Besserung versprochen hatte. Was seitdem passiert ist? Nicht wirklich viel. Fünf Punkte konnte der Holländer seit seiner Ankunft bei der Alemannia einfahren - und das in sieben Partien. Eine magere Ausbeute.

Spieltag für Spieltag verspricht Alemannias neuer Übungsleiter, dass der Knoten nun platze, sein Team perfekt eingestellt und ein Dreier nur noch Formsache wäre - doch bis heute gab es nur leere Versprechungen.
Denn zur schlechten Chancenverwertung, die das Team von jenem aus der letzten Saison übernommen zu haben scheint, kommt in der Kaiserstadt das enorm hohe Verletzungspech hinzu. Schon seit Saisonanfang muss man ohne die gesetzten Routines Demai und Rösler auskommen. Stammkeeper Krumpen fällt zudem mit muskulären Problemen schon seit Wochen aus und nun hat es auch noch zwei weitere Stammspieler erwischt. Während Thomas Stehle mit einer gebrochen Elle bis zum Jahresende ausfällt, muss auch auf Denis Pozder mindestens vier Wochen verzichtet werden. Der Youngster zog sich in der Partie gegen den SV Wehen Wiesbaden eine Innenbandzerrung zu und kann sich nun zu Sturmpartner Thiele gesellen, der seine Rot-Sperre an diesem Spieltag zum letzten Mal absitzen muss.

Weil die Alemannia ausnahmsweise nicht samstags sondern schon am morgigen Freitag beim 1. FC Heidenheim gastiert, wird der WDR die Partie nicht live übertragen. Eine Zusammenfassung wird es erst am Samstag geben, wenn der Sender gegen 16.50 Uhr zur Sportsendung "Fußball im Westen" läd.

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