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Ordentlich Rückenwind

Hyballa fordert ähnliches Temperament wie in Augsburg

Nach dem phänomenalen Auswärtserfolg bei Aufstiegsaspirant FC Augsburg, empfängt die Alemannia am Freitagabend Rot-Weiß Oberhausen. Die Gemüter schienen sich also wieder beruhigt zu haben, die hitzige Atmosphäre aus der vergangenen Woche – nach der Heimpleite gegen Erzgebirge Aue – wieder abgeklungen. Dennoch gab es unter der Woche wieder einen Auslöser, der vor allem in den Reihen der eingefleischten Fans für mächtig Diskussionsstoff sorgte. Wie die Aachener Nachrichten heute morgen in ihrer Printausgabe publik machten, wird Marco Höger den 2012 auslaufenden Vertrag nicht vorzeitig verlängern. Die Gerüchteküche brodelt schon seit längerer Zeit. Höger soll schon so manch einen Bundesligaklub auf sich aufmerksam gemacht haben.
"Es gibt derzeit nichts zu vermelden.", dementiert sein Berater diese Vermutungen. Ein konkretes Angebot solle nicht vorhanden sein. Höger lehnt also ab, verfrüht seine Zukunft am Tivoli zu sichern. Der Vertrag des 21-Jährigen läuft im Sommer des nächsten Jahres aus, gerne hätte Meijer mit dem Mann aus der Region schon vorzeitig verlängert, man plante, eine Mannschaft um den brillanten Sechser aufzubauen.
Höger lässt derzeit jedoch alles offen. "Es kann alles passieren.", verrät der Mittelfeldmann. Nur noch in diesem Jahr könnte die Alemannia Profit aus einem Wechsel schlagen. Falls Höger die Alemannia im nächsten Sommer verlassen würde, müsste man ihn ablösefrei ziehen lassen.


Auf der entgegengesetzten Seite um mögliche Wechselgerüchte kreisten in dieser Woche Namen wie Deniz Naki und Lasse Sobiech. Ersterer übte das Interesse an den Schwarz-Gelben schon vor zwei Jahren aus; der gebürtige Dürener wollte einst an den Tivoli wechseln. Dieses Interesse scheint jetzt auf der anderen Seite zu existieren. Laut den Aachener Nachrichten sollen Gespräche bereits geführt sein.
Naki steht momentan bei St. Pauli unter Vertrag, sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2012. In der laufenden Saison bestritt der Stürmer 18 Partien. Meist kam er dabei von der Bank, nur einmal stand er über 90 Minuten auf dem Platz.

Lasse Sobiech hingegen ließ man direkt Luft am Tivoli schnuppern. Ihm seie von Sportdirektor Meijer der Tivoli und dessen Umgebung vorgestellt worden, eine Leihe des 20 Jährigen scheint wohl wahrscheinlich. Sobiech kommt aus der "Hyballa-Jugend" – der Trainer der Schwarz-Gelben hatte ihn schon zu seinen Dortmunder Amateurzeiten in seinem Team. Sobiech sollte mit dem Wechsel des Trainers in die erste Elf rutschen, bestritt für die erste Mannschaft Borussia Dortmunds jedoch bislang keine Spiele.
Der Innenverteidiger durchlief ab der U-18 Nationalmanschaft, auch die U-19. Der Youngster übersprang die U-20, etablierte sich direkt in der oberen Klasse der U-21.
Trainer Hyballa legt große Worte auf seinen Ex-Schützling. Kurz und knapp seie der ein "Top Profi".

Um den akutellen Kader der laufenden Saison muss sich Hyballa in den letzten Tagen jedoch auch sorgen. Mirko Casper wird ebenfalls wie Thomas Zdebel am Freitabend nicht einsatzfähig sein. Der Innenverteidiger plagte schon beim Spiel gegen Augsburg über Adduktorenprobleme, kurze Zeit später nahm ihn Trainer Hyballa vom Platz. Ein weiteres "Wehwehchen" beklagte zuletzt auch Thomas Zdebel. Der 37-Jährige wird am Freitag aufgrund von Beschwerden an der Achillessehne nicht im Kader stehen.
Mit Rot-Weiß Oberhausen empfängt die Tivoli-Elf einen komplett anderen Gegner als zuletzt FC Augsburg. Der Gegner aus dem Ruhrgebiet kämpft ums nackte Überleben, steht mit 28 Punkten punktgleich mit dem VfL Osnabrück, aufgrund der schlechten Tordifferenz einen Platz hinter dem Tabellen 16.
Der letzte Dreier gegen den KSC sowie der Punktgewinn bei Schlusslicht Bielefeld lässt die Rot-Weißen wieder hoffen. "Ich denke, Oberhausen wird sehr abwartend agieren.", erklärt Hyballa. "Es wird sich wohl alles hauptsächlich in deren Hälfte abspielen."


Hyballa fordert und erwartet gegen den "kleinen Gegner" von seinem Team eine ähnliche Leidenschaft und Begeisterung wie zuletzt beim Erfolg bei den Schwaben. Ob die Elf um Trainer Hyballa dessen Anweisungen folgen kann, kann morgen ab 18 Uhr im Tivoli live verfolgt werden.
Zum vorletzten Heimspiel der Saison hatte die Alemannia eine Aktion gestartet, bei der Dauerkarteninhaber bis zum heutigen Tag unter Vorlage der Dauerkarte eine zusätzliche Freikarte für die morgige Partie abstauben konnten.

Und auch Tageskartenkäufer werden morgen auf ihre Kosten kommen. Zu jeder verkauften Tageskarte gibt es eine weitere zum halben Preis. Diese Ermäßigungen beziehen sich jedoch alle nur auf Vollzahlertickets.

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