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Deja-vu in Erfurt

Wieder kosten 3 Minuten Schwarz-Gelb den Punktgewinn


Auch beim Nachholspiel in Erfurt konnte die Alemannia am Dienstag nicht punkten. Nach neunzig Minuten musste sich die Elf von René van Eck mit einer 1:3 Niederlage geschlagen geben. Damit sollte nun auch der Letzte die Hoffnung auf einen Klassenerhalt endlich aufgegeben haben. Denn der insolvente Drittligaklub ist am unteren Ende angekommen. Mit gerade einmal 26 Punkten aus 33 Spielen beträgt der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz für Schwarz-Gelb sechs Punkte, wobei dem derzeitigen Besitzer dieses Tabellenplatzes dabei noch zwei Spiele fehlen. Auch wenn die Alemannia damit rechnerisch noch nicht abgestiegen ist, würde ein Klassenerhalt in derzeitiger Situation wohl einem Wunder gleichen.

Mit dieser enttäuschenden Feststellung war es anzunehmen, dass auch im Nachholspiel gegen Rot-Weiß Erfurt ein Wunder nicht zu erwarten war. Im Vergleich zur desolaten Partie gegen Hansa Rostock nahm Coach van Eck gleich zwei Änderungen in der Startelf vor. Schon zwischen den weißen Pfosten sollte es Veränderungen geben. Für den verletzten Stammkeeper Flekken hütete Tim Krumpen den Kasten. Während Mittelfeld und Abwehrreihe unverändert blieben, sollte Sascha Marquet im Sturm den Vorzug gegenüber Marcel Heller bekommen.

Dem Team aus der Soers war mit dem Anstoß anzumerken, dass jegliche Motivation für die kommenden Drittligapartien verloren gegangen war. So war es die Rot-Weißen, die in den Anfangsminuten den größeren Druck ausübten, den Weg zum Kasten von Tim Krumpen allerdings nur selten fanden. Mit dem Beginn der zwanzigsten Spielminute sollte sich dies schlagartig ändern. Nach einer Standardsituation brachte Pfingsten-Reddig sein Team früh in Führung. Doch wenn sollte es die Schwarz-Gelben gleich richtig treffen. 
So vergingen keine drei Minuten, bis Torhüter Krumpen erneut hinter sich fassen musste. Im Eins-gegen-Eins-Duell mit Torschütze Morabit blieb der Ersatzkeeper der Verlierer. 

Keine vier Minuten später war es Nielsen, der den Aachenern ein Debakel ankündigte und zum 3:0 einlochte. Schiedsrichter Brand hätte beinahe dafür gesorgt, dass das Ergebnis vor der Pause noch weiter in die Höhe geschraubt wird. Beim gegebenen Strafstoß war es jedoch Torschütze Pfingsten-Reddig, der das Tor nur knapp verfehlte. Nach fünfundvierzig Minuten war dann auch erstmal Schluss. In sieben Minuten hatte Erfurt das Spiel nahezu entschieden, denn in Aachen glaubte an das Wunder schon keiner mehr - mit einer einzigen Ausnahme vielleicht. 

Denn Trainer van Eck brachte zum Seitenwechsel gleich zwei neue (Offensiv-)Kräfte, die das Spiel der Schwarz-Gelben ankurbeln sollten. Doch eine Sensation sollte ausbleiben. Auch wenn es Schwarz-Gelb schaffte, sich zu bemühen, sollte das Leder nicht einmal ohne Hilfe in den Kasten der Thüringer gelangen. 
So wurde die Partie munter zuende gespielt. Der Rot-Weiß Erfurt schien eingesehen zu haben, dass man sich gegen die Kaiserstädter auf einem Sieg ruhig ausruhen konnte, und ließ die Partie daher vor sich hin plätschern. Schwarz-Gelb gelang, ohne gesteigerten Willen, die Partie dennoch zu drehen, wenige Minuten vor dem Ende dann jedoch noch ein Gnadentor. Zum ersten Mal in dieser verkorksten Saison schien der Unparteiische Mitleid zu haben und zeigte nach einer Tätigkeit im Strafraum auf den Punkt. Zum 3:1 Endstand verwandelte wenige Sekunden später Oguzhan Kefkir.

Damit befindet sich Schwarz-Gelb auch nach der Nachholpartie gegen den Rot-Weiß Erfurt auf dem letzten Tabellenplatz und ist schon morgen zu Gast beim SV Wehen Wiesbaden.

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