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Keine Titelverteidigung beim Derby Cup

Fortuna Düsseldorf sichert sich den Pokal


Nachdem man im letzten Jahr den sogenannten "Derby Cup" ins Leben gerufen hatte, sorgte dieser mit den Begegnungen gegen Fortuna Düsseldorf und Bayer Leverkusen für ein besonderes Highlight der Saisonvorbereitung. In diesem Blitztunier hatte man beide Rivalen auf der Strecke gelassen und sich als Erster in die Siegerliste eingetragen.
Ein Jahr später hieß es dann, diesen Titel zu verteidigen. Mit Borussia Mönchengladbach holte man sich einen anderen, noch interessanteren Gegner als Bayer Leverkusen, auf den Tivoli.

Doch in der ersten Partie erwartete die Hyballa-Elf zunächst den Drittplazierten des letzten Jahres, Fortuna Düsseldorf. Die Rot-Weißen waren nur mit einer kleinen Anzahl von Fans angereist, möglicherweise weil vom Sender Sport1, der das Turnier live übertrug, die Anstoßzeit auf 19:15 Uhr angesetzt wurde, an einem Wochentag.
Die Schwarz-Gelben Anhänger kümmerte das nicht viel, waren sie wie auch im letzten Jahr in ansehnlicher Zahl erschienen.

Das Team vom Tivoli startete die ersten 45 Minuten von links nach rechts. Coach Hyballa vertraute in der ersten Partie auf David Hohs. Vor dem Keeper debütierten Korte, Strifler und Erb in der Viererkette. Letzterer bekam in der Innenverteidigung Abwehrrecke Olajengbesi an die Seite gestellt. Mit Bas Sibum hatte Sportdirektor Meijer einen Mann zur Alemannia gebracht, der auch einmal den Mund auftat, wenn ihm im Spiel etwas nicht passte. Vom Trainer bekam der 28-Jährige das nötige Vertrauen geschenkt, markierte im 4-4-2 System mit Raute den einzigen Sechser.
Auf den Außenbahnen vertraute der Coach auf Yabo und Radjabali-Fardi. Auf der Zehn war Manuel Junglas gesetzt. Im offensiven Part fand man diesmal Alper Uludag wieder; Kapitän Auer startete auf gewohnter Position.

Es dauerte seine Zeit, bis die beiden Mannschaften richtig ins Spiel fanden. Obwohl in nicht rund zwei Wochen die Liga startet, vermisste man die nötige Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Die Keeper konnten sich nicht auszeichnen; die Stürmer sich nicht anbieten.
Die Hälfte der Zeit war schon vorüber, als die Alemannen das erste Mal vor das gegnerische Tor kam. Doch der Abschluss war genau so bedauernswert wie das gesamte Offensivspiel der Schwarz-Gelben.
Lange sah sich Coach Hyballa diese "Flaute" nicht an; nach 37 Minuten verließ Reinhold Yabo das Feld und machte Platz für die Verstärkung von den Amateuren, Narciso Lubasa.
Doch auch der Wechsel brachte nicht die gewünschten Effekte, war es nun vielmehr die Fortuna, die den Zug in Richtung Alemannentor gefunden hatte. Die Flanke des Ex-Aacheners Sascha Dum in den Strafraum der Tivoli Kicker konnte von Olajengbesi noch entschärft werden.

Es sah alles nach einem Elfmeterschießen im ersten Spiel des Tages aus, was immer dann stattfand, wenn nach 45 Minuten regulär kein Sieger ermittelt werden konnte.

Doch soweit sollte es gar nicht erst kommen. Mit dem Schlusspfiff musste David Hohs das erste und einzige Mal hinter sich greifen.
Kruse hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und dann nicht schwach auf Hohs' Kasten geschossen. Den Abpraller verwandelte Adriano Grimaldi unhaltbar aus kurzer Distanz zum 1:0 Entstand.

Mit gesenkten Köpfen zogen die Schwarz-Gelben in die lange Pause ein, in welcher die Fortuna auf Borussia Mönchengladbach stieß.
Während die Hyballa-Elf auf der Tribüne Platz nahm, sorgten die Rot-Weißen aus der Landeshauptstadt für die frühzeitige Entscheidung um Platz Eins, indem sie die Borussia nach torlosen 45 Minuten im Elfmeterschießen bezwangen.

Die letzte Partie an diesem Abend entschied also um Platz Zwei und Drei im diesjährigen Derby Cup. Gegen den Erstligisten aus Gladbach fuhr Hyballa diesmal größere Geschosse, im Vergleich zum Spiel gegen den Ligakonkurrenten aus Düsseldorf veränderte der Coach seine Elf auf nahezu allen Positionen.
Zwischen den weißen Pfosten kam in der zweiten Partie Boy Waterman zum Zug. Die Viererkette setzte sich aus Jonas Strifler, Tobias Feisthammel und Seyi Olajengbesi in der Innenverteidigung, sowie Shervin Radjabali-Fardi auf Links zusammen. Bas Sibum setzte Hyballa erneut auf die Sechs. Über die Außen kamen in Runde Zwei Manuel Junglas und Alper Uludag, Ray Yabo agierte auf der Zehn. Marco Stiepermann markierte Kapitän Auers neuen Sturmpartner.

Die großen Veränderungen trugen schnell Früchte: das Offensivspiel der Alemannia zeigte sich von einer sonnigen Seite. Stiepermann hatte zu Anfang die größten Chancen, das nötige Zielwasser hatte die Leihgabe allerdings nicht getrunken.
Das Spiel fand nun weites gehend in der Hälfte der Gladbacher statt, weil die Alemannia diese kaum zum Zug kommen ließ. Während das Kurzpassspiel der Alemannia sehr überzeugte und sie somit zu immer gefährlicheren Torchancen kamen, wussten sich die Gladbacher nur aus der Distanz zu helfen.
Die Alemannia sorgte im kompletten Spiel für stärkere Torgefährlichkeit, doch nach 45 Minuten war die Kugel nicht einmal im Netz gelandet; weder bei den Borussen, noch bei den Kickern aus der Kaiserstadt. Es folgte das zweite Elfmeterschießen dieses Abends.

Drei Schützen hatte die Elf der abgelaufenen Halbzeit zu nominieren, Boy Waterman war neben Auer, Stiepermann und Junglas der einzige, imVorhinein gesetzte Hoffnungsträger. Als alle Schützen einmal angetreten waren, leuchtete auf der Videowand immer noch ein Remis auf, Leckie und Junglas hatten jeweils einen Treffer vergeben. 
Letzterer war es, der für die Borussen wenig später den Platz hinter Sieger Düsseldorf sicherte, indem er auch im zweiten Strafstoß an Keeper Heimeroth scheiterte. Damit belegte die Alemannia im zweiten Derby Cup mit keinem gewonnen Spiel den letzten (3.) Platz.

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